Pillars of Eternity 2-Preview: Charaktersystem, schöne Grafik, Fazit
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Was für Änderungen hat Obsidian Entertainment am Skill- und Klassensystem von Pillars of Eternity 2: Deadfire vorgenommen? Wir erklären alles Wichtige und werfen einen genaueren Blick auf die detailreiche 2D-Grafik des Rollenspiels.
Wie eure Haudegen ihre Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände einsetzen, dürft ihr in Pillars of Eternity 2 komplett automatisieren: Obsidian hat sich an ein mächtiges Tool aus Dragon Age: Origins erinnert, das bislang viel zu selten in modernen Rollenspielen Verwendung fand - den KI-Editor! In diesem für Pillars of Eternity-Spieler neuen Bildschirm legt ihr auf Wunsch en détail fest, wie sich eure Party-Mitglieder im Fall eines Kampfes verhalten sollen. Für jeden Charakter könnt ihr eine von mehreren vorgefertigten Verhaltensweisen aktivieren - oder ihr legt neue Vorlagen an.
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Quelle: Obsidian Entertainment
Im Deadfire-Archipel balgen sich die Fraktionen um die wertvolle Adra-Ressource (grüner Stein).
Die enorme Komplexität des Editors erlaubt viele Freiheiten; ihr legt wie bei einer Programmiersprache Bedingungen wie "Gegner in Nahkampfreichweite" fest und sagt dem Spiel anschließend, welche Aktionen das zur Folge haben soll, etwa einen bestimmten Zauber auf Gegner oder Verbündete zu sprechen. Noch dazu lässt sich eine optionale Zeitverzögerung für das Ausführen dieser automatischen Order einstellen. Ihr dürft beliebig viele Befehle und Bedingungen in ein Verhaltensset programmieren sowie die Reihenfolge und Wichtigkeit anpassen. Knobelfans und Hardcore-Taktiker können so das perfekte KI-Verhalten für jedes Mitglied ihrer Abenteurergruppe ausbaldowern, beeindruckend! Wer dagegen lieber jede Einzelheit selbst kontrolliert, deaktiviert einfach die Party-KI und macht im Gefecht alles von Hand.
Pillars of Eternity 2-Klassen: Einzel oder Doppel?
Neben Ressourcen und Ermächtigungen hat Obsidian noch eine Veränderung am Charaktersystem der Pillars of Eternity-Serie vorgenommen: In Teil 2 gibt es jetzt Unterklassen und die Möglichkeit, mehrere Professionen zu kombinieren! Jede der elf Klassen bietet nun bis zu fünf weitere Spezialisierungen an, so könnt ihr einen Barbaren sowohl im herkömmlichen Sinne spielen als auch als Berserker oder Leichenfresser (isst nichtmenschliche tote Gegner, um sich zu heilen). Priester verschreiben sich einem von fünf Göttern, Zauberer wählen eine besondere Magieschule - das bringt Vorteile wie spezielle Talente oder Boni auf Attribute mit sich, im Ausgleich werden diese Charaktere jedoch anderswo benachteiligt.
Quelle: Obsidian Entertainment
Der Charaktereditor bietet mehr Optionen als in Teil 1, auch was optische Veränderungen angeht.
Das Multiclassing-Feature erlaubt derweil Mischklassen wie Jäger (Krieger plus Waldläufer) oder Arkaner Krieger (Zauberer plus Paladin). Solche Kombinationen dürfen bei jedem Stufenaufstieg neue Fähigkeiten aus beiden Klassen wählen, allerdings erhöht sich ihr Machtlevel langsamer als bei Charakteren mit nur einer Klasse. Je mehr Macht, desto stärkere Skills stehen euch zur Verfügung und umso größer der Bonus auf niedrigstufige Zauber und Fähigkeiten, wodurch diese im Spielverlauf nicht nutzlos werden.
Wunderschöne 2D-Welten
Dank überarbeiteter Technik (zum Einsatz kommt erneut Obsidians modifizierte Version der Unity-Engine) gehört Pillars of Eternity 2: Deadfire zu den aktuell schönsten 2D-Spielen. Die handgezeichneten Hintergründe kommen höher aufgelöst als im Vorgänger daher, sodass auch in der höchsten Zoom-Stufe kein Detail verschwimmt. Neue Wind- und Wettereffekte hauchen den Szenarien Leben ein, am Strand der Beta-Insel fliegen Möwen hin und her und das Meer brandet realistisch gegen die Klippen. Gegenstände wie Windspiele bewegen sich in einer leichten Brise und bei Sturm flattern die Gewänder der Figuren.
Quelle: Obsidian Entertainment
Schick: Vegetation bewegt sich im Wind, Wetter- effekte verleihen den Kulissen mehr Leben.
Außerdem haben NPCs jetzt einen geregelten Tagesablauf; sie bewegen sich vom Fleck, gehen schlafen oder in die Taverne. Das trägt zur Glaubwürdigkeit der Umgebungen bei: In Teil 1 standen die Figuren noch wie angewurzelt da. Zudem sehen die Polygon-Modelle von Monstern, NPCs und Helden nun deutlich detaillierter aus. Ladezeiten beim Betreten von Häusern und dem Wechsel von Gebieten fallen im Vergleich zum Vorgänger deutlich kürzer aus; auf unserem Testrechner mit SSD-Festplatte mussten wir nie länger als zehn Sekunden warten, bis der nächste Bildschirm geladen war.
Und auch bis zum Release dauert trotz einer Last-Minute-Verschiebung auch nicht mehr lange: Am 8. Mai sticht Pillars of Eternity 2 in See - zumindest am PC, die Konsolenversionen für PS4, Xbox One und Nintendo Switch sollen im Laufe des Jahres 2018 folgen.
