Past Cure: Das Indie-Actionspiel in der Vorschau mit Video
Special
Phantom 8 Studio aus Berlin gibt es noch nicht lange. Trotzdem will das kleine Team von mittlerweile zehn Entwicklern noch dieses Jahr sein Spiel Past Cure auf den Markt bringen. Das Studio hat interessante Ansätze, was Story und Gameplay betrifft. Ob es aber auch ein Independent-Triple-A-Titel werden kann, wie es das Team nennt, wollen wir in der Vorschau für euch herausfinden.
Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten zwei Freunde, Simon und Roman, eine Vision. Sie wollten ein einzigartiges Indie-Spiel von hoher Qualität erschaffen. Ende 2015 wurde die Idee geboren, bereits im Januar 2016 gründeten die beiden die Phantom 8 Studios mit Sitz in Berlin. Schon bald kamen Entwickler aus aller Welt hinzu und langsam aber sicher begann das Spiel mit dem Namen Past Cure Gestalt anzunehmen. Im vierten Quartal 2017 will das Studio bereits sein Spiel für PC, PS4 und Xbox One sowohl als Download als auch als Retail-Version auf den Markt bringen.
Past Cure in der Vorschau: Inception + Fight Club + John Wick
Die Entwickler haben sich vom Film Inception inspirieren lassen und auch John Wick und Fight Club haben Einfluss auf das Gamedesign gehabt. Der Protagonist im Third-Person-Spiel ist Ian. Er ist ein Ex-Elitesoldat und wurde jahrelang in einem Gefängnis in Europa festgehalten. Nachdem er frei
Quelle: Phantom 8 Studio
Je öfter Ian seine speziellen Fähigkeiten benutzt, desto mehr sinkt sein Sanity Metre, das heißt seine geistige Gesundheit.
kommt, will er Rache üben, was auch sonst. Mithilfe seines Bruders Marcus und der geheimnisvollen Doppelagentin Sophia will er die Männer finden, die ihn so lange Zeit gefangen gehalten haben und sie für ihren Verrat bestrafen. Er stellt sich gegen osteuropäische Kartelle, skrupellose Wissenschaftler und geheime Logen. Soweit, so actionlastig.
Aber es geht in Past Cure nicht nur um wildes Geballer und Rache. An Ian wurden Experimente durchgeführt. Dadurch bekommt er Fähigkeiten wie Gedankenmanipulation und so etwas wie Telekinese, was sich im Spiel Flying Mind nennt. Doch seine neu gewonnenen Kräfte haben ihren Preis: Ian verfällt immer mehr dem Wahnsinn, je öfter er sie benutzt. In seinen Träumen findet er sich in einer Albtraumwelt wieder, die einen noch viel schlimmeren Gegner birgt, als die Realität.
Past Cure in der Vorschau: Zwei Welten - mehr Gameplay
Ihr habt richtig gelesen! Im Singleplayer-Spiel agiert ihr in zwei Welten: Der realen Welt und Ians Albtraumwelt. Erinnert ein wenig an The Evil Within,
Quelle: Phantom 8 Studio
In der Albtraumwelt trifft Protagonist Ian auf einen Gegner, der auch übernatürliche Kräfte zu haben scheint.
nicht wahr? Anders ist jedoch, dass die beiden Welten immer mehr verschmelzen, je mehr Ian dem Wahnsinn verfällt. Hier zeigt sich auch die große Besonderheit an Past Cure. Das Spiel vermischt verschiedene Genres auf wunderbare Weise. In der realen Welt stehen Stealth- und Action-Elemente im Vordergrund. Zwar könnt ihr auch erkunden und es gibt einige wenige Puzzle, jedoch solltet ihr euch vor allem schleichend durch die Level bewegen. An manchen Stellen im Spiel ist das nämlich essentiell, hier kommt ihr mit reiner Waffengewalt nicht weit.
Das Kämpfen selbst beschränkt sich nicht nur auf Schusswaffen, Ian ist auch ein geübter Martial-Arts-Kämpfer. Für diese Bewegungen hat Phantom 8 Studios keine Mühen gescheut und Motion Captures mit einem Mixed-Martial-Arts-Weltmeister erstellt, um möglichst realistische Kampfszenen
Quelle: Phantom 8 Studio
Die Entwickler haben Motion Capturing verwendet, um die Kampfszenen realistisch darzustellen.
darzustellen. Am interessantesten sind jedoch Ians psychische Fähigkeiten. Mit dem Flying Mind kann sein Geist quasi seinen Körper verlassen. So kann er beispielsweise Überwachungskameras ausschalten oder Gegner ausspionieren. Durch die (geskriptete) Gedankenmanipulation erfährt er wichtige Storyelemente. Je länger er jedoch seine Fähigkeiten nutzt, desto mehr sinkt sein Sanity Metre, also seine geistige Gesundheit. Halluzinationen sind die Folge, die sich dann auf Sicht und Motorik auswirken. Mit bestimmten Pillen könnt ihr Ian wieder in den Normalzustand versetzen. Past Cure kommt jedoch ohne Gesundheitsanzeige aus und das Benutzerinterface ist auch so minimal wie möglich gehalten.
In der Albtraumwelt wartet ganz anderes Gameplay auf euch. Hier herrscht der Survival-Horror vor. Weiße, männliche Wesen, die aus Porzellan zu bestehen scheinen, sind hier eure Gegner, die ihr mit Waffen und Fäusten abwehren und denen ihr entfliehen müsst. Die Steuerung überzeugt hierbei auch für weniger Shooter-geübte Menschen (wie mich), auch wenn es keinerlei große Missionstutorials gibt. Phantom 8 Studios hat die Ambition, den Spieler intuitiv durch Licht, Text und Dialog durch Past Cure zu führen.
Past Cure in der Vorschau: Die Zeit läuft
Die verwendete Unreal Engine sorgt für eine solide, jedoch nicht überragende Grafik. Wobei man hier auch beachten muss, dass das Team von Phantom 8 Studios gerade einmal zehn Entwickler umfasst und das Spiel selbst noch nicht sehr lange in der Entwicklung steckt. Wie sich Past Cure
Quelle: Phantom 8 Studio
Immer wieder muss sich der Ex-Elitesoldat den merkwürdigen Wesen in seinen Albträumen stellen.
noch entwickeln kann, seht ihr vermutlich Ende des Jahres. Bis dahin wurde vielleicht auch die aktuell noch etwas steif wirkende, nur auf Englisch verfügbare Vertonung verbessert. Doch sowohl die geheimnisvolle Story um Exsoldat Ian, als auch die verschiedenen Spielwelten mit unterschiedlichem Gameplay sorgen für große Erwartungen bei dem kleinen Entwicklerteam. Ob sie Past Cure wirklich bis Ende des Jahres fertig kriegen, bleibt abzuwarten.
