Der Early-Access-Report: Eine Bestandsaufnahme
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Es hat sich zu einem der beliebtesten Vertriebsmodelle der letzten Jahre etabliert: Dank Early Access können wir ganz offiziell unfertige Spiele erwerben und live bei der Entwicklung mit dabei sein. Doch freilich haben sich auch einige schwarze Schafe unter das Erfolgskonzept gemischt und die Kritik, dass Kunden insgeheim zu zahlenden Beta-Testern verdonnert werden, ist ebenso wenig verstummt. Deshalb ist es an der Zeit, nach knapp einem Jahrzehnt eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Supergiant Games hat es geschafft: Nach ihren Achtungserfolgen von Bastion bis Pyre erklommen die US-Entwickler mit Hades den Olymp der besten Spiele des vergangenen Jahres und erreichten bei Metacritic.com mit 93 Punkten einen der höchsten Wertungsschnitte überhaupt. Weil es das erste Mal ist, dass eine solche Leistung von einem ehemaligen Early-Access-Titel vollbracht wurde, könnte man also mutmaßen: Das Action-Rollenspiel ist deshalb so gut geworden, weil "wir" mitreden durften.
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Hades erschien erstmals 2018 und war zunächst exklusiv im Epic Games Store erhältlich, wo es Interessenten für faire 20 Euro erstehen konnten. Besonders interessant ist die Begründung der Macher, warum es erst zu einem späteren Zeitpunkt im deutlich besser besuchten Steam Store zu haben war: Man wollte sich zu Beginn auf eine Plattform konzentrieren und obendrein nicht zu viele seiner langjährigen Fans verunsichern, die kein Interesse an einem unfertigen Spiel hatten.
Der Plan hat offenkundig funktioniert: Die folgenden zwei Jahre nutzte Supergiant Games vortrefflich, um zusammen mit der Community über Discord ein herausragend balanciertes Action-Schlachtfest mit intelligenten Rollenspiel-Features, cleveren Rogue-Elementen und einer enorm umfangreichen Story zu kreieren. Natürlich ist Hades ein Musterbeispiel für einen Trend, der noch gar nicht so alt ist. Man darf schließlich nicht vergessen: Den Kunden bewusst mit in den Entwicklungsprozess einzubeziehen und ihm die verschiedenen sowie unfertigen Stationen eines Spieles zu offenbaren, galt noch vor 20 Jahren als absolutes Marketing-Gift.
Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
Ein Umdenken entstand wie so oft in der Spielebranche dank mutiger Projekte, die sich gegen gängige Normen stellten und einfach ihr eigenes Ding durchzogen. Zu den frühesten und zugleich erfolgreichsten Beispielen gehörte das monumentale Action-Rollenspiel Mount & Blade, in dem Entwickler TaleWorlds trotz stereotypischem Mittelalter-Setting auf Fantasy-Elemente verzichtete und dem Spieler möglichst viele Freiheiten gewährte.
Quelle: The Fun Pimps / Medienagentur plassma
7 Days to Die ist ein sehr beliebtes Sandbox-Spiel, das jedoch seit über sieben Jahren im Early Access feststeckt. Und auch nach dieser langen Entwicklungszeit weist es immer noch einige sehr auffällige Grafik-Bugs auf.
Die Alpha-Version erschien bereits 2004 und somit fast eine Dekade vor der Entstehung des Early-Access-Programms. Das fertige Spiel erntete 2008 zwar eher mittelmäßige Kritiken, weil es nach wie vor verbuggt und überambitioniert wirkte. Jedoch hatte sich eine treue Fangemeinde um das Projekt geschart, weshalb Mount & Blade genügend Geld in die Kassen der Entwickler spülte. Kein Wunder also, dass TaleWorlds seit knapp einem Jahr an einem offiziellen Nachfolger werkelt - natürlich mit Hilfe von Early Access.
