Park Beyond in der Vorschau: Ein Angriff auf Genre-Primus Planet Coaster?

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Park Beyond in der Vorschau: Ein Angriff auf Genre-Primus Planet Coaster?
Quelle: Bandai Namco

Die Entwickler von Limbic Entertaiment haben Park Beyond angekündigt und wir stellen euch das Spiel in der Vorschau einmal genauer vor. Während einer Präsentation haben uns die Entwickler schon viele Details zum Parkbaumanager verraten und ganz besonders ihr neuartiges Feature namens Impossification vorgestellt.

Die Entwickler von Limbic Entertainment haben im Rahmen der Gamescom 2021 ihr neuestes Projekt mit dem Titel Park Beyond vorgestellt. Das Studio aus Langen bei Frankfurt war in den vergangenen Jahren vor allen für Might & Magic Heroes 6 und 7 sowie dessen diverse Erweiterungen bekannt und hat zuletzt erfolgreich Tropico 6 auf den Markt gebracht. Mit Park Beyond beginnt für das deutsche Studio nun eine Zusammenarbeit mit Bandai Namco, die vor rund zwei Jahren entstanden ist und über diesen einen Titel hinausgehen soll. Wir konnten uns auf einem digitalen Event im Vorfeld der Gamescom schon einmal von den Machern selbst erklären lassen, was Park Beyond auszeichnen und von anderen Genre-Kollegen unterscheiden soll.

Impossification

Zur Einstimmung zeigten uns die Entwickler den Ankündigungstrailer, der auch während der Gamescom Opening Night Live der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Schon während dieses kurzen Videos wird deutlich, dass Park Beyond nicht nur ein catchy Titel ist, sondern tatsächlich über das hinausgehen soll, was man sonst von Parkmanagern gewohnt ist. Dazu wird auch im Trailer schon der eigens dafür kreierte Fachbegriff genannt - Impossification.

Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (12) Quelle: Bandai Namco Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (12) Dahinter verbirgt sich das Konzept, dass im Park völlig übertrieben wird und Attraktionen jenseits der eigenen Vorstellungskraft und der Gesetze der Physik realisiert werden. Dabei soll es sich jedoch weder um Magie oder Science-Fiction, sondern lediglich ausgesprochen gute Ingenieurskunst handeln. Was wir uns darunter vorzustellen haben, machen die Entwickler zunächst an einer Reihe von Standard-Attraktionen deutlich. So wird aus einem klassischen Pferdekarussell ein dreistöckiges Gebilde mit ausgetüfteltem Zahnräderwerk.

Noch abgefahrener wird es bei den Impossification-Stufen des Riesenrades. Beim ersten Upgrade werden daraus zwei übereinanderliegende Räder, die ihre Gondeln untereinander austauschen. In seiner finalen Form wird daraus schließlich ein Monster aus elf verschiedenen großen Rädern, das die Fahrgäste auf einen unvergleichlichen Trip durch Schlangenlinien und verschiedene Richtungsänderungen führt. Man baut also zunächst einen recht normal aussehenden Park mit Karussells, Riesenrädern und anderen bekannten Fahrgeschäften. Durch das Forschungssystem im Spiel, werden dann aber nach und nach für die einzelnen Attraktionen die abgefahreneren Stufen freigeschalten, die natürlich mehr Besucher anlocken.

Fliegende Achterbahn

Dieser "Over the Top"-Ansatz hört aber nicht bei regulären Fahrgeschäften auf. Denn was wäre ein Freizeitpark ohne Achterbahnen? Richtig, langweilig. Zum Bau von spektakulären Strecken haben die Entwickler ein modulares Bausystem entwickelt, das zugleich einfach zu handhaben und individuell anpassbar sein soll. Neben klassischen Achterbahn-Elementen wie Kettenzüge, Booster und Loopings wird es sogenannte "Impossified Modules" geben. In diesen vollführen die Bahnwaggons Sprünge über Rampen oder werden gar durch eine Kanone durch die Lüfte geschossen. Natürlich landet das Gefährt danach wie von Zauberhand wieder perfekt auf der Schiene und setzt seine Fahrt fort.

