Ein neues Abenteuer beginnt für Papier-Mario. Das bietet zwar keine Rückkehr zum klassischen Kampfsystem der Serienanfänge, aber dafür viele neue interessante Minispielideen. Wir stellen euch Paper Mario: Color Splash vor.
Ein Sturm zieht auf über der kleinen Hütte auf der wunderbar idyllischen Wiese. Fenster verriegeln, Türen schlie- ßen und sich mit einer Decke vor den Kamin setzen: Klingt eigentlich sehr erträglich, dachte sich wohl auch Mario, als das Wetter beschloss, die Welt kurzzeitig untergehen zu lassen. Klopf, klopf. Wer wagt sich denn bei so was noch vor die Tür? Peach und Toad kommen mit einer Botschaft zu Mario, mit finsterer Miene und eng in ihre Mäntel gewickelt. Peach hat einen merkwürdigen Brief erhalten, ein leeres Blatt, nur die Form lässt Schlimmes vermuten. Es sieht aus wie ein Toad, dem sämtliche Farbe entzogen wurde. Doch Mario lässt sich hiervon nur kurz schocken und bricht mit seinen Kumpanen sofort auf, um den Ursprung dieses Grauens zu ergründen. Das Ziel: die Insel Prisma.
Alles im Eimer
Hier angekommen, erwartet euch zunächst eine ziemlich leere Geisterstadt. Hier und da wirkt die Welt etwas farblos. Handwerker Mario möchte sich gleich ans Werk machen und den seltsamen, plötzlich aufgetauchten
Quelle: PC Games
Die Welt steht kopf bei Mario. Einige Shyguys haben nichts Besseres zu tun, als die papierige Welt ein wenig aufzurollen und so für Chaos zu sorgen.
Farbeimer öffnen, aber - oh Schreck! - er lebt! Begrüßt Farbian! Ja, ihr habt richtig gelesen, welch UNGLAUBLICHER Wortwitz! Das ist euer treuer Gehilfe und, nun ja, Farbeimer. Dieser ersetzt Kersti aus dem Vorgänger Paper Mario: Sticker Star und versucht dementsprechend, auch genauso lustig zu sein - oder eben auch nicht, man möge sich überraschen lassen. Ob nun Krone oder Eimer, es muss Farbe ins Spiel gebracht werden! Dafür müsst ihr die verlorenen Farbsterne, zu vergleichen mit den Royalstickern des vorherigen Teils, suchen und finden. Daran hindern euch natürlich wieder Massen an Gegnern und manchmal auch Hunderte von tollpatschigen und nicht gerade beliebten Toads.
Im Westen nichts Neues
Auch auf der E3 wurden nicht viele Neuerungen bezüglich des Kampfsystems preisgegeben. Statt Sticker müssen wir uns dieses Mal mit Karten verteidigen. Statt auf Ausdauerpunkte müssen wir wohl vermutl
Quelle: PC Games
Neu in Sticker Star 2.0: Gegnerkarten, die einstige Fieslinge für euch kämpfen lassen. Um sie zu bekommen, müsst ihr diese aber vorher besiegt haben.
ich auf unseren Farbbalken achten, schließlich müssen die Karten erst bemalt werden. Wie schon in Sticker Star lassen sich laut gezeigtem Bildmaterial wieder viele große Angriffe durch Spezialkarten entfesseln. Ein paar Beispiele wären hierbei ein Feuerlöscher oder eine Batterie, die offensichtlicherweise einen Elektroangriff auslöst. Diese Attacken werden besonders bei großen Bossen, zum Beispiel bei Bowsers Schergen Morton, nötig. Letzterer greift euch nämlich mit einem brennenden Hammer an. Ist ja nicht so, als hätte man einen fliegenden, selbst denkenden Eimer und auf einer Insel (!) Wasser in greifbarer Nähe...
Einschneidende Erlebnisse
Die Logik von manchen Videospielen sollte man einfach nicht infrage stellen, eure Logik jedoch ist in kleinen offensichtlichen, aber auch
Quelle: PC Games
Das Ausschneiden des Hintergrunds verwandelt die 3D-Welt in die altbekannten 2D-Sidescroller
versteckten Rätseln gefragt. Es reicht nicht, nur leere Flecken mit Farbe zu füllen, oft müsst ihr euch laut der E3-Präsentation auch die Zweidimensionalität des Papiers zu eigen machen, um Hindernisse zu überwinden. Wie im neuesten Trailer gezeigt, könnt ihr euch somit einfach einen Weg schneiden! Ein eigentlich unwichtiger Hintergrund wird so schnell zum Hügel, über den ihr auf die andere Seite eines Flusses gelangt. Trotz dieser Mechanik, die auch bereits aus dem Vorgänger bekannt ist (dort klebte man jedoch Sachen auf bestimmte Stellen in der Spielwelt, statt diese auszuschneiden), sollte man nie die dritte Dimension vergessen. Denn hinter vielen Hindernissen wie Steinen oder Büschen verbergen sich weitere Rätsel und deren Belohnung, wenn ihr sie meistert.
Grafik top, Gameplay flop?
Auch wenn das Kampfsystem immer noch nicht überzeugen kann, wie schon in unserer letzten Vorschau ausgiebig besprochen, haut einen zumindest die Grafik vom Hocker und gehört keinesfalls in den Eimer (öhöhöhöhö). Natürlich ist alles in Paper Mario: Color Splash aus Papier und farbenfroher, als man träumen mag. Auch die Actionsequenzen, Spezialangriffe und Minispiele - Ausschnitte davon seht ihr in den Bildern - machen ordentlich was her. Der neueste Teil der Paper Mario-Reihe kitzelt somit auf jeden Fall das Maximum an Grafik aus der Wii U heraus. Ob das und ein paar tolle Gameplay-Ideen jedoch reichen, um alteingesessene Fans von den erfahrungspunktefreien Kämpfen zu überzeugen, bleibt bis Oktober noch unklar.