Das zweite Vorzeigebeispiel heißt Minecraft. Was 2009 mit einer Pre-Release-Version begann, mauserte sich im Laufe der folgenden zwei Jahre zu einem schleichenden Hit. Nach der Fertigstellung von Version 1.0 ruhte sich Entwickler Mojang Studios allerdings nicht aus und addierte fleißig weitere Features, was Minecraft letztlich zum bis dato weltweit meistverkauften machte.
Den Begriff "Early Access" haben wir wiederum den Half-Lifer-Erfindern von Valve zu verdanken, die das gleichnamige Programm im März 2013 auf ihrer digitalen Vertriebsplattform Steam starteten. Ob GOG, Xbox Store oder PSN - Im Laufe der Jahre zogen viele Konkurrenten nach, die ähnliche Projekte ankurbelten und nur anders benannten. Die Idee ist jedoch überall die gleiche: Entwickler erhalten die Option, offiziell ein unvollständiges Spiel zu verkaufen und gemeinsam mit der Community fertigzustellen.
Quelle: Larian Studios / Medienagentur plassma
Aufgrund des hohen Verkaufspreises und dem großen Namen gibt es bereits einige Rezensionen zu Baldur's Gate 3, obwohl sich das Rollenspiel nach wie vor in der Early-Access-Phase befindet.
Leider kristallisierte sich schon früh eine der größten Schwachstellen des Konzepts heraus: Am ersten Tag debütierten zwölf Spiele auf Steam, darunter Klassiker wie Kerbal Space Program oder Prison Architect, die man bereits seit ein bis zwei Jahren direkt von den Entwicklern erwerben konnte. Letztlich wurden von diesem Dutzend nur neun Programme beendet - und ehrlich gesagt müsste man das Weltraumspiel Kinect Void zusätzlich abziehen, weil die Entwickler ihre Arbeiten Ende 2014 vorzeitig einstellten und einfach den Early-Access-Status abschalteten.
Deshalb sind je nach Rechnung ein Drittel bis ein Viertel bis der ersten Early-Access-Titel gescheitert, und das Verhältnis scheint sich seither eher verschlechtert zu haben.
In der Entwicklungshölle
Ein weiteres Problem von Early Access ist das immer weiter voranschreitende Verschwimmen der Grenze: Wann ist ein Spiel "fertig" und wann befindet es sich noch in der Entwicklung? Ein besonders prägnanter Fall ist der Zombie-Survival-Mix 7 Days to Die, der bereits seit 2013 als Early Access erhältlich ist und für den immer noch fleißig neue Updates erscheinen. Zudem sind die Wertungen auf Steam konstant positiv, was auf eine breite Unterstützung der Community hindeutet.
Quelle: Fleon Games / Medienagentur plassma
Die Idee von Elmarion: Dragon Time ist eigentlich ganz nett. Doch leider wirkt die bislang veröffentlichte Version sehr schlicht, weshalb sich der Entwickler besser um die Fertigstellung kümmern und nicht weitere neue Projekte anfangen sollte.
Allerdings fühlt sich das Spiel trotz aller Stärken auch sieben Jahre später unfertig an - diverse technische Unzulänglichkeiten und die optisch arg zweckmäßige Benutzerführung lassen grüßen. Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob sich Entwickler The Fun Pimps jemals um das Feintuning bemühen oder lieber bis in alle Ewigkeiten an neuen Features werkeln möchte. Frei nach dem Motto: Wieso sollten wir unseren Kurs ändern, wenn wir aktuell so erfolgreich sind?
7 Days to Die offenbart zugleich noch eine Schwachstelle: Während die zwischendurch veröffentlichten Konsolenversionen von der Fachpresse mit meist niedrigen Wertungen abgestraft wurden, gibt es kaum eine ordentliche Kritik über das PC-Original. Viele Magazine zieren sich nämlich, Early-Access-Titel überhaupt zu rezensieren. Und die wenigen vorhandenen Artikel erinnern oft an Previews: vorausschauend, hoffnungsvoll und selten kritisch.