Ein interessantes Detail des Bausystems während der Vorführung war eine Anzeige der voraussichtlichen Geschwindigkeit des Achterbahnzuges an der aktuell platzierten Curser-Position. Auf diese Weise hat man während des Baus immer im Blick, ob der Schwung des Wagens für die geplante Streckenführung noch ausreicht. Damit könnte das händische Bauen einer Achterbahn deutlich weniger in Trial&Error ausarten, als es bei Planet Coaster gerne mal der Fall ist. Um sich das Ergebnis der eigenen Baubemühungen anzuschauen, ist natürlich auch eine First-Person-Kamera integriert, mit der wir unsere waghalsigen Sprünge und Abgründe selbst erleben können. Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (8) Quelle: Bandai Namco Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (8)

Geschichten eines Parkmanagers

All die Möglichkeiten verrückte Achterbahnen zu bauen und Fahrgeschäfte mit der Impossification weiterzuentwickeln können auf den ersten Blick recht komplex wirken. Aber Park Beyond (jetzt kaufen 59,89 € / 26,99 € ) wird euch nicht nur in den Sandkasten werfen, wo ihr mit all den Optionen auf einmal klarkommen müsst. Das Spiel bekommt auch eine storygetriebene Kampagne spendiert, in der man Schritt für Schritt an verschiedene Features herangeführt wird. Im Mittelpunkt stehen Charaktere wie Gründer Phil und Finanzchefin Izzy, deren unterschiedliche Persönlichkeiten und Ziele immer wieder für Konflikte sorgen sollen.

Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (9) Quelle: Bandai Namco Park Beyond: Vorschau zum neuen Parkbaumanager von Limbic (9) Die Geschichte ist auf der einen Seite mit spannenden Wendungen linear gehalten, bietet aber auch Raum für Individualisierung. Vor jeder Mission gilt es in einem Meeting der Führungsebene die Ideen und Ziele für die nächste Mission abzustecken. Das läuft in Form von Dialogen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten ab. Daraus resultieren dann verschiedene Milestones und dazugehörige Belohnungen, die es währen der Mission zu erreichen gilt. In Park Beyond geht es nämlich nicht nur um den Spaß am Bauen, der Park muss am Ende auch wirtschaftlich funktionieren.

Dazu gilt es die Bedürfnisse, Budgets und die Zufriedenheit von Besuchern zu berücksichtigen, genauso wie die Ausstattung und das Training der eigenen Mitarbeiter. Neben Attraktionen muss also auch für Shops, Verpflegungsstände, Toiletten und andere Annehmlichkeiten gesorgt werden. Für diese Gebäude denken die Entwickler übrigens auch schon über mögliche Impossification-Schritte nach.

Candyland

Damit es nicht allzu schnell langweilig wird, soll es verschiedene thematische Ausrichtungen geben, nach denen man seinen Park gestalten kann. Bauen wir an einem Tag ein pink-lilanes Schlaraffenland mit riesigen Donuts, Kuchenstücken und Cremetorten an jeder Ecke, wechseln wir beim nächsten Mal vielleicht auf ein Western-Szenario, wo Gebäude in der typischen Holzbauweise daherkommen. Über weitere Themenbereiche wollten die Entwickler jetzt noch nichts verraten.

Der allgemeine Grafikstil und die Darstellung von Besuchern und Parks machen auf jeden Fall deutlich, dass man sich mit Genre-Primus Planet Coaster messen will. Potential dafür ist in den kreativen Ideen der Entwickler von Limbic Entertainment auf jeden Fall vorhanden. Ob sie es auch ausschöpfen können, zeigt sich dann im kommenden Jahr. Irgendwann im Verlauf von 2022 soll Park Beyond für PC, PS5 und Xbox Series S/X erscheinen.

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