Phoenix Point-Vorschau: Gegner-KI mit Baukasten-System Fazit
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Für die Preview zu Phoenix Point sprach PC Games exklusiv mit Chefdesigner Julian Gollop und erfuhr so unter anderem Details zur revolutionären Alien-KI und den mutierenden Gegnern.
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Phoenix Point-Preview: Wandelbare Alien-KI
Anfangs beinhart, gegen Ende ein Kinderspiel: Lernkurve und Schwierigkeitsgrad waren bei XCOM-Spielen schon immer knifflig auszubalancieren. Phoenix Point geht das Problem auf besondere Weise an. Der intelligente Virus, der für die Beinahe-Ausrottung der Menschheit verantwortlich ist, stellt aus unterschiedlichen, prozedural generierten Komponenten einen Monstertyp zusammen, der in den Kampf gegen das Phoenix-Team zieht. Erweist sich die erschaffene Einheit als effektiv, wird sie beim nächsten Mal erneut aufgeboten; fährt sie eine Niederlage nach der anderen ein, geht es zurück ans Reißbrett und der Virus optimiert das Design mit einer anderen Art von Waffe oder aber gibt einer völlig neuen, stärkeren Art von Mutant den Vorzug - bis der Spieler lernt, deren Fähigkeiten zu kontern und der Virus erneut umdisponiert. So wird der Schwierigkeitsgrad stets an das Können des Spielers angepasst.
Quelle: Snapshot Games
Die Gegner-KI erstellt garstige Monster, deren Zusammensetzung teils vom Zufall bestimmt wird.
Phoenix Point bietet eine große Bandbreite an unterschiedlichen Monstern, von den winzigen Kreaturen im Nebel über Larven, die sich durch den Boden buddeln, bis hin zu fliegenden Schwarmeinheiten und riesigen Bossgegnern, die in der komplett zerstörbaren Umgebung Deckungsmöglichkeiten einreißen, indem sie sich einfach nur umdrehen. Zu Beginn versucht die Künstliche Intelligenz noch, mit simplen Designs das Phoenix-Team zu besiegen. Wenn das nichts bringt, steht der nächste Schritt auf der Evolutionsleiter an.
Dank prozeduraler Generation der "Bauteile" soll für Abwechslung gesorgt sein; der modulare Aufbau erlaubt das selektive Austauschen von Kopf, Körper und Gliedmaßen wie einem integrierten Maschinengewehr. Jedes Körperteil beeinflusst Attribute wie Mobilität, Rüstung, Ausdauer und Willenskraft. Die KI setzt solange auf eine erfolgreiche Mutation, bis der Spieler die richtige Gegentaktik gefunden hat.
Die Alien-Typen sind hochspezialisiert und verfügen stets nur über ein oder zwei Spezialfähigkeiten. Zum Beispiel stoßen sogenannte Sirenen einen Schrei aus, der die Willenskraft der Phoenix-Soldaten reduziert. Weil als fehlerhaft eingeschätzte Mutationen komplett eingestellt werden, wird es laut Julian Gollop auf den Schlachtfeldern stets nur eine überschaubare Anzahl unterschiedlicher Alien-Varianten auf einmal geben.
Rundenkämpfes: Altes X-COM und neues XCOM vereint
Quelle: Snapshot Games
In den Kampfeinsätzen gebt ihr bei Phoenix Point aus der isometrischen Perspektive Befehle - Runde für Runde.
Viele Gedanken hat sich Julian Gollop um die rundenbasierten Taktikkämpfe gemacht. Hierfür setzt er auf eine Kombination aus Oldschool-Features wie im allererersten X-COM/UFO und dem Komfort sowie der Präsentation der neuen XCOM-Spiele. So haben die Soldaten ein begrenztes Inventar und müssen für Spezialfähigkeiten (Psi-Skills, automatische Gegenangriffe, Overwatch und das Anvisieren von einzelnen Gliedmaßen) auf ein Konto von Willensksraft-Zählern ähnlich der Aktionspunkte früherer Spiele zurückgreifen.
Der Bewegungsradius wird dafür genau wie im Firaxis-XCOM mit zwei farblich unterschiedlichen Zonen begrenzt. Allerdings dürft ihr euren Soldaten neue Befehle geben, wenn sie während einer Bewegung Gegner erspähen oder das Feuer von Aliens beziehungsweise menschlichen Feinden auf sich ziehen. Die Widersacher laufen nicht wie in XCOM 2 in Gruppen über die Karte und suchen automatisch Deckung (ein System, das schon für viele Wutanfälle auch beim Autor dieser Zeilen gesorgt hat).
Dafür gibt es knifflige Bosskämpfe gegen wahrlich riesige Monster und steuerbare Fahrzeuge wie Panzer sowie Geschütze und Drohnen. Diese bedient vorrangig der Techniker, eine von drei Basisklassen in Phoenix Point. Dazu kommen Scharfschütze und Stoßtruppe - klassische Rollen, die im Spielverlauf auf Wunsch fünf Spezialisierungen erfahren. Je nachdem, mit welcher Fraktion ihr sympathisiert, erhaltet ihr zudem exklusive Anpassungsoptionen und Talente im Fähigkeitenbaum. So könnt ihr gezielt Alien-Mutationen auslösen, um die Attribute eurer Soldaten zu verbessern - oder ihr setzt auf künstliche Prothesen, Exosuits sowie Jetpacks.
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Quelle: Snapshot Games
Phoenix Point umfasst drei Basisklassen, die sich mit gesammelter Erfahrung noch spezialisieren können.
Wie viele Einheiten in ein Squad passen, darüber diskutiert Snapshot Games noch intern, von sechs bis 16 Soldaten ist alles möglich. Geplant ist, mehrere Squads an ein Missionsziel schicken zu können - oder aber parallel zwei Einsatzteams an unterschiedliche Orte zu senden. Außerdem gibt es manchmal Artillerie-Unterstüung von außerhalb der Map. Auf eure Truppen müsst ihr gut Acht geben: Beim Ableben droht der Permadeath und Verstärkungen sind rar. Außerdem können die Soldaten den Verstand verlieren, begünstigt durch Verletzungen oder den Tod von Kameraden. Im Vergleich zu XCOM 2 sollen die Kämpfer aber laut Julian Gollop ein bisschen mehr aushalten; wenn eine Einheit alle Lebenspunkte verliert, ist sie erst einmal bewusstlos und kann immer noch am Ende der Mission ausgeflogen werden, um sich im Hospital zu erholen.
Aktuell überlegt Gollop noch, ob sich Spieler Unterstützung aus dem Freundeskreis holen dürfen: Phoenix Point könnte demnach eine Koop-Variante und andere Multiplayer-Modi enthalten, bei Tests im Studio kontrollieren andere Spieler bereits die Aliens. Bis zum Phoenix Point-Release Ende 2018 bleibt Snapshot Games freilich noch viel Zeit, um solche Features final festzuzurren. Offizielle Webseite: www.phoenixpoint.info
