Playstation VR 2: Sony, das reicht noch nicht! - Meinung Seite 1
Kolumne
Während der State of Play mit Spielen für PS5 und PS4 spielte auch PSVR 2 eine Rolle. Aber die war nicht groß genug, findet Redakteur Lukas Schmid.
Darum umso verwunderlicher, dass die State of Play nicht genutzt wurde, um wenigstens diesen Faktor herauszustreichen. Wir haben keinen Preis erfahren, keinen Release-Termin oder auch nur einen Release-Zeitraum über 2023 hinaus, nicht einmal PSVR 2 in Bewegung gab's zu sehen. Nach wie vor sind alles, was wir von der Brille und den Motion Controllern haben, ein paar Hardware-Bilder und Spec-Tabellen. Und so günstig wird PSVR 2 dann wohl auch nicht werden, wenn man mal den 400-Euro-Preis des Vorgängers als Grundlage nimmt.
Schätzen wir mal 400 bis 500 Euro, dann noch die notwendige PS5 für ebenfalls 400 bis 500 Euro, sind wir bei 800 bis 1000 Euro, die nicht jeder mal so nebenbei zur Hand hat. Und ja, auch, wenn es bei PSVR 2 nur noch ein Kabel ist, diese Hardware-Gebundenheit ist trotzdem ein Faktor, der vielen VR-Interessierten ein Dorn im Auge ist. Es hat schon einen Grund, warum Meta Quest 2 an allen anderen VR-Brillen vorbeizieht. Kostet vergleichsweise wenig, erfordert sonst keinerlei Hardware und kann überall genutzt werden. Ich hab mal VR-Tischtennis auf einem leeren Parkplatz gespielt. War superlustig, sowohl für mich als wohl auch für etwaige vorbeigehende Beobachter.
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Und: Da gibt es auch nicht diesen Blockbuster-Anspruch. Die natürlich schwächere Power im Vergleich zu PC-VR oder zukünftig halt PSVR 2 ist meiner Meinung nach ein unerwarteter Segen.
Quelle: Sony
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Denn mit weniger finanziellem Risiko durch eine kostengünstigere Entwicklung geht auch größerer Mut zu etwas andersartigen Projekten einher, und da Meta Quest 2 durch den Erfolg für viele Entwickler die Lead-Plattform ist, gibt's dann auch auf anderen Brillen entsprechend kreative Ideen. Hätte mir früher einmal jemand gesagt, dass ich ganze Abende mit 3D-Puzzles in VR verbringen würde, hätte ich ihn wohl ausgelacht.
Ja, dadurch wird Grafik-Fortschritt potenziell zurückgehalten, aber ich halte es sogar für gut, wenn tolle Spiele mal nicht nur dadurch kategorisiert werden, wie realistisch sie die Hautporen ihrer Hauptfigur berechnen können.Auch lesenswert: PS5 kaufen: Letzte Chance - Controller zum Superpreis & nächster PS5-Drop bei Amazon in Vorbereitung (vom 7. Juni)
Das soll in keiner Weise eine Abrechnung mit PSVR 2 sein. Schlussendlich stehe ich natürlich auch auf Blockbuster-Games, und ich werde mir die Sony-Brille mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit holen. Ich meine, alle Resident Evil Village in VR - super!
Aber Sony hätte eben noch viel mehr sein, noch viel mehr tun können. Der Playstation-Konzern hätte VR helfen können, endlich auf die große Bühne zu gelangen und auch die noch nicht Überzeugten oder bisher Uninteressierten für sich zu gewinnen.
Ich sehe nicht, dass das der Anspruch ist, den Sony mit PSVR 2 hat, ich sehe bloß ein weiteres Gaming-Projekt, dass man halt auch nebenher anbieten will. Und ich hoffe, dass ich mich irre. Denn auch, wenn VR nicht die Zukunft sein mag, ist es doch zukunftsweisend. Also, mit Blick auf Videospiele. Nicht mit Blick auf das Metaverse. Ach, das Metaverse! Ein guter Witz.
