Prince of Persia: The Lost Crown - Auch als Sidescroller gut? - Wir haben es gespielt
Special
Wir hatten die Gelegenheit im Rahmen von Ubisoft Forward das gerade erst angekündigte Prince of Persia: The Lost Crown auch schon selbst zu spielen. Dabei konnten wir erst Eindrücke von Kämpfen und Plattform-Mechaniken sammeln.
Während Fans im Vorfeld des Ubisoft-Forward-Events auf Neuigkeiten zum vor langer Zeit angekündigten Remake von Prince of Persia: The Sands of Time gehofft hatten, überraschte der französische Publisher stattdessen mit der Ankündigung eines ganz neuen Spiels der Reihe. In Prince of Persia: The Lost Crown schlüpft der Spieler in die Rolle von Sargon, dem jüngsten Mitglied einer Elitegruppe von Kriegern, die sich Die Unsterblichen nennen. Die Gruppe macht sich auf, den verfluchten Berg Qaf zu erkunden, um den entführten Prinz Ghassan zu retten. Das Spiel kehrt dabei zurück zu seinen 2D-Plattformer-Wurzeln und bedient sich sehr stark beim Metroidvania-Genre. Wieder mit dabei sind die serientypischen Zeitkräfte, die der Protagonist im Kampf und beim Lösen von Puzzles einsetzt. Wie sich das genau spielt, konnten wir im Rahmen der Ubisoft-Forward-Show auch bereits selbst ausprobieren. Für rund eine Dreiviertelstunde kämpften und rätselten wir uns durch einen Level des Spiels und stellten uns am Ende einem mächtigen Boss.
Kämpfen mit Köpfchen
Die Demo beginnt, als Die Unsterblichen einen Bereich namens Lower City betreten. Hier finden sie die Leichen befreundeter Truppen vor, die auf mysteriöse Weise so aussehen, als würden sie hier schon sehr lange Zeit liegen. Auf der Suche nach Prinz Ghassan teilen sich die Krieger auf. Kaum ist unser Held Sargon allein, erheben sich die halb verrotteten Leichen und wir müssen uns erstmals mit dem Kampfsystem vertraut machen. Auf Knopfdruck führen wir Angriffe mit unseren Schwertern aus, was gegen einen einzelnen Gegner noch ausreichend ist. Schnell wird aber auch klar, dass reines Button-Mashing nicht zum Erfolg führt. Wenn sich zwei oder drei Gegner gleichzeitig erheben, stecken wir auf diese Weise nur unnötig Schaden ein und segnen schnell das Zeitliche.
Gut, dass Sargon noch ein paar mehr Tricks auf Lager hat. So können wir im richtigen Moment springen oder eine Ausweichbewegung ausführen, um eintreffendem Schaden zu entgehen. Mit einer weiteren Taste lassen sich zudem bestimmte Angriffe der Gegner parieren. Gelingt uns das im richtigen Augenblick, wird ein schick animierter Gegenangriff ausgeführt. Außerdem ist der Held auch mit einem Bogen ausgestattet, mit dem wir Feinde aus der Ferne aufs Korn nehmen können. Allerdings steht uns dafür nur eine begrenzte Anzahl an Pfeilen zur Verfügung. Haben wir alle verschossen, müssen wir zunächst neue Pfeile bei besiegten Gegnern erbeuten.
Das Level als Gegner
Wie wir nach diesen ersten Gegnern feststellen müssen, ist die Levelumgebung eine mindestens genauso große Herausforderung. Besonders da wir ohne große Einführung ins Spiel geschmissen wurden und wir uns erst mal an das herantasten müssen, was unser Protagonist denn alles kann, um Hindernisse zu überwinden. So stellen wir fest, dass die Entfernung beziehungsweise Höhe eines Sprungs auch davon abhängt, wie lange wir die entsprechende Taste gedrückt halten. Auf diese Weise springen wir gegen Wände und schwingen uns an Stangen entlang, um die ersten Plattform-Abschnitte zu meistern.
Im weiteren Verlauf nehmen die Herausforderungen an die Parkour-Fähigkeiten unseres Helden auch stetig zu. So kommen wir in einen Abschnitt, der mit rotierenden Messern und tödlichen Spikes an Wänden nur so gespickt ist. Hier gilt es, verschiedene Bewegungsmanöver wie Dash und Walljump im richtigen Rhythmus miteinander zu kombinieren.
Nach einigen Minuten kommen wir mit unserem agilen Krieger jedoch zunächst an einem mystisch aussehenden Baum vorbei. Dieser dient offenbar als Checkpoint, an dem das Spiel gespeichert wird, wenn wir mit ihm interagieren. Wir bekommen hier zudem erstmals Einblick in das Amulett-System. Im Verlauf des Spiels können allem Anschein nach verschiedene Amulette gesammelt werden, die unterschiedliche passive Fähigkeiten mit sich bringen. Um die Effekte zu aktivieren, müssen die Anhänger ausgerüstet werden. An der Kette des Helden stehen jedoch nur begrenzte Slots zur Verfügung und die Pendants verbrauchen je nach Stärke ihres Effekts unterschiedlich viele davon. Wir entscheiden uns schließlich für drei Amulette, mit denen wir beim Parieren Lebenspunkte zurückbekommen, die unseren Schaden bei Angriffen in der Luft erhöhen und die am Ende einer Combo einen zusätzlichen Angriff ausführen.
