Wir waren auf Sonys Hausmesse in London. Was uns gefallen hat - und was wir weniger gut fanden - lest ihr hier!
Die Sony-Strategie
David Reeves, CEO von SCEE.
Mit 15 Minuten Verspätung begann in London Sonys Pressekonferenz, in der David Reeves, Chef von Sony Computer Entertainment Europe, sowie Kaz Hirai, CEO von Sony Computer Entertaiment Inc., die Strategie für die kommenden 12 Monate offenbarte.
Sony sieht sich im Vergleich mit Nintendo und Microsoft als der Player, der am breitesten aufgestellt ist. Während Nintendo mit Wii und DS in erster Linie den Non- und Casual Gamer anspricht und Microsoft nur im Hardcore-Gamer-Bereich stark ist, will Sony mit der PlayStation-Produktfamilie jeden potentiellen Gamer erreichen. Für den Non- und Casual-Gamer gibt’s EyeToy, SingStar und Buzz! sowie bald Home und Little Big Planet, für den Vielspieler Resistance, Gran Turismo 5 Prologue, und bald Killzone 2 oder Resistance 2.
Kaz Hirai, CEO von SCEI
Kaz Hirai betonte in London, dass der Hardcore-Gamer wieder mehr im Fokus steht als in den letzten Jahren, wo mit den erwähnten Casual-Serien sowie der PSP vor allem neue Zielgruppen erschlossen wurden. Doch seit der Tokyo Game Show im September 2007 gibt Sony bei den Spielen für den „echten Gamer“ wieder mehr Gas.
Standen vor einigen Jahren noch (temporäre) Exklusivtitel wie GTA oder Final Fantasy im Mittelpunkt jeder Sony-Pressekonferenz, so wurde nun in London die Bedeutung von Haze oder Metal Gear Solid 4 nur am Rande erwähnt. MGS 4 war sogar, bis auf die Erwähnung des MGS 4-Bundles (wir berichteten) überhaupt nicht präsent und auch Final Fantasy XIII wurde nicht angesprochen, was nicht für eine baldige (Europa)-Veröffentlichung dieses Spiels spricht.
Dafür war ein Kollege von Sony Pictures anwesend, der die Vorzüge von BD Live präsentierte (wir berichteten). Und Shawn Decker, General Manager von EA DICE, der eine sehr coolen Mirror’s Edge-Trailer dabei hatte (KLICK). Allerdings kommt das Spiel auch zeitgleich für PC und Xbox 360, so dass das Herausheben dieses Titels etwas seltsam anmutete.
Ted Price von Insomniac Games (Resistance 2) war auch in London.
Einen weiteren Fokus setzt Sony in den Bereichen Multiplayer und Community. „Wir glauben, dass jedes Spiel eine starke Online-Community braucht“, so Ted Price, Präsident von Insomnia Games, bei der Vorstellung von Resistance 2. Die Community soll selbst kreativ werden können, zum Beispiel auf der Website www.myresistance2.net eigene Bilder veröffentlichen oder mit Little Big Planet gemeinsam Objekte basteln können. Bereits jetzt könnt ihr ja mit SingStar eigene Videos hochladen und mit anderen Usern teilen. Letztlich ist es aber nur logisch, dass auch Sony dem Web-2.0-Trend folgt und auf Nutzer-generierte Inhalte setzt.
Ein ganz wichtiger Baustein in Sonys Strategie ist – trotz der neuerlichen Verschiebung – das PlayStation Home. Kaz Hirai entschuldigte sich noch einmal für die Verspätung, begründete diese aber damit, dass man Home erst dann veröffentlichen wolle, wenn man bei Sony mit dem Produkt 120 Prozent zufrieden ist.
Zu guter Letzt kündigte Sony einen GT5-Prologue-Wettbewerb an. GT Academy ist ein europaweiter Wettkampf, der in Zusammenarbeit mit Nissan veranstaltet wird. Über sieben Monate messen sich die besten GT5-Fahrer online, um schließlich auf einer echten Rennstrecke bei einem echten Rennen teilzunehmen. Als Hauptpreis winkt ein Nissan 350 Z!
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