Palword im Check: Mehr als nur ein Pokémon-Klon

Special Tobias Meyer
Pals versammeln sich auf einer Brücke
Quelle: Pocket Pair

Man nehme etwas Zelda, dazu eine Scheibe Ark und das Ganze mischen wir mit Pokemon und fetten Knarren. Heraus kommt der Steam-Chart-Stürmer Palword. Wir haben uns den Early-Access-Titel angeschaut.

Was hier bisher noch keine Erwähnung fand, sind die Kämpfe. Denn was wäre ein Spiel, in dem man Viehzeug einfangen kann, ohne Gefechte, in denen sie sich gegenseitig massakrieren? In Palword gibt es, Stand Ende Januar, fünf verschiedene Kampfarten, die auf uns warten. Zum einen sind es die klassischen Duelle gegen umherstreifende Pals. Das klingt recht unterwältigend, aber die haben es stellenweise ganz schön in sich! Besonders wenn man auf so dicke Brocken wie ein Mammorest trifft, das mit einem Schlag alles erledigt, was im Weg steht.

Zeit zu kämpfen!

Unser Lager sollte sich auch gefasst machen, denn regelmäßig erwarten uns dort Überfälle. Wer da auf uns zukommt, ist zufällig. Von schwachen Pals über Menschen mit Waffen bis zu stärkeren Bestien ist einiges dabei. In der Regel sind die Gegner aber flott abgewehrt, denn jedes Pal im Lager hilft bei der Verteidigung. Einmal überstanden, wird es Zeit für Rache. Auf der Karte sind verschiedene Wilderer-Lager verteilt. Das sind rudimentäre Camps mit bewaffneten Räubern. Sind alle erledigt, wartet in der Mitte ein seltenes Pal auf uns, das auf Befreiung wartet. Es ist aber Vorsicht geboten. Die Wilderer schießen mit Knarren und werfen mit Granaten um sich.

Bosskampf gegen einen Pal der Stufe 50 Quelle: Pocket Pair Etwas weniger actionreich, wenn auch ähnlich anstrengend, sind die Dungeons. Wie der Name es schon verrät, sind das kleine, verstecke Höhlen, in denen ein Boss-Kampf auf uns wartet. Damit wir nicht komplett überrascht werden, steht direkt am Eingang das ungefähre Level des Gegners. Einmal eingetreten, treffen wir auf zahlreiche Ressourcen-Quellen und Pals, die wir nur dort finden. Oder die zumindest in der Außenwelt eher schwer zu finden sind. Nach etwas Sucherei erwartet uns dann ein starkes Pal, das wir auch direkt fangen können.

Der "Boss" des Spiels

Und zu guter Letzt haben wir da noch die Türme. Hier warten die wahren Boss-Fights auf uns. Die Gegner, die uns dort erwarten, haben diesen Titel auch verdient. Treten wir in den Turm ein, startet eine kurze Zwischensequenz, in der wir unseren Gegner sehen. Dieser ist zwar menschlich, aber auch in Begleitung eines Pals, das uns das Leben gehörig schwer machen möchte. Vor dem Kampf wird uns nicht gezeigt, wie stark unser Gegner ist. Entsprechend sind genügend Vorbereitung und ein starkes Team essenziell.

Bisher nicht im Spiel, aber bereits in einer Roadmap angekündigt, ist ein PvP-Modus. Wer mit anderen Spielern spielen möchte, kann das bisher ausschließlich im Team tun. Zudem sollen auch Raid-Bosse folgen. Genaueres ist zu beidem aber bislang nicht bekannt.

Palworld Flugeinlage Quelle: Pocket Pair

Multiplayer nur miteinander

Und das bringt uns direkt zum Multiplayer. In der Welt von Palworld kann man komplett allein ums Überleben kämpfen. Wem das zu öde ist, greift entweder zum Koop- oder dem Online-Multiplayer. Bei Ersterem können bis zu vier Spieler gemeinsam spielen. Hierfür wird eine Welt angelegt und in der Multiplayer-Option ein Code generiert, der an die Mitspieler verteilt wird. Wem das noch zu wenig ist, kann sich auf die Online-Server stürzen. Hier können dann bis zu 32 Spieler zusammen bauen, Pals tauschen und auch Items voneinander klauen. Aber keine Angst: Truhen können mit Passwörtern versehen werden.

Die Server machten in unserem Spiel-Zeitraum häufiger Probleme, das mag aber an der schieren Überforderung liegen, da zu viele Spieler online zocken möchten. An der Stelle sei auch das Crossplay erwähnt, das durchaus möglich ist, vorausgesetzt Xbox- und PC-Spieler spielen über den Gamepass. Mit der Steam-Version ist Crossplay nicht möglich.

Fazit

Palworld macht Spaß. Ja, man hat sich scheinbar an vielen Vorbildern wie Zelda, Fortnite, Pokémon und Ark orientiert und ja, ein richtiges Ziel hat man nicht vor den Augen. Der Survival-Aspekt des Spiels ist eher durchschnittlich und sticht nicht wirklich heraus. Zumal die einzigen Bedürfnisse, mit denen wir konfrontiert werden, Hunger und Witterungsempfinden sind.

Transparenzhinweis: Für diesen Artikel wurde uns die Early-Access-Version von Palworld vorab durch Pocket Pair zur Verfügung gestellt.

Aber was macht Palworld dann so besonders? Nun ja, das Spiel gibt uns genau das, worauf viele Spieler immer hofften: ein comichaftes Open-World-Spiel mit putzigen bis gruseligen Tierchen, die wir fangen und züchten können, dazu ein Tag-Nacht-Rhythmus und viele Elemente, die uns in den vergangenen Jahren in anderen Titeln viel Freude bereiteten. Die Entwickler aus dem Hause Pocket Pair bedienten sich wohl nicht zu Unrecht an einigen beliebten Marken.

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Ob Palworld für Langzeitmotivation sorgen kann, müssen Erweiterungen zeigen. Stand jetzt wäre das Spiel bald auserzählt. Die Welt ist immer gleich und das Levelsystem ist zwar umfangreich, aber endlich. Laut Entwickler-Angaben sei das Early-Access-Spiel bisher zu etwa 60 % fertig. Es ist also noch Luft nach oben. Auch bereits angekündigte neue Inseln, Bosse, Technologien und Pals sorgen für Hoffnung.

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