Hinter der Fassade von Nintendo, Sony und Microsoft ist nicht alles eitel Sonnenschein: Wir legen den Finger in die Wunden der drei Konsolen-Kings.
PlayStation3: Wahnsinns-Maschine mit geringer Drehzahl
Hat mehr zu bieten: Das U.S.-Pendant des deutschen PlayStation Stores.
Problem3: Power für den PlayStation Store!
Sony macht im Moment verdammt viel richtig: Coole Features bei Firmware-Updates (man denke an die Hochskalierung bei DVDs und PS2-Spielen) und gute Multiplayer-Performance bei Resistance & Co. Doch der virtuelle Tante-Emma-Laden für Gelegenheitsspieler namens PlayStation Store kann bei diesem Tempo leider (noch) nicht mithalten: Nur selten verirren sich PS1- und PS2-Oldies auf die Site, unter anderem wegen dem Jugendschutz und gemächlicher Planung.
Um diesen Marktplatz aufzubohren und mit Vollgas gegen XboxLive anstinken zu können, wünschen wir uns wöchentliche Neuheiten für „alte“ PlayStations und ständig griffige Casual-Games für Mami, Papi und Omi. So wird der Name PlayStation Store schnell zum Synonym für DIE PlayStation-Online-Zentrale.
Nicht schöner als auf Xbox360, aber immerhin mehr drin: Die Pate-Fassung für PS3.
Problem2: Mehrwert für PS3-Versionen
Die Konsole ist High-End, also wäre es schön, wenn es auch die Spiele wären: Einfache 1:1-Portierungen (wie im Moment zur Genüge erhältlich) werden dem Anspruch des Geräts nämlich nicht gerecht - und ebenso wenig den Erwartungen der Spieler. Schärfere Optik, kürzere Ladezeiten und schnellere Bildwiederholungsraten sind nur ein Bereich, über den man hier nachdenken sollte - hat der Cell-Chip samt Festplatten-Unterstützung ja angeblich alles drauf.
Wir denken dabei auch an zusätzliche Levels und intelligente Sixaxis-Steuerelemente. Und Platz ist auf der Blu-ray ja bekanntlich mehr als genug, also freuen wir uns auf längere Videoseqenzen in Top-Qualität sowie Bonusmaterial und Making-ofs à la DVD & Co.
PS3-Stapel: Schnell weg bei kleinerem Preis?
Problem1: Macht die Kiste billiger!
Da sind sich ausnahmsweise mal alle einig wie der Chor der Regensburger Domspatzen: Unisono singen Spieler, Händler, Hersteller und Wirtschaftspresse das hohe Lied des (zu) hohen PS3-Verkaufspreises. Wir singen mit, zumindest eine Strophe. Klar, die 599 Euro haben ihren Grund: Jedem ist bewusst, dass der Hi-Tech-Inhalt der Kiste nicht für zwofuffzich zu haben ist.
Aber Sony könnte ja zumindest mal bedenken, dass jeden Monat der Abstand zu den beiden Mitbewerbern größer wird. Das wird irgendwann auch Auswirkungen auf die Zahl und Qualität der erscheinenden Spiele haben. Wer wird schließlich den Mehrwert (siehe Problem 2) erstellen, wenn sich das nicht in klingender Münze auszahlt? Vielleicht ist eine rascher als geplante Preissenkung zwar schmerzhaft, aber immer noch weniger schmerzhaft als im schlimmsten Fall bis weit ins nächste Jahr hinein die Nummer drei auf dem Markt zu bleiben?
So, jetzt sind wir fertig mit Meckern. Für Sie hingegen fängt der Spaß jetzt erst richtig an: Welche Punkte nerven Sie am meisten an PS3, Xbox360 und Wii? Diskutieren Sie mit im Forum!
