Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!

Test Michael Grünwald 26,99 €
Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!
Quelle: Starbreeze Studios/Deep Silver

In unserem ausführlichen Test hatten wir viel Spaß mit Payday 3. Warum der Shooter bisher dennoch viel Potenzial liegen lässt, erfahrt ihr hier.

Schwammiger als Spongebob

Gerade da Payday 3 für einen Shooter nicht das beste Gunplay besitzt. Die Schießereien machen dennoch Spaß, hinken im Vergleich mit anderen Marken allerdings deutlich hinterher. Mit Maus und Tastatur lassen sich die unterschiedlichen Schießeisen noch relativ gut kontrollieren, mit dem Gamepad gleichen die Ballereien beinahe einer Lotterie. Dabei gilt: Je weiter die Feinde entfernt sind, desto wackeliger wird das Zielen. Und zwar nicht auf eine realistische Art und Weise, sondern auf eine extrem frustrierende.

Noch dazu haben die Waffen ein furchtbares Treffer-Feedback und auch die Sounds der Hitmarker klingen mehr nach einem Tacker auf Hochtouren als nach einschlagenden Kugeln. Schon in den Vorgängern hatte die Payday-Reihe ähnliche Probleme und daran scheint sich auch in der Fortsetzung nicht viel getan zu haben. Zumindest eine große Auswahl an Knarren steht uns zur Verfügung. Mit aufsteigendem Level schalten wir ganz klassisch nach und nach verschiedene Waffen und Aufsätze frei. Sturmgewehre, MPs und Pistolen lassen sich unter anderem mit Schalldämpfern und Magazinerweiterungen ausrüsten.

Figur läuft aus Ego-Ansicht mit gezogener Pistole in einem Museum auf Laser zu Quelle: Starbreeze Studios Das ganze Zeug kaufen wir zwischen den Runden beim Waffenhändler. Die Wummen haben zwar stolze Preise, aber wir verdienen aufgrund der abgeschlossenen Überfälle natürlich auch ordentlich Schotter. Beim Schneider und beim Maskenhändler erwerben wir außerdem Klamotten und Masken für den einzigartigen Look.

Zusätzlich gibt's noch verschiedene Granaten und andere nützliche Gadgets wie Schutzwesten oder Munitionstaschen. Vor jeder Runde sollten wir also im Team besprechen, welche Ausrüstung wir uns zusammenstellen. Zumindest für den Fall, dass wir uns doch für die Gewaltvariante entscheiden, denn bei einem lautlosen Durchlauf sind die meisten Gegenstände und Knarren absolut wertlos.

Richtig viel Skill

In einem riesigen Fähigkeitenbaum können wir zudem unseren Spielstil festlegen. Aus 17 unterschiedlichen Klassen können wir einige Skills auswählen, die wir für sinnvoll halten. Jede Klasse hat vier bis sechs erweiterte und eine finale Fähigkeit.

Als Stratege lässt sich beispielsweise ein Ziel mehr und 20 Sekunden länger markieren. Mit dem Hacker-Skill können wir Kameras manipulieren und im weiteren Verlauf sogar Funkgeräte der Wachen als Ablenkung benutzen.

Räuber stehen mit umhängender Maske an einem Geländer Quelle: Starbreeze Studios

Wenn wir bestimmte Fähigkeiten des Manipulierers auswählen, fesseln wir unter anderem Geiseln 50 Prozent schneller und auch der Austausch geht zügiger über die Bühne. Im weiteren Verlauf bekommen wir sogar Hilfe von gefesselten Passanten, sobald wir niedergeschossen wurden.

Um die Skills freischalten zu können, lassen sie sich erforschen und durch deren Benutzung erhalten wir Zugriff auf die weiteren Fähigkeiten. Die Auswahl ist gewaltig, allerdings sind etliche Skills ebenfalls nicht für einen lautlosen Heist ausgelegt, was wir wiederum extrem schade finden.

Technische Vollkatastrophen

Zu guter Letzt kommen wir noch zum aktuellen technischen Zustand von Payday 3. Schon vor dem Release gab es Probleme mit der Vorbestellerversion im Playstation Store. Dort landete nämlich eine nicht spielbare Beta anstelle des fertigen Spiels. Und diese Schwierigkeiten zogen sich auch über alle Plattformen am Veröffentlichungswochenende hinaus. Aufgrund des großen Ansturms waren die Server größtenteils down und wegen des Online-Zwangs nur das Tutorial spielbar.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk