Payday 3 in der Hands-on-Vorschau: Games as a Promise
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Wir waren in Stockholm, um die Heist-Shooter-Fortsetzung Payday 3 zu spielen. Die bringt einige sinnvolle Neuerungen mit sich, für die Fans des Vorgängers könnte sich der Titel aber wie ein Rückschritt anfühlen. Warum, lest ihr in unserer Vorschau.
Mit dem Payday-Franchise möchte Entwickler Starbreeze das Gefühl eines Heist-Movies auf die heimischen Spielgeräte bringen. Inspiriert von Filmen wie Michael Manns "Heat", Tarantinos "Reservoir Dogs" oder der "Mission Impossible"-Reihe dreht sich im Live-Service-Shooter alles um die korrekte Ausführung eines Plans und das Chaos, das folgt, wenn ein Schritt unweigerlich danebengeht. Im bevorstehenden dritten Teil soll das Gameplay für neue Spielerinnen und Spieler zugänglicher gemacht und gleichzeitig die sehnlichsten Wünsche der treuen Community erfüllt werden - zumindest mit der Zeit. Neben der Releaseversion werkelt das Team nämlich an einer umfangreichen Post-Launch-Strategie, die zahlreiche, teilweise gravierende Anpassungen bereithalten und über die nächsten Jahre ordentlich Zaster in die Firmenkasse spülen soll. Wie bei den Raubzügen im Spiel können sich diese Pläne aber jederzeit ändern, sollte sich eine Entscheidung als falsch herausstellen. Aber kommen wir zuerst zu den Aspekten, die sich bereits im Spiel befinden und von denen wir uns vor Ort ein Bild machen konnten:
Die Story setzt nach den Ereignissen des Vorgängers ein und dreht sich vorerst um die Kerntruppe aus dem Erstling Payday - The Heist. Dallas, Chains, Hoxton und Wolf segelten am Ende von Teil zwei mit prall gefüllten Taschen in ihren höchst unverdienten Ruhestand und ließen ihre Karrieren als Panzerknacker hinter sich. In der Gegenwart werden sie plötzlich von einer noch unbekannten Partei ihrer Beute beraubt und gezwungen, erneut in ein Leben als Superkriminelle zurückzukehren. Neben der Originalcrew soll es bei Release zwei zusätzliche Spielfiguren geben, deren Identität aber noch nicht enthüllt wurde.
Ein einfacher Plan
Das Spielprinzip hat sich im Vergleich zu Payday 2 kaum verändert. Wir überfallen in Vierergruppen eine von acht verfügbaren Locations, die sich diesmal alle in New York City befinden. Zwei Level waren in unserer Version spielbar, eine Bank und ein Kunstmuseum.
Bevor wir mit dem Herumräubern anfangen, wählen wir unseren Charakter sowie Ausrüstung und Spezialfähigkeiten. Der Loadout ist nicht an eine bestimmte Figur oder Klasse gebunden, sondern kann frei zusammengestellt werden. Wir entscheiden uns für Tools, die dabei helfen, länger unentdeckt zu bleiben oder die ordentlich Schaden anrichten und rüsten uns mit Waffen, Wurfgeschossen, Heilung, Munition, und einer Superwaffe aus, die wir später im Level freischalten können. In unserer Version gab es in der letzten Kategorie nur ein Scharfschützengewehr und einen Granatwerfer. Bei den regulären Schusswaffen steht uns hingegen ein breites Buffet aus halb- und vollautomatischen Maschinengewehren, Schrotflinten, MPs und Pistolen zur Verfügung. Die Schießeisen können, genau wie die Outfits der Gangster, bestehend aus Anzug und Maske, im Shop mit Ingame-Währung gekauft und nach Lust und Laune mit Farben, Mustern und Stickern personalisiert werden.
Quelle: Starbreeze Studios
Die Fähigkeiten lassen sich ebenfalls frei wählen. Zwar gibt es verschiedene Kategorien von Talenten, alles darf jedoch kombiniert werden. Insgesamt können wir 21 dieser passiven Boni in unser Repertoire aufnehmen. Wir verbessern unter anderem unsere medizinischen Fähigkeiten, Stealth oder die allgemeine Mobilität. Manche Talentkategorien müssen erst erforscht werden, einzelne Fähigkeiten in den jeweiligen Kategorien werden nach und nach durch Erfahrung in dem speziellen Bereich freigeschaltet.
Quelle: Starbreeze Studios
Sobald wir unsere Auswahl getroffen haben, starten wir unseren Beutezug: Wir sollen den Tresorraum einer Bank ausräumen und anschließend mit dem Geld über die Straßen und schließlich in einem Fluchtwagen entkommen.
