Das Beste dieser Generation - Teil 8: Red Dead Redemption - Ein Western zum Selberspielen
Special
Mit Red Dead Redemption lieferte der vor allem für die GTA-Serie bekannte Publisher Rockstar Games ein wahres Meisterwerk ab - und eines der besten Spiele für PS3 sowie Xbox 360. In Red Dead Redemption spielt ihr den ehemaligen Schwerverbrecher John Marston, der in den Händen der Regierung dazu gezwungen wird, den Wilden Westen zu säubern. Red Dead Redemption glänzte mit einer überragenden Story, Spielwelt und Atmosphäre. Da schauten Spieler auch über kleine technische Mängel hinweg.
Im Jahr 2010 möbelte Rockstar Games das durchaus angestaubte Western-Genre ordentlich auf. Mit Red Dead Redemption veröffentlichte der Publisher, den Spieler vor allem wegen der GTA-Serie kennen, ein wahres Meisterwerk. Vor Release hatten viele Spieler jedoch Zweifel: "Ein GTA im Westen?" Nein, das ist Red Dead Redemption ganz und gar nicht. Rockstar Games lieferte vielmehr einen Western zum Selberspielen. Die offene Spielwelt, die Charaktere, die Story, die Atmosphäre: sie alle waren überragend und sorgen auch heute noch dafür, dass wir Red Dead Redemption immer wieder gerne in das Laufwerk unserer Konsole legen.
Red Dead Redemption ist ein Hit. Allerdings sollte man an den Titel nicht herangehen, wie an ein GTA. Red Dead Redemption braucht eine gewisse Zeit, bis es sich entwickelt. So auch bei der Story: Die teils tragische Geschichte nimmt erst im Spielverlauf so richtig Fahrt auf. Etwas negativ ins Gewicht fällt die Technik von Red Dead Redemption. Vor allem PS3-Spieler mussten mit kleineren Rucklern, beispielsweise in großen Städten, leben. Das macht aber nur wenig, schließlich bietet Red Dead Redemption eine ausgezeichnete Wild-West-Stimmung, die auf den Konsolen Ihresgleichen sucht.
John Marston säubert den Wilden Westen
Quelle: Rockstar Games
John Marston lässt die Fetzen fliegen.
Mit Red Dead Redemption erzählt Rockstar Games eine Geschichte über die Läuterung und das Ende des Wilden Westens. Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle des ehemaligen Schwerverbrechers John Marston. Doch der wird von seiner Bande zurückgelassen und gerät in die Hände der Regierung. Fortan wird er dazu gezwungen, den Wilden Westen zu säubern. Red Dead Redemption baut beginnend ab der ersten Minute eine großartige Story auf, die am Spielende ihr großes Finale erreicht. Während seiner Wild-West-Säuberung wird John Marston dazu angehalten, seine alten Kumpane aus dem Weg zu räumen, um seine Familie wiedersehen zu können. Gänzlich ohne Konsequenzen bleibt das Handeln von Marston jedoch nicht, wie sich im Laufe des Spiels herausstellt.
Rockstar Games gelingt es besonders gut, den Charakter John Marston zu zeichnen. Auch die anderen Charaktere in Red Dead Redemption sind so einzigartig, wie es wohl nur Rockstar hinbekommt. Während ihr mit John Marston minutenlang durch die offene Spielwelt reitet, trefft ihr immer wieder auf unterhaltsame Freaks. Das gibt es mal irische Säufer, mal Leichenschänder. Mal trefft ihr auf machtsüchtige Generäle, mal auf taffe Frauen. Jedem einzelnen Charakter hauchte Rockstar Games Leben ein. Und sie alle verwickeln euch in unterhaltsame Abenteuer. Damit die nicht irgendwann langweilig werden, versetzen sie euch immer in eine andere Region der offenen Western-Welt.
Details, Details, Details - überall! Grandios!
Quelle: Rockstar Games
Die Stimmung und Atmosphäre von Red Dead Redemption sind grandios.
In Red Dead Redemption erkundet ihr nicht nur Städte, sondern auch verschneite Wälder, trockene Wüsten und Grasland. Jede Gegend ist einzigartig. Besonders grandios wird es dann, wenn ihr bei untergehender Sonne durch die Landschaften reitet - oder wenn es regnet. Oder ein Gewitter am Himmel tobt. Die Stimmung in Red Dead Redemption, sie ist eine ganz besondere. Damit ihr möglichst nicht planlos durch die Weiten des Wilden Westens reitet, vergibt Red Dead Redemption stets abwechslungsreiche Missionen. Mal gilt es, Vieh von der Weide in die Scheune zu bringen. Mal räuchert ihr eine Banditensiedlung aus. Mal liefert ihr euch wilde Verfolgungsjagden mit den Kriminellen.
Nervige oder ewig gleiche Nebenmissionen gibt es in Red Dead Redemption übrigens nicht. Um den Goldbeutel von John Marston zu füllen, geht ihr beispielsweise auf die Jagd, häutet die erlegte Beute und verkauft es schließlich an die Händler. Besonders amüsant sind die Minispiele, die in Red Dead Redemption auf euch warten. Für stundenlangen Zeitvertreib dienen beispielsweise Poker, Black Jack und Hufeisenwerfen. Nicht selten kam es vor, dass wir Red Dead Redemption gerade wegen ein paar Runden Poker starteten - nur um die faszinierende Welt und glaubwürdigen Charaktere zu genießen. Denn selbst während einer Partie Poker passieren um uns herum kleine Dramen. Sherifs rennen einem Banditen hinterher, in der Kneipe um die Ecke prügeln sich zwei Schnapsnasen. Selten durften wir eine derart lebendige Spielwelt besuchen. Mit einem Wort beschrieben: grandios.
Infos zum Spiel
Das Beste dieser Generation - Überblick
Teil 1: Ein Rückblick auf das PS3- und Xbox 360-Zeitalter
Teil 2: Bioshock Infinite - Story-Meisterwerk mit fantastischen Charakteren
Teil 3: Heavy Rain - Der interaktive Film als Kunstform
Teil 4: Dark Souls - Fies, fordernd, aber irrsinnig faszinierend
Teil 5: Rayman Legends - charmant-kniffliges Jump & Run in bester 2D-Grafik
Teil 6: Uncharted 2 - Witz, Charme und Bombastoptik vereint
Teil 7: The Last of Us - Düsteres und brutales Endzeit-Epos
Teil 8: Red Dead Redemption - Ein Western zum Selberspielen
