Outbound im Test: Koopmodus, Technik, Wertung und Fazit

Test Helen Schubert Michael Grünwald
Outbound im Test: Koopmodus, Technik, Wertung und Fazit
Quelle: PC Games

Neben den vielen positiven Aspekten in Outbound verraten wir euch, was noch ausbaufähig ist. Außerdem verlieren wir ein paar Worte über den Koop-Modus.

Die (zu) gemütliche Fortbewegung

Dadurch, dass die verschiedensten Rohstoffe über die ganzen Maps verteilt sind, bleiben wir zwar immer in Bewegung, doch unser Camper ist bei weitem nicht der Schnellste. Es kommt also gerne vor, dass wir über die komplette Spielwelt tuckern müssen und dabei einige Minuten brauchen.

Die Geschwindigkeit unseres Vans ist gerade zu Beginn extrem langsam. Das ist für ein Cozy-Game nicht allzu schlimm, dennoch würde bei der Größe der Karte, die 50kmh-Marke niemandem die Entspannung nehmen.

Zudem wir eh schon damit beschäftigt sind, alle paar Meter unseren Motor mit erneuerbaren Energien zu füttern. Nach den ersten Upgrades des Campers sind die beiden Probleme zwar besser, jedoch würden wir uns trotzdem über ein paar PS mehr unter der Haube sehr freuen.

Vor allem da einige Ressourcen nur in bestimmten Gebieten zu finden sind, ist die Frustrationstoleranz spätestens nach einem zehnminütigen Trip für einen Holzbalken überschritten. Abkürzungen können zwar teilweise funktionieren, da unser Van unverwundbar ist und wir einen Crash ohne auch nur eine Delle meistert. Dennoch stoßen wir auf einige Sackgassen und Schluchten, die dann doch komplett zurückgecruist werden müssen.

Ihr könnt den Bus in der First-Person-Ansicht, aber auch in der Third-Person-Perspektive fahren. Quelle: PC Games Ihr könnt den Bus in der First-Person-Ansicht, aber auch in der Third-Person-Perspektive fahren. Auch unser Charakter schlendert gemütlich durch die Landschaft und die Geschwindigkeit des Sprintens unterscheidet sich nicht sehr vom Laufen. Sobald die Sonne untergeht und die ersten Glühwürmchen leuchten, heißt es für uns außerdem zurück zum Camper. Denn wir sind in der Nacht zu müde zum Sprinten und Erkunden gestaltet sich sehr mühsam.

Das Spiel stellt uns jedoch nach dem Crafting magische Stiefel zur Verfügung, die uns schnell zu unserem Campingplatz zurückbringen. Die Nächte werden durchs Schlafen beendet und der Fokus liegt eindeutig auf dem Tag. Das ist aber absolut kein Problem, da wir die Natur so besser wahrnehmen und mit der Zeit unsere Ausdauer verbessern können. In der Welt von Outbound funktioniert alles entschleunigt, was den perfekten Effekt für ein Cozy-Survival-Spiel mit sich bringt. Wer Entspannung sucht, findet diese auf jeden Fall.

Sound und Grafik

Unterstützt wird die Atmosphäre von Naturgeräuschen, Vogelgezwitscher und dem Knistern des Lagerfeuers. Bei Unwettern hören wir den dumpfen Regen auf unsere Scheiben prasseln und hin und wieder ein Donnergrollen. Die Soundkulisse passt sich dem Vibe des Wetters und der Landschaft perfekt an und verstärkt die heimelige Stimmung.

Die Sprachausgabe hat keine deutsche Vertonung, was bei den wenigen Sätzen, die unser Charakter sagt, aber nicht weiter schlimm ist. Alle anderen Texte sind auf Deutsch gut übersetzt und wir entdecken nur wenige Übersetzungsfehler.

Die Grafik ist süß gestaltet, vor allem bei den Gebäuden bemerken man die Liebe zum Detail. Die Natur kommt zwar simpler, aber dennoch schön umgesetzt herüber. Nur einige Blumen wirken eher wie ein Stück Papier, das sich im Wind bewegt. Das Spiel läuft außerdem flüssig und überzeugt uns in Sachen Performance.

Die Spielwelt von Outbound beinhaltet viele Orte, die zur genauen Erkundung einladen. Quelle: PC Games Die Spielwelt von Outbound beinhaltet viele Orte, die zur genauen Erkundung einladen.

Kommt der Survivalaspekt zu kurz?

Der Survivalaspekt in Outbound besteht aus einer Leiste für Hunger und eine für unser Leben. Beide wirken überflüssig, da es keine großen Gefahren in der Spielwelt gibt. Verhungern oder an Fallschaden können wir aber sterben. Wobei sterben können wir das auch nicht direkt nennen, denn schließlich wachen wir am nächsten Morgen ohne Konsequenzen an unserem Bus wieder auf.

Perfekt für ein Cozygame, da wir nie den Druck haben, überleben zu müssen. Doch für einen Survival-Fan fehlen wahrscheinlich hin und wieder die nötigen Gefahren. Im Spiel liegt trotz des Survivalaspekts der Fokus auf einem entspannten Gameplay, bei dem wir uns nur selten Gedanken um die Hungerleiste machen müssen. Trotzdem haben wir die Möglichkeit, Landwirtschaft zu betreiben und aus unserer Ernte leckere Kuchen zu backen.

Liebe zum Detail, doch nicht im Koop-Modus?

Das Camperleben mit Freunden zu teilen, macht nochmal mehr Spaß. Jedoch lässt der Koop-Modus noch zu wünschen übrig. Denn bei den Charakteren gibt es nicht nur wenig Auswahl bezüglich