Pacific Drive im Test: Zwischen Genialität und Totalschaden

Test Michael Grünwald
Ein Fahrzeug steht in einer idyllischen Waldlandschaft
Quelle: Kepler Interactive

Wir haben Pacific Drive getestet und es war wirklich anstrengend. Das Survival-Abenteuer spielt mit unseren Gefühlen wie kein anderer Titel in letzter Zeit.

Pimp my Ride

Es gibt allerdings auch Erfolgserlebnisse. Gelungene Ausflüge belohnen uns beispielsweise mit coolen freischaltbaren Blaupausen wie verstärkten Türen, besseren Scheinwerfern und einer erweiterten Werkbank.

Allgemein macht das Arbeiten in unserer Garage ziemlich viel Laune. Von Rädern über Stoßstangen bis hin zur Motorhaube individualisieren und verbessern wir sämtliche Fahrzeugteile - inklusive Aus- und Einbau. Hobbytüftler kommen in Pacific Drive voll auf ihre Kosten. Auch Lack, Aufkleber und Innenausstattung lassen sich anpassen.

Ein Auto fährt im Sturm auf einer Straße Quelle: Kepler Interactive Aus unserer Schrottmöhre vom Anfang zaubern wir eine Überlebenskarosse par excellence. Nach den schwierigen Anfangsstunden finden wir mit einem rundum verbesserten Kombi tatsächlich wieder unseren Spielspaß.

Wenn wir nicht gerade in die Teufelsspirale der Stürme und Anomalien geraten, überzeugen sogar die Ausflüge in unbekannte Gefilde. Die Idee mit der fahrbaren Survival-Zelle durch verschiedene Biome zu cruisen, ist unverbraucht und trotz der Schwierigkeiten auf eine bestimmte Weise ziemlich cool.

Von knallig bis düster

Das liegt auch daran, dass das Autofahren einer Simulation gleicht. Schauen wir uns auf dem Fahrersitz um, können wir Hupe, Scheinwerfer und Scheibenwischer betätigen. Steigen wir an abschüssigen Straßen aus dem Auto, ziehen wir die Handbremse, sonst macht sich unsere Karre schnell selbstständig.

Haben wir außerdem einmal Zeit, die Spielwelt genauer unter die Lupe zu nehmen, stechen uns direkt etliche knallige Farben ins Auge. Vor allem die Anomalien in der Dunkelheit machen einiges her, aber auch tagsüber ist Pacific Drive mit seinem comicartigen Look hübsch anzusehen.

Die Cockpit-Ansicht eines Autos Quelle: Kepler Interactive Wenn dann noch zwischendurch die heftigen Gewitter mit Sturmböen und Blitzen zuschlagen, gibt's ein reines Effektfeuerwerk zu bestaunen. Die Soundkulisse sorgt passenderweise für schaurige Klänge - ein wenig Horror hat es also auch ins Spiel geschafft. Wenn wir vor der Radioaktivität flüchten, überschlägt sich der Ton allerdings manchmal, was den eh schon vorhandenen Stress an diesen Stellen noch verschlimmert.

Es ist eben alles ein bisschen umständlich und wahrscheinlich haben die Entwickler einfach zu viel gewollt. Dazu passt auch, dass wir aufgrund von äußerst kryptischen Erklärungen viele Dinge wie beispielsweise die Mackenmaschine erst einmal selbst verstehen müssen.

Die Beschreibung der Apparatur lautet wie folgt: "Man soll nicht an Dingen herumschrauben, die nicht kaputt sind. Aber wenn etwas nicht funktioniert oder sich merkwürdig verhält, hilft dieses Gerät dir, zu verstehen, was das Problem ist." Bei uns hat's da erstmal lange nicht "Klick" gemacht. Im Grunde müssen wir nur beschreiben, was passiert, sobald wir eine bestimmte Funktion betätigen. Ein bisschen Rätselei und Ausschlussverfahren später sollten die Macken behoben sein.

Fazit

Ein Survival-Roadtrip mit einigen Höhen aber auch Tiefen

Wertung zu Pacific Drive (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Pacific Drive (PS5)

Wertung:

7.0 /10

Zum Preis von circa 30 Euro erhaltet ihr eine innovative Spielidee, die größtenteils Spaß macht, bei der Umsetzung allerdings hin und wieder ins Straucheln gerät. Aber wer weiß, vielleicht durchschaut ihr die Mackenmaschine mit Leichtigkeit und habt dann den Spaß eures Lebens. Pacific Drive kann ab dem 22. Februar auf dem PC und konsolenexklusiv für PS5 gekauft werden. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von Pacific Drive von Publisher Kepler Interactive gestellt.

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