PES 2017 in der Vorschau: Kann Konami an den Vorjahreserfolg anknüpfen?
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PES 2017 in der Vorschau: Jedes Jahr aufs Neue lockt Konami mit frischen Features, die Pro Evolution Soccer noch realistischer machen sollen. Doch was steckt dahinter?
PES 2017 in der Vorschau: Es gab Zeiten, zu denen Pro Evolution Soccer viel von seinem alten Glanz verloren hatte. Auf der PS3 und der Xbox 360 fiel die Serie weit hinter FIFA zurück und das, nachdem Pro Evolution Soccer auf der vorangegangenen Konsolengeneration Jahr für Jahr mit Abstand das beste und realistischste Fußballerlebnis lieferte, das es in der Videospielwelt zu kaufen gab. Spätestens seit letztem Jahr ist die absolute Qualität wieder in die Reihe eingekehrt. Pro Evolution Soccer 2017 will darauf nun aufbauen und die Stärken des Vorgängers perfektionieren.
Quelle: Games Aktuell
Topstürmer:
Angreifer Olivier Giroud ist Frankreichs Goalgetter Nummer 1. Bei der EM ruhen die Titelhoffnungen der Franzosen unter anderem auf ihm. (PC)
Passmaschine
PES 2017 fühlt sich für Kenner des Vorgängers natürlich nicht fremd an, doch es gibt bereits spürbare Änderungen, die Konami ins Spiel eingebaut hat. So reduzierte PES Productions das Spieltempo, wodurch das Spiel wieder ein wenig taktischer wird. Nun werden weniger Pässe auf gut Glück in den Lauf der Spieler geschickt. Der Spielaufbau wird noch wichtiger, denn dank des neuen Features "Precise Control" (das es in ähnlicher Fassung ja schon seit Jahren gibt), kann man Pässe nun einerseits genauer spielen, andererseits muss man sich auch ein wenig umgewöhnen. Für starke Pässe muss man deutlich länger auf den entsprechenden Knopf drücken, als man es gewohnt ist. Bei der Ballannahme sind zudem technisch starke Spieler im Vorteil und mit ein wenig Übung resultiert die geschickte Verarbeitung gleich in einem Raumgewinn, mit dem man ein paar Zentimeter Abstand zwischen sich und seinem Gegenspieler schafft.
Auch die hohen Pässe in den Lauf können nun druckvoller gespielt werden, was trotz des langsameren Spieltempos für mehr Dynamik im Match sorgt. Die angepasste Geschwindigkeit hat zudem einen weiteren Vorteil: Es ist nun einfacher, das Spiel des Gegners zu lesen und seine eigenen
Quelle: Games Aktuell
Ungewohnte Rolle:
Wie man gut erkennen kann, ist es den Torhütern möglich, bei Ecken in den gegnerischen Strafraum zu stürmen und ihr Glück als Goalgetter zu suchen. (PC)
Angriffe zu koordinieren. Über das Drücken einer Schultertaste können die Spieler angewiesen werden, wie aggressiv sie sich in die Offensive einschalten.
Wenn man zwischen offensiver und defensiver Ausrichtung wechselt, wird diese Vorgabe übrigens auch gleich deutlich sichtbar umgesetzt. Für den Angriff kann man beispielsweise die Option "Tiki Taka" oder "Hug the Touchline" wählen. Während Erstere natürlich dem Kurzpassspiel zugutekommt, indem die Spieler die Abstände zwischen sich verkleinern, bewirkt Letztere, dass eure Flügelspieler weiter Richtung Seitenlinie rücken.
Defensivkünstler
Konami hat, nach eigenen Angaben, auch ordentlich an der Verteidigung geschraubt und verspricht zudem neue Defensivtaktiken und wachere Torhüter. So können die Verteidiger mit der Option "Tight Marking" gegnerische Angreifer besonders eng decken oder sich auf Befehl im eigenen Sechzehner einmauern ("Swarm the Box"). Vier solcher Taktiken lassen sich in den Optionen auf das Steuerkreuz legen und dann im Spiel fließend wechseln. Das Besondere: Es können auch mehrere Taktiken gleichzeitig angewandt werden.
Quelle: Games Aktuell
Präzision:
Ballkünstler wie Toni Kroos sind für ihre Fähigkeit bekannt, die Murmel extrem gut vor dem Gegner abzuschirmen. Ballannahmen sind nochmals überarbeitet worden. (PC)
Einer der größeren Kritikpunkte im Vorgänger waren die Torhüter. Hier hat Konami nachgebessert. Sie lassen nun seltener Bälle nach vorne abprallen und sind deutlich wacher und reaktionsschneller. Das Ergebnis: Es fallen insgesamt deutlich weniger Tore. Dazu stellt sich der nette Nebeneffekt ein, dass Tore, wenn sie denn fallen, deutlich befriedigender sind, da sie anspruchsvoller herausgespielt werden müssen. Das gefällt und wie immer gibt es keine Blaupause, wie man sich Torchancen in PES erarbeiten kann. Was in einem Angriff perfekt funktioniert hat, kann bei der nächsten Offensivwelle wirkungslos verpuffen. Das fühlt sich sehr gut an.
Damit es nicht nur beim Fühlen bleibt, schraubt PES Productions natürlich auch an der Optik. Nachdem PES 2016 bereits mit den besten Animationen der Seriengeschichte aufwarten konnte und endlich mit FIFA mithalten kann (in einigen Punkten ist es sogar deutlich besser), legt man nun noch eine Schippe drauf. Man darf gespannt sein, wie groß der Sprung dieses Jahr ausfallen wird, wenn das Spiel fertig ist, doch in jedem Fall spendiert man zahlreiche neue Animationen, welche die Bewegungsabläufe natürlicher wirken lassen und die neue Bewegungsmuster
Quelle: Games Aktuell
Bullen unter sich:
Pogba und Boateng sind echte Brocken, technisch jedoch auch sehr versiert. Vor allem der junge Franzose ist mit dem Ball am Fuß begnadet. (PC)
beinhalten. Dadurch wird das Geschehen auf dem Rasen dynamischer und realistischer, was einfach nochmals mehr wie eine Sportübertragung im Fernsehen wirkt.
Die Lizenzfrage
Während das klingt, als würden PESFans einem sorgenfreien 2017er-Update entgegensehen können, schmerzt ein Bereich wieder einmal die Fußballerseele. Im Vergleich zu FIFA ist der Lizenzumfang von PES 2017 definitiv wieder deutlich kleiner. Auf einem kürzlich veranstalteten Anspiel-Event zeigte man zumindest voll lizenzierte Versionen von AtléticoMadrid, Arsenal London, sowie Frankreich und Deutschland. Es ist davon auszugehen, dass wieder einmal die wichtigsten Vereinsmannschaften der großen Ligen korrekt in PES abgebildet werden, es jedoch Ausnahmen geben wird. Ob es der BVB endlich originalgetreu ins Spiel schafft? Wir hoffen es!
Entwickler: PES Productions | Hersteller: Konami
