Frischer Wind durch das Pokémon Pokopia Team!

Special Lukas Bohnau
Frischer Wind durch das Pokémon Pokopia Team!
Quelle: Nintendo

Pokémon Pokopia setzt auf eine klare Idee statt ständig neuer Features. Warum genau dieser Ansatz dem Pokémon-Franchise langfristig guttun könnte.

Dennoch gibt es auch positive Beispiele für Neuerungen, die das Pokémon-Franchise bereichert haben und eben nicht nach nur einer Generation wieder begraben wurden. Die Einführung des Fee-Typs gehört zum Beispiel dazu. Oder regionale Formen von Pokémon, die sich evolutionstechnisch super in das Worldbuilding integrieren lassen. Aber auch experimentellere Features wie die Mega-Entwicklung können zu jenen gezählt werden.

Die Terakristallisierung war ein Feature aus Karmesin & Purpur, das bis jetzt nur dort zum Einsatz kam. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Die Terakristallisierung war ein Feature aus Karmesin & Purpur, das bis jetzt nur dort zum Einsatz kam. Vielleicht liegt genau hier ein Teil des Problems: Pokémon versucht immer wieder, sich neu zu erfinden, statt das, was bereits funktioniert, konsequent weiterzuentwickeln. Die im letzten Absatz positiv hervorgehobenen Neuerungen zeigen, dass sich so etwas auf längere Sicht definitiv mehr bewährt.

Ein Spiel wie Pokémon Pokopia macht dagegen deutlich, wie gut es funktionieren kann, wenn man sich stärker auf eine klare Idee konzentriert und diese wirklich ausarbeitet, statt im nächsten Schritt gleich wieder nach der nächsten großen Neuerung zu suchen.

Ein neuer Blickwinkel

Pokémon Pokopia stammt vom Studio, das hinter den Dragon-Quest-Builders-Spielen steckt. Und das merkt man dem Spiel durchaus an. Allerdings im besten Sinne. Die Entwickler bringen eine klare Erfahrung mit, von der eine Life-Sim wie Pokopia profitiert.

Pokémon Pokopia weist deutliche Parallelen zu Dragon Quest Builders auf, überzeugt aber trotzdem mit genug eigenen Ideen. Quelle: Square Enix Pokémon Pokopia weist deutliche Parallelen zu Dragon Quest Builders auf, überzeugt aber trotzdem mit genug eigenen Ideen. Bereits im Vorfeld war klar, dass es sich bei Pokémon Pokopia um einen Spin-off-Titel handelt. Kein RPG, sondern eine Lebenssimulation. Dementsprechend sind die Erwartungen auch ganz anders als im Vergleich zu den normalen Pokémon-Spielen. Das macht es für Pokopia vielleicht etwas einfacher, weil es nicht direkt mit den Hauptspielen konkurrieren muss. Als Titel, der das Franchise in ein neues Genre führt, kommt ihm aber dennoch eine besondere Bedeutung zu, und er muss sich erst mal behaupten.

Pokopia konzentriert sich voll und ganz darauf, sein Konzept konsequent auszubauen. Eine cozy Lebenssimulation, die alles mitbringt, was das Genre braucht. Das Grundgerüst, bestehend aus Gameplay und Mechaniken, funktioniert wunderbar und erinnert stellenweise tatsächlich an die Stärken von Dragon Quest Builders, nur eben im Pokémon-Universum.

In Pokémon Pokopia sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Baut eine Stadt ganz nach euren Vorstellungen. Quelle: Nintendo In Pokémon Pokopia sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Baut eine Stadt ganz nach euren Vorstellungen. Aber genau dieser Pokémon-Stempel mit all seinen bekannten Taschenmonstern, die Teil des Spiels sind, verschafft Pokopia automatisch auch Aufmerksamkeit. Mit dem Unterschied, dass Pokopia im Vergleich zu anderen Pokémon-Spielen nicht enttäuscht und genau das abliefert, was man als Spieler erwartet. Neue Ideen sind also nicht per se schlecht, benötigen aber vielmehr Expertise und Zeit, um sie optimal umsetzen zu können.

  1. Seite 1 Neu ist nicht immer besser
  2. Seite 2 Pokopia zeigt wie es geht
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