Somit entsteht der Hype in der Regel viral und via Twitch-Streams, aufgrund derer so mancher Sleeper-Hit von heute auf morgen zum Star aufsteigt. Doch darunter sammeln sich Berge voller Early-Access-Spiele, für die sich der unentschlossene Käufer nur auf die User-Wertungen von Steam und Co. verlassen kann. Die fallen wiederum eher positiv auf, weil erneut Schwachstellen mit einem "Es ist ja noch kein fertiges Spiel!" kleingeredet werden.
Quelle: Supergiant Games / Medienagentur plassma
Vom gemeinsamen Community-Projekt zum besten Spiel des Jahres 2020: Hades gilt als ein modernes Vorzeigeprojekt, wie man mit überschaubaren Mitteln – und nebenbei komplett ohne Crunch – einen weltweit gefeierten Hit gestaltet.
Das führte dazu, dass von einem der aktuell beliebtesten Spiele kaum Kritiken existieren: Fortnite. Eigentlich wollte sich Epic Games anno 2017 auf die Rette-die-Welt-Kampagne konzentrieren und entschied sich in diesem Zuge für eine Veröffentlichung im Early Access. Doch mit dem Sprung auf den Battle-Royale-Zug änderten sich die Prioritäten. Anstatt von einem unfertigen Spiel zu reden, verwies man lieber auf den höchst beliebten Free2Play-Modus und sprach auch nicht mehr von "Updates", sondern von Staffeln, die Fortnite nach und nach erweiterten.
Mitte 2020 entschied sich Epic Games dazu, den Early-Access-Sticker zu entfernen. Jedenfalls hat so gut wie kein Magazin seither einen Test zu Fortnite geschrieben - und schon gar nicht über "Rette die Welt". (Anm. d. Red.: Bei uns gibt es übrigens einen Test)
Begriffsstutzigkeit
Wird dann doch einmal ein Early-Access-Titel wie ein "normales" Spiel behandelt, dann meist aus den falschen Motiven heraus. Das beste Beispiel ist das berühmt-berüchtigte PlayerUnknown's Battleground (2017), kurz PUBG: Als Durchbruch des Battle-Royale-Genres gefeiert, erreichte der Hit im Laufe seines ersten Jahres über 40 Millionen Käufer. Ein Großteil davon kam bereits in der Early-Access-Phase zustande, die von März bis Dezember 2017 andauerte. Aus diesem Grund erhielt PUBG bei den jährlichen Game Awards mehrere zugkräftige Nominierungen, darunter für das beste Spiel und das beste Multiplayer Spiel des Jahres. (Unser PUBG-Test.)
Quelle: Mojang Studios / Medienagentur plassma
Es ist schwer anzunehmen, dass ohne den immensen Erfolg von Minecraft der Hype rund um Early Access deutlich langsamer an Fahrt aufgenommen hätte.
Nun fand die Verleihung bereits am 7. Dezember 2017 und somit zwei Wochen vor dem Ende der Early-Access-Phase statt. Es wurde also ein Spiel nominiert, dass von den Entwicklern selbst als nicht fertig bezeichnet wurde - damit wurde ein Präzedenzfall geschaffen.
Diverse US-Webseiten wie IGN oder Polygon zogen nach und nominierten PUBG ebenfalls, bevor sie Version 1.0 zu Gesicht bekamen. Nur Gamespot argumentierte dagegen: Man könne das Spiel aktuell nicht für seine Bugs und Fehler tadeln, weil es sich im Early Access befände. Im Umkehrschluss wäre es also falsch, PUBG nur für seine bereits erreichten Errungenschaften als Spiel des Jahres zu berücksichtigen und darauf zu hoffen, dass die Unzulänglichkeiten im finalen Produkt beseitigt seien.
Ein Jahr später war PUBG immer noch erfolgreich, aber bedeutend umstrittener. Bis heute klagen viele Spieler über technische Probleme, weshalb die Wertungen auf Steam immer weiter auseinanderdriften. Und die Redakteure von Gamespot? Die erwähnten den Titel in ihren Artikeln über das "Game of the Year 2018" nur in einem einzigen Einleitungsabsatz.
