Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!

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Payday 3 im Test: Der Heist-Shooter tritt auf der Stelle!
Quelle: Starbreeze Studios/Deep Silver

In unserem ausführlichen Test hatten wir viel Spaß mit Payday 3. Warum der Shooter bisher dennoch viel Potenzial liegen lässt, erfahrt ihr hier.

Profi-Dieb oder Massenmörder

Wie bereits erwähnt, stehen uns im Endeffekt zwei Varianten zur Verfügung, um an die Beute zu kommen. Einerseits schleichen wir uns heimlich, still und leise in die Gebiete und infiltrieren jeden Abschnitt ganz vorsichtig von innen heraus. Dabei hacken wir uns in Kameras und erstellen einen Video-Loop, klauen Schlüsselkarten sowie QR-Codes und deaktivieren bestimmte Sicherheitssysteme. Sobald wir in einem privaten Bereich entdeckt werden, begleitet uns die Wache noch ein letztes Mal in eine öffentliche Area - quasi als eine Art letzter Warnung. Beim zweiten Mal sind wir gezwungen, uns die Maske überzustülpen und die Security schnellstmöglich lautlos zu beseitigen.

Das macht das heimliche Vorgehen zwar noch nicht komplett zunichte, erschwert es jedoch maßgeblich. Sobald uns nun eine Person sichtet, müssen wir entweder die Zivilisten einschüchtern und fesseln oder eine Wache töten, da sie sonst den Alarm auslöst. Nach dem Überwältigen erhält das Sicherheitspersonal noch einen Funkspruch, auf den unsere Figur mit einem meist ganz witzigen Spruch antworten kann. Viermal steht uns dieses Feature auf drei der vier Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, beim fünften Mal bleibt die Antwortmöglichkeit aus und die Sirenen heulen auf. Auf Overkill, dem höchsten Schwierigkeitsgrad, gibt's sogar eine leitende Wache mit unendlichen Funksprüchen.

Vier Charaktere mit Beute am Rücken schießen auf Feinde Quelle: Starbreeze Studios Die andere Möglichkeit ist im Grunde einfach erklärt: alles kurz und klein schießen. Und das kann man durchaus wortwörtlich nehmen, denn am Ende eines erfolgreichen Überfalls gehen bei manchen Heists mindestens 100 tote Polizisten und Spezialeinsatzkräfte auf unser Konto.

Die rücken nämlich Welle für Welle an und je nach Dauer unseres Diebstahls werden die Einheiten immer stärker. Neben gut gepanzerten Gegnern stellt uns das Spiel zwischendurch Feinde mit Taser sowie eine Art Ninja gegenüber. Wer kennt sie nicht, die lautlose, Salti schlagende Sondereinsatzkraft der Polizei.

Verhandlungsbasis

Ein neues Feature in Payday 3 lässt uns mit den Cops zwischen den heranstürmenden Wellen verhandeln. Wir können uns durch den Austausch von Zivilisten mehr Zeit bis zum nächsten Angriff erspielen.

Allerdings ist die Möglichkeit viel zu rudimentär integriert. Nachdem wir zunächst eine Geisel für ein paar Sekunden mehr Zeit aus unserer Gewalt entkommen lassen, sind es beim nächsten Mal schon mehrere. Spätestens ab der dritten Verhandlungsphase wird es bereits schwierig, genug Zivilisten ausfindig zu machen.

Die Entwickler von Starbreeze Studios hätten sich durchaus durchdachtere Optionen überlegen können; beispielsweise durch den Geiselaustausch einen besseren Standort für unseren Fluchtwagen.

Der spawnt nämlich auf allen Karten beinahe immer an der identischen Stelle. Wie wir unsere Beute aus den Locations bekommen, verändert sich lediglich aufgrund unserer gewählten Spielweise - also lautlos oder mit Krawall.

Charaktere flüchten mit Beute am Rücken Quelle: Starbreeze Studios

Einmal ist es uns außerdem passiert, dass wir in einem heimlichen Solodurchlauf die komplette Beute ergaunerten, nur um dann festzustellen, dass unser Fluchtwagen mitten auf der Hauptstraße vor der Bank erschien. Nachdem wir bereits die Maske übergezogen hatten, hieß das im Gegenzug natürlich, dass die Mission nicht mehr auf die stille Art abgeschlossen werden konnte. Solche Kleinigkeiten zerstören leider ziemlich den Spielspaß.

Zumindest bei einem lautlosen Durchlauf sollte es möglich sein, am Ende die Maske wieder abzuziehen und in cooler Bankräuber-Manier mit dicken Säcken voller Geld aus dem Schauplatz zu schlendern.

Vor allem in den geglückten Momenten zeigt Payday 3 nämlich seine absolute Stärke. Sobald ein Plan aufgeht und wir mit den Taschen voller Moneten und Schmuck am Wagen stehen, kommt ein extrem befriedigendes Gefühl auf. Ganz anders ist die Stimmungslage dagegen, wenn wir sämtliche Polizisten und Zivilisten auf dem Gewissen haben. Daher finden wir es schade, dass die heimlichen Möglichkeiten doch sehr begrenzt sind.

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