Party Animals gespielt: Süße Tierchen, besoffen und gewaltbereit
Special
Party Animals will Fall Guys, Among Us und Co. die Party-Krone klauen. Wie das gelingen soll? Mit Chaos, Gewalt, Contact High und süßen Häschen. Vorschau!
Und das Herumgewobbel der Figuren setzt sich in allen anderen Bereichen fort, denn die Physik-Engine des Spiels ist es, die den ganzen Spaß erst, ähm, spaßig macht. Man rempelt aneinander, wird nach einer Attacke wild durch die Gegend geschleudert, muss sich am Rande des U-Boots festhalten, um nicht unterzugehen und wedelt dabei wild durch den Wind und, und, und. Zusätzliches Chaos gibt es bei den Zweierteam-Runden durch diverse Waffen, die man aufheben und dann noch effektiver agieren kann; im Austausch dafür, dass man das Ding erst zeitintensiv ablegen muss, um sich gegen einen grapschenden Gegner zur Wehr zu setzen.
Dann feuert man zum Beispiel mit einer Armbrust durch die Arena, schlägt mit einem Baseballschläger zu oder wirft mit einem Bumerang - gutes Zeug. Alles sehr charmant, und die charmante Gestaltung zieht sich bis zum Ergebnisbildschirm. Da sind alle Tierchen zusammen zu sehen, jeder kann weiterhin herumlaufen und sich auf die süße Schnuffelnase geben, bis irgendwann ein Timer abgelaufen ist und ein chaotisches Erinnerungsbild voller süßer Tierchen einfängt, die alle ins Rampenlicht wollen. Völlig sinnfrei natürlich, aber eine nette Idee!
Nicht alles fein in der Tierwelt
Alles fein also? Großteils ja. Sorgen mache ich mir derzeit aber noch bezüglich der Rundenlänge. Die war nämlich immer zu ausufernd, und so spaßig das Spektakel ist, wären kürzere Sessions meiner Meinung nach dem Spielspaß zuträglich.
Klar, wir spielten auf der Gamescom in voller Mannstärke und ich gehe davon aus, dass man die Anzahl der Runden individuell einstellen kann. Aber vor allem beim sinkenden U-Boot fielen sogar die Einzelrunden sehr, sehr lang aus. Bis das blöde Ding endlich unter Wasser ist, vergeht viel Zeit.
Quelle: Recreate Games
Vor allem, wenn man früh ausscheidet, ist das ein Problem. Dann kann man die verbleibenden Spieler zwar aus dem aus Off mit geworfenen Items ärgern, aber ansonsten minutenlang nur zuschauen.
Gut, ich muss mich auch selbst an der Nase nehmen, da ich in den ersten zwei Runden nicht verstanden hatte, dass man sich mit etwas Geschick zurück aufs U-Boot arbeiten kann, wenn man ins kühle Nass geworfen wurde und meinen Hasen wehrlos untergehen ließ. Aber trotzdem!
Was noch sehr offen bleibt, ist die Frage, wie viel Langzeitspaß in Party Animals steckt. Ja, das, was ich spielen konnte, machte echt Laune. Aber darüber hinaus? Die einzelnen Spiele sind recht aufwendig gestaltet, Hunderte verschiedene Varianten sollte man sich also nicht erwarten.
Und sonst so?
Neben den zwei spielbaren Modi wird es noch einen dritten Modus namens Arcade geben, der laut offizieller Webseite "die Spiele umfasst, von denen die Entwickler nicht wussten, wo sie sonst hinpassen".
Versprochen werden dort auch "viele, viele Maps", die man neben den Startkarten auf noch unbekannte Art und Weise wird freischalten können. Auf der Webseite lassen sich aktuell 30 Stück zählen, ob unterschiedliche Maps für genügend Varianz sorgen, um das im Kern natürlich immer gleiche Gameplay zu tragen, muss sich noch zeigen.
In diesem Sinne: macht Spaß, aber ob Party Animals zum Dauerbrenner wird, kann erst der Live-Betrieb zeigen. Ein wichtiger Faktor wird natürlich auch die Frage sein, ob und falls ja in welchem Rhythmus die Entwickler neue Inhalte nachliefern, die das Gameplay durcheinanderwirbeln. In diesem Sinne: Ich gehe mich jetzt nach meinen zwei Runden Party Animals erst einmal ausnüchtern.