Quelle: Bounding Box Software Inc. / Medienagentur plassma
Prodeus befindet sich erst seit gut zwei Monaten im Early Access. Es begeistert schon jetzt mit brillanter Steuerung, toll designten Levels sowie einem fantastischen Retro-Grafikstil, den man in Bewegung gesehen haben muss.
Ein ganz anderes Beispiel, dass die Absurdität des Early-Access-Stickers auf die Spitze getrieben hat, betrifft eines der beliebtesten VR-Erfahrungen überhaupt: Beat Saber. Der Mix aus Musikspiel und Lichtschwert-Gefuchtel erschien erstmals 2018 auf Steam und wurde aufgrund der wenigen Songs sowie des noch fehlenden Editors zurecht als Early Access deklariert. Doch wegen des immensen Erfolgs erschien wenige Monate später eine Adaption für PlayStation VR, die nur ein paar Songs mehr beinhaltete und trotzdem offiziell als Vollversion vermarktet wurde. Die Steam-Version hingegen blieb so lange Early Access, bis die Entwickler Mitte 2019 den Editor fertigstellten.
Schritt für Schritt zum Erfolg
Zugegeben, dieser Umstand hat weder Beat Saber noch dem Ruf von Early Access geschadet, weil es sich schlussendlich um eine Formalität handelte. Und auch darüber hinaus möchten wir nicht bestreiten, dass beispielsweise mit dem Retro-Shooter Dusk (2018), dem Aufbauspiel Oxygen Not Included (2019) oder dem Koop-Hit Deep Rock Galactic (2020) einige brillante Spiele schwerlich ohne Early Access realisierbar gewesen wären. Sogar große Unternehmen wie Sony haben das Potenzial längst erkannt und Media Molecules fantastischen Spielebaukasten Dreams (2020) fast ein Jahr lang über ihre eigene Early-Access-Plattform entwickeln lassen.
Quelle: KRAFTON / Medienagentur plassma
PlayerUnknown's Battleground: Viele Nominierungen zum Spiel des Jahres waren bereits zum damaligen Zeitpunkt höchst umstritten, weil niemand die fertige Version gespielt hatte.
Durchaus clever ist auch der Weg, den aktuell der Ego-Shooter Prodeus und das Metroidvania Record of Lodoss War: Deedlit in Wonder Labyrinth gehen: Beide Projekte starteten mit einer Handvoll bereits fertiger Levels, während regelmäßige Updates nach und nach das Gesamtwerk komplettieren sollen. Die Vorgehensweise erinnert an das Episodenformat, das Telltale Games mit Adventure-Serien wie Sam & Max oder The Walking Dead salonfähig gemacht hat.
Auch die Belgier von Larian Studios lieferten bereits 2016 den ersten Akt ihres fabelhaften Divinity: Original Sin 2 ab - und überraschten ein Jahr später mit einem der komplexesten Rollenspiele der Games-Geschichte. Leider sorgten sie vor Kurzem für eher gemischte Reaktionen, nachdem sie die Rechte für Baldur's Gate 3 erhielten und erneut einen Bruchteil des Spiels als Early Access bereitstellten. Die meiste Kritik heimste der sehr hohe Preis ein, weil Larian rund 60 Dollar beziehungsweise Euro verlangt.
Andere Entwickler bieten wiederum die Early-Access-Variante ihres Spiels bewusst günstiger an und ziehen erst mit dem offiziellen Release an der Preisschraube. Die Idee dahinter klingt plausibel, weil man so die ursprünglichen Käufer indirekt belohnt. Doch natürlich gibt es auch hier schwarze Schafe, zum Beispiel das Skateboard-Spiel Skater XL: Dessen Entwickler Easy Day Studios erhöhte zum finalen Release den Preis von 20 auf satte 40 Dollar und lieferte nicht einmal ein wirklich gehaltvolles Update.
