Nahezu zeitgleich mit dem Start des dritten Kinofilms erleben Sie auch auf der PlayStation3 die neuen Abenteuer von Captain Jack Sparrow.
Grafisch zwiespältig
Hässlicher Halunke: Mit dem glibberigen Oberschurken Davy Jones bekommen Sie es bis zum Finale häufiger zu tun.
Sie beginnen in der Rolle von Johnny Depp als Captain Jack Sparrow, der gerade der dunklen Zelle einer Kerkerfestung entkommt. Unser Held findet sofort einen Säbel und macht sich gleich daran, einen Kumpan aus dem Gefängnis zu befreien. Über die Select-Taste werfen wir zunächst einen Blick ins Logbuch, das uns im Verlauf des Abenteuers über zu erledigende Aufträge, Feinheiten der Steuerung und Erfolgsstatistiken informiert. Jack bewegen Sie aus der Third-Person-Perspektive mit dem linken Analog-Stick, über den rechten wird die Kamera um ihn herum gedreht und in der Höhe justiert. Ein kleiner Kompass zeigt den richtigen Weg durch völlig linear aufgebaute Levels. Verirren wird sich in diesem Spiel garantiert niemand.
Kneipen-Keilerei: Ob mit dem Säbel oder wie hier mit blanken Fäusten – Jack weiß sich immer zu wehren.
Grafisch ist der erste Eindruck zwiespältig. Einerseits wurde Jack mit seiner kapriziösen Gestik und Mimik wunderbar authentisch in das Spiel transportiert. Die grundsätzliche Level-Architektur gefällt ebenfalls. Am Rande des Verlieses rotiert eine gigantische Holzmaschinerie, dunkle Rauchschwaden steigen auf und der Innenhof des Gefängnisses ist mit Gegenständen und Feuerquellen ansprechend ausgeschmückt. Dagegen stechen niedrig aufgelöste Texturen und eine latente Farbarmut sofort negativ ins Auge. Dynamische Lichteffekte fehlen völlig. Im Vergleich hierzu schauen manche PS2-Titel – wie beispielsweise God of War 2 oder Tomb Raider: Anniversary – insgesamt besser aus. Auch deswegen, weil die Grafik teilweise arg ins Ruckeln kommt, und das, obwohl die technischen Möglichkeiten der PS3 nicht ansatzweise genutzt werden. Akustisch sorgt dagegen die Mischung von Themen des Filmsoundtracks mit neuen Kompositionen für passendes Fluch der Karibik-Flair. Auf die Original-Stimmen wurde jedoch verzichtet.
