Test-Ersteindruck zu Pokémon-Legenden: Z-A - Besser als befürchtet, aber das reicht nicht
Special
Pokémon-Legenden: Z-A steht vor der Tür. Doch bevor wir euch unsere finale Einschätzung ausführlich präsentieren können, brauchen wir noch mehr Zeit. Daher teilen wir nun unseren Test-Ersteindruck mit euch.
Manche Spiele sind einfach schwierig zu beschreiben. Eines davon ist Pokémon-Legenden: Z-A, das wir uns bisher etwa acht Stunden lang anschauen konnten. Wir dürfen euch schon im Test von unserer Einschätzung berichten, allerdings stellt uns das Embargo dieses Mal vor ein Problem.
Denn das Spiel hat uns bisher etwas ratlos zurückgelassen. Wir haben Illumina City bereits ordentlich auf den Kopf gestellt, doch bis wir euch unsere finale Einordnung präsentieren können, brauchen wir schlussendlich einfach noch mehr Zeit. Das liegt allerdings nicht am Umfang von Legenden: Z-A, schließlich pendeln sich die meisten Pokémon-Spiele bei etwa 25 Stunden für die Handlung ein.
Ohne euch zu spoilern, sowohl für euer Spielerlebnis als auch den ausführlicheren Test: Wir haben bisher einige coole Ideen gesehen, uns allerdings stellenweise doch sehr über die Umsetzung gewundert. Damit ihr nun nicht ganz ohne Infos auskommen und lediglich mit kryptischen Aussagen vorliebnehmen müsst, möchten wir euch von unserem Test-Ersteindruck zu Pokémon-Legenden: Z-A berichten.
Ein zunächst solider Eindruck, doch was steckt dahinter?
Durch die vergangenen Erfahrungen mit Pokémon Karmesin und Purpur waren wir skeptisch, was uns bei dem neuen Ableger wohl erwartet. Wir haben uns auf der Nintendo Switch 2 ins Abenteuer gestürzt und direkt erleichtert aufgeatmet: Störende Faktoren wie Ruckler oder eine niedrige Bildrate haben uns in Illumina City zum Glück nicht begrüßt.
Quelle: Nintendo
Besser als befürchtet: Nach Karmesin und Purpur haben wir mit allem gerechnet. Doch das Spiel läuft auf der Switch 2 flüssig und macht auch optisch einen solideren Eindruck als zunächst gedacht.
Auch die Grafik hat uns positiv überrascht. Das heißt allerdings nicht, dass sie mit anderen Neuerscheinungen mithalten kann. Trotzdem ist es eine deutliche Verbesserung gegenüber der neunten Generation, zumindest auf der aktuellen Konsole. Ob euch auf der ersten Switch ein ähnlich stabiles Spiel erwartet, wissen wir leider nicht - wir hatten bisher keine Möglichkeit, uns Legenden: Z-A darauf anzuschauen.
So, da der Elefant nun aus dem Raum geschafft wurde, beschäftigen wir uns lieber mit dem Gameplay. In die Kalos-Region zurückzukehren, dürfte vor allem für langjährige Fans, die die Spielwelt und ihre Bewohner noch aus den Editionen X und Y kennen, ein Highlight sein. Allerdings gibt es nicht viel von der Welt zu sehen, denn die aus der sechsten Gen bekannte Stadt Illumina City stellt nicht nur den Kern, sondern die gesamte Welt dar.
Allzu groß ist die Stadt dafür allerdings nicht, zudem gibt es nur wenig optische Abwechslung. Was uns dafür schon kurz nach Beginn sehr gut gefallen hat, ist das Kampfsystem. Die Legenden-Reihe hat mit dem Vorgänger Arceus bereits das neue Fangsystem eingeführt, bei dem ihr euch vorsichtig an die Monster anschleichen und sie einsacken könnt, ohne in einen Kampf verwickelt zu werden.
Quelle: Nintendo
Dank der Kalos-Region kehren auch die Mega-Entwicklungen ins Spiel zurück. Dieses Mal können aber auch wilde Pokémon unkontrolliert davon betroffen sein.
Legenden: Z-A geht nun einen Schritt weiter und kombiniert die bekannten Attacken und Wechselwirkungen mit einem Echtzeit-System: Die Angriffe eurer Pokémon haben nun einen Cooldown, dafür könnt ihr schneller zwischen den Monstern hin- und herwechseln. Außerdem wird euer Charakter in die Auseinandersetzungen hineingezogen und kann sich währenddessen nicht nur bewegen, sondern muss gelegentlich auch von seiner Ausweichrolle Gebrauch machen.
Pokémon-Legenden: Z-A ist anders als erwartet
So unterhaltsam die Kämpfe auch sind, sind sie bisher leider das einzige wirkliche Highlight, das wir beim Spielen entdeckt haben. Die Wildsektoren, in denen wilde Pokémon sicher in der Großstadt leben können, wirken sehr abgegrenzt vom restlichen Geschehen. Gepaart damit, dass die Welt durch größtenteils stillstehende NPCs ohnehin einen leblosen Eindruck erweckt, hat sich der Schauplatz mit zunehmender Spielzeit immer eintöniger angefühlt.
Auch das titelgebende Z-A-Royale-Turnier ist anders umgesetzt worden, als wir uns das vorgestellt haben. Da müssen wir allerdings noch weitere Nachforschungen anstellen, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn sich das Spiel bezüglich des Umfangs an den anderen Pokémon-Titeln orientiert, hätten wir schließlich gerade mal ein Drittel der Ereignisse mitverfolgt.
Durch einen sehr knappen Testzeitraum können wir zurzeit schlichtweg keine vernünftige Beurteilung vornehmen und wollen ausreichend Zeit investieren, um die diffusen Gefühle der ersten Spielstunden besser einordnen zu können: Das Spiel läuft besser, als erwartet, und weist einige gute Ideen auf, doch gleichzeitig scheint es nicht allzu konsequent mit letzteren umgegangen zu sein.
Ende dieser oder spätestens Anfang nächster Woche werden wir euch ausführlich, auch mit Video, berichten, was genau euch in Illumina City erwartet und ob Pokémon-Legenden: Z-A der ersehnte Hoffnungsschimmer ist, um das Franchise wieder zurück auf den richtigen Weg zu bringen. Dann wird es auch eine abschließende Wertung für das Spiel geben.
Meinung
Pokémon-Legenden: Z-A erscheint am 16. Oktober 2025 für Nintendo Switch und Nintendo Switch 2. Das Spiel kombiniert Elemente aus dem Vorgänger Arceus mit der Region aus der sechsten Pokémon-Gen und bringt sogar die beliebte Mega-Entwicklung zurück. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.