Quelle: Medienagentur plassma
Ein Diagramm, das mit Vorsicht zu genießen ist: Es zeigt sämtliche Projekte, die Steam am 22. Januar 2021 unter der Early-Access-Suchfunktion ausspuckte und die demzufolge noch aktiv gewesen sind. Allerdings fehlen alle gescheiterten Spiele, die komplett aus dem Store entfernt wurden.
Die kleinen Schattenseiten von Early Access
Quelle: SouthPAW Games / Medienagentur plassma
Das 2D-Plattform-Action-Roguelike Skul: The Hero Slayer ist eines der jüngsten Spiele, die erfolgreich die Early-Access-Phase überstanden haben.
Ebenfalls in die Kategorie "unglücklich" gehört das Action-Rollenspiel Eternal Edge+, dass am 22. Mai 2020 auf Steam-Welt debütierte. Die ersten Rezensionen gingen weit auseinander und waren voller enttäuschender Stimmen, demnach das Spiel schlicht und ergreifend unfertig wirkte. Aus diesem Grund entschloss sich Entwickler Righteous Weasel Game, es als Early Access zu deklarieren - wohlgemerkt vier Tage nach dem offiziellen Release der vermeintlichen Vollversion.
Auf der einen Seite ist die Entscheidung löblich: Die Macher hatten die Qualität ihres Programms falsch eingeschätzt und es nun folgerichtig als "nicht final" bezeichnet, um davor zu warnen. Auf der anderen Seite bleibt es ein fragwürdiger Schachzug, den so mancher Erstkäufer als mutwillige Täuschung bezeichnen könnte.
Unser letztes Negativbeispiel stammt von Fleon Games, die im März 2020 ein interessantes Fantasy-Rollenspiel namens Elmarion: Dragon Time starteten, in dem der Spieler die Rolle eines Drachen übernahm. Niemand beschwerte sich über den Early-Access-Status, weil es sich offenkundig um ein unfertiges Spiel mit den üblichen Bugs handelte. Doch sechs Monate später staunten die Käufer nicht schlecht, als Fleon Games plötzlich ein weiteres Elmarion-Spiel namens Dragon's Princess anbot und dieses nicht als Early Access bezeichnete!
Schnell füllten sich die Steam-Diskussionsboards mit wütenden Anfragen, worum es sich bei Dragon's Princess handele und warum man nicht zuerst das unfertige Dragon Time fertig stelle. Die Antwort des Entwicklers: Das neue Spiel sei nur eine kleine, überschaubare Nebenepisode, die für sich gesehen abgeschlossen sei. Abermals klingt die Begründung auf den ersten Blick schlüssig und hinterlässt trotzdem einen unangenehmen Nachgeschmack.
Fazit: Den wahren Sinn hinter Early Access begreifen
Quelle: Double Fine Productions / Medienagentur plassma
Es ist eines der unrühmlichsten Early-Access-Projekte überhaupt: Spacebase DF-9 von Double Fine Productions landete im Oktober 2013 im Steam Store und wurde bereits im September 2014 fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Die Folge: Die Menge an negativen Bewertungen (82 Prozent) schnellte in die Höhe.
Zweifelsohne rechtfertigen Erfolgsgeschichten wie Minecraft oder Hades die Existenz von Early Access. Aber genauso gut gibt es viele Beispiele, die den potenziellen Missbrauch hinter dem Konzept entlarven. Am problematischsten ist nach wie vor die Masse an unfertigen Titeln, die früher nie und nimmer die Prototyphase überstanden hätten und heute den Kunden ihr Geld aus der Tasche ziehen.
Deshalb sollte man Early Access nur unterstützen, wenn einem bereits die verfügbare Version ihr Geld wert ist - und niemals rein aus einer Hoffnung heraus, dass aufgrund von zwei, drei geschönten Screenshots oder vollmundigen Versprechen ein tolles Spiel entstehen könnte. Und ja, damit ist auch ein größenwahnsinniges Weltraumprojekt namens Star Citizen gemeint.
