Pokémon hat viele Ideen, aber oft fehlt der Feinschliff in Story und Technik. Beides sind Schlüssel, damit sich das nächste Spiel endlich wieder wie ein echtes Abenteuer anfühlt.
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Ein Spiel mit mehr Persönlichkeit und Story
Seit Jahrzehnten folgen die Hauptspiele fast immer demselben Schema: Wir starten als Teenager mit einem Starter-Pokémon im Gepäck, kämpfen uns durch acht Arenen, stoppen eine halbherzig böse Organisation und beweisen uns am Ende in der Pokémon-Liga. Das ist mittlerweile so vorhersehbar geworden, dass wir schon beim ersten Arenakampf das Finale erahnen können. Dabei hat Pokémon längst das Potenzial, auch erzählerisch mehr zu bieten. Die Pokémon-Spiele X und Y und auch Schwarz und Weiß haben das bereits bewiesen.
Quelle: PC Games
Der geheimnisvolle N und die Geschichte rund um G-Cis und Team Plasma war super spannend.
In unserem perfekten Pokémon-Spiel würden wir endlich aus dieser faden Erzählroutine ausbrechen. Warum nicht mal einen etwas älteren Protagonisten spielen und generell die Zielgruppe mal mehr in Richtung Erwachsene anpeilen? Außerdem wünschen wir uns eine größere, komplexere Story, die uns vor Entscheidungen stellt und nicht immer eine heile Welt vorgaukelt. Das würde ganz neue Perspektiven eröffnen, sowohl auf die Welt als auch auf die Rolle, die Pokémon darin spielen.
Auch die Nebenfiguren könnten etwas mehr Tiefe vertragen. Das fängt schon bei den Arenaleitern an, die ihren Lieblingstyp direkt zu ihrer ganzen Persönlichkeit machen. Warum mit diesem Schema nicht brechen und mal eine etwas andere Herangehensweise verfolgen?
Anstatt eines Teams, das beispielsweise nur aus Wasser-Pokémon besteht, könnte ein Arenaleiter doch auch dafür bekannt sein, viele Statusattacken einzusetzen oder physische Angriffe zu bevorzugen. Das wäre in jedem Fall etwas weniger festgefahren und unvorhersehbarer.
Und in puncto Storytelling: Bitte erschafft wieder ernst zu nehmende Antagonisten! Früher hatten Teams wie Rocket, Aqua, Magma, Galaktik oder Plasma klare, gefährliche Motive: Macht, Kontrolle, Ideologie. Heute wirken viele der "bösen" Organisationen eher wie Schulclubs mit schlechtem Merchandise. Eine gute Geschichte braucht einen Gegner, der wirklich etwas aufs Spiel setzt, der bedrohlich wirkt und vor dem man die Welt tatsächlich beschützen möchte.
Quelle: PC Games
Team Rocket ist einfach ikonisch! Auch wenn Jessie und James weniger zum Fürchten waren, war es ihr Boss Giovanni umso mehr.
Schön, stabil, flüssig: Unser Traum von einem technisch sauberen Pokémon
Wenn es um die technische Umsetzung geht, hinkt Pokémon schon immer ein wenig hinterher - teilweise mit wirklich inakzeptablen Bugs und Spielfehlern. Karmesin und Purpur haben gezeigt, wie negativ das auffallen kann: aufpoppende Texturen, ruckelnde Animationen, Frame-Einbrüche, Gesichter ohne Ausdruck. Für das weltweit umsatzstärkste Franchise ist das einfach unverständlich.
