Party Animals gespielt: Süße Tierchen, besoffen und gewaltbereit
Special
Party Animals will Fall Guys, Among Us und Co. die Party-Krone klauen. Wie das gelingen soll? Mit Chaos, Gewalt, Contact High und süßen Häschen. Unsere Vorschau!
Ich schwöre, ich habe nichts gesoffen, bevor ich zu meinem Anspieltermin für Party Animals auf der Gamescom 2023 gegangen bin. Und auch, als ich bei Microsoft am Stand war und dort den Titel ausprobierte, der noch diesen September für PC und Xbox-Konsolen erscheinen soll, griff ich nur zum Wasser, nicht zum Wodka. Mit einem ganz schönen Brummschädel verließ ich die Demostation dann dennoch, und mit einigen wissenden Blicken der chinesischen Entwickler von Recreate Gamers im Nacken.
Don't drink and play
Wer sich jetzt fragt, was Party Animals ist: Der Titel wurde erstmals 2020 vorgestellt und ist, der Titel lässt es schon vermuten, ein Partyspiel. In den vergangenen Jahren war er immer wieder mal spielbar, zuletzt etwa im Juni für Steam-User im Rahmen des Summer Game Fest 2023. Und mein eingebildeter Alkoholkonsum ist auf die Natur des Spiels zurückzuführen: Darin stolpert man nämlich dermaßen träge und bewegungseingeschränkt durch die Gegend, als hätte man gerade zwei Flaschen Strohrum geext. It's not a bug, it's a feature, und zwar wirklich, denn das fröhliche Herumgetorkel ist nicht auf mangelnde Kompetenz der Entwickler zurückzuführen, sondern natürlich Teil des Spaßfaktors.
In bester Manier zahlloser Spiele ähnlicher Machart stellt sich das große Gelächter in den Mutiplayer-Runden genau deswegen ein, WEIL niemand wirklich Kontrolle über das hat, was er tut; so gut umgesetzt wie in Party Animals habe ich den Effekt aber noch selten erlebt.
Denn: Die Figuren steuern sich nicht einmal per se schlecht, aber eben so gewollt schwammig, dass man zügig in den Besäufnis-Vibe hinüberrutscht. Don't drink the alcohol. Feel the alcohol!
Jetzt aber mal ab auf die Party. Was also macht man in Party Animals? Nun, man tritt gegeneinander an. In der Demo verfügbar waren zwei verschiedene Spielarten: Ein kooperativer Modus, in dem man eine Art leuchtenden Bobbel zusammen mit seinem Team aus drei weiteren Mitstreitern auf einem Feld ins gegnerische Tor befördern muss.
Hase, du bleibst hier!
Dann gab es noch eine Zweierteam-Variante, in der es ums pure Überleben geht. Mein kleines Häschen wurde an Deck eines langsam sinkenden U-Boots gesetzt. Wer sich am Ende noch irgendwie an der Spitze der Radarantenne des untergehenden Metallkoloss klebte, hatte gewonnen.
Quelle: Recreate Games
Ja, Häschen, denn der Name ist Programm: Alle Teilnehmer der Mehrspielergaudi schlüpfen in die Gestalt von wirklich unverschämt putzig gestaltetem Getier; da gibt es Nemo, den Corgi, Otta, den Otter, Bacon, das Schweinchen (natürlich), Carrot, das Häschen, Barbie, den Gorilla und noch eine Handvoll andere Fell-, Feder- und Schuppenträger, insgesamt zum Launch zwölf Stück.
Gewalt ist eine Lösung
Und wie man das von Vorbildern wie Happy Tree Friends kennt, ergibt sich ein weiterer Teil des Spaßes daraus, diese extrem putzigen Gesellen dann in ausufernde Keilereien zu schicken, die so gar nicht zum zuckersüßen Vibe passen wollen.
Aber keine Sorge, wenn ihr vorhatten, den Titel mit euren Kindern zu spielen: Kinderfreundlich bleibt es trotzdem, es fließt kein Blut, es gibt keine Verletzungen, es wird nicht geflucht. Die Diskrepanz zwischen Design und Gameplay wird erreicht, ohne auszuarten und ganze Altersgruppen auszuschließen - finde ich auch deutlich charmanter.
Der talentierte Mr. Hasi
Was mich etwas überraschte: Nicht nur die behäbigen Bewegungen der Figuren sorgen für Chaos und Inkompetenz am laufenden Band, generell ist die Steuerung vergleichsweise umfangreich.
Bildergalerie
Laufen, Dinge festhalten, werfen, rempeln, Kopfnüsse und mehr - die Figuren verfügen über ein vergleichsweise großes Portfolio an Aktionen. Also nicht riesig, man hat es trotzdem recht bald raus. Ich benötigte aber dennoch bei beiden Spielarten erst einmal ein, zwei, drei Runden, bevor ich es raus hatte und effektiv agieren konnte.