Vom Raub zur Geiselnahme
In der ersten Phase laufen wir unmaskiert herum und erregen noch nicht die Aufmerksamkeit von Wachleuten oder Zivilisten. Wir können das Gebiet auskundschaften und beispielsweise Kameras markieren oder Keykarten von Wachleuten mopsen. Die Optionen halten sich in Grenzen, auch weil die Mobilität in dieser Phase noch eingeschränkt ist und wir nicht in der Lage sind zu springen oder über Zäune zu klettern. Im Banklevel demonstrieren uns die Entwickler stolz, dass wir zum Beispiel die Rolladen herunterlassen können, sodass von außen niemand hineinsehen kann. Was genau das bringt, wissen wir allerdings beim besten Willen nicht. Im Vergleich zu Titeln wie Hitman, in denen in den Levels viele kleine Ereignisse und Funktionen versteckt sind, die es zu entdecken gilt, ist das Auskundschaften in Payday eher eine Pufferzone, um sich vor dem eigentlichen Heist mit Teammitgliedern zu besprechen als eine tatsächliche Gameplayphase.
Quelle: Starbreeze Studios
Bevor der losgeht, sollten wir uns nämlich entscheiden, ob wir lieber auf leisen Sohlen oder mit einem lauten Bums zum Safe vordringen möchten. Theoretisch können wir jede Mission abschließen, ohne dass Alarm ausgelöst wird, was den Vorteil mit sich bringt, dass dann niemand auf uns schießt. Sobald auch nur ein Teammitglied erwischt wird, ist der Schleichspaß aber zwangsläufig vorbei.
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Wir entscheiden uns vorerst für die grobe Variante, streifen unsere Masken über und eröffnen das Feuer auf das Sicherheitspersonal, um direkt unsere Intentionen darzulegen. Während wir uns einen Weg durch den gesperrten Bereich der Bank schießen, steht auch schon die Polizei auf der Matte und umringt das Gebäude. Statt abzuwarten, bis die Beamten die Bank stürmen, können wir in Payday 3 (jetzt kaufen 8,89 € / 26,99 € ) neuerdings versuchen, mit ihnen zu verhandeln. Im Austausch gegen Geiseln, die wir obendrein als menschliche Schutzschilde verwenden können, gewähren uns die Cops etwas mehr Zeit bei unserem kriminellen Projekt. Eine friedliche Lösung lässt sich jedoch nicht herbeiführen: Früher oder später kommt es zwangsläufig zu Feuergefechten mit der Polizei, die Welle um Welle bessere Ausrüstung erhält.
Quelle: Starbreeze Studios
Während wir mit Thermit versuchen, ein Loch in die Decke des Tresorraums zu brennen, macht uns gleichzeitig die Gendarmerie Feuer unterm Hintern. Schon ganz normale gepanzerte Einheiten stecken für Shooterverhältnisse viel ein, Schildträger und Elitegegner sorgen erst recht für leergeschossene Magazine. Um nicht überwältigt zu werden, müssen wir auch in hektischen Phasen versuchen, Headshots zu erzielen und einen guten Überblick bewahren, um nicht aus Versehen allein in eine Gruppe Cops zu spazieren und ausgeknockt zu werden.
Insbesondere in der Fluchtphase artet der Raubzug schnell in Chaos aus. Jedes Teammitglied kann gleichzeitig nur eine Tasche mit Geld zum Auto tragen, was bedeutet, dass wir die restlichen Moneten zurücklassen und später holen müssen. Was sich bei einem Bankraub noch recht simpel gestaltet, weil das Diebesgut an einem einzigen Ort gelagert wird, ist das in anderen Leveln deutlich schwieriger zu koordinieren.
Quelle: Starbreeze Studios
Wird ein Teammitglied besiegt, haben wir kurz Zeit, um ihm wieder auf die Beine zu helfen, bevor der Kollege in Polizeigewahrsam genommen wird und etwa eine Minute aussetzen muss. Verlorene Lebensenergie lässt sich mit Heilungspacks wiederherstellen. Die müssen allerdings zu Beginn ins Inventar gepackt und anschließend in der Spielwelt zur Abholung platziert werden. Haben alle Räuber den Fluchtwagen erreicht, endet die Mission und wir erhalten unsere Belohnung. Das Erfüllen von optionalen Zielen erhöht unsere Bewertung, Ausrutscher wie das Töten von Zivilisten führen zu Abzügen.
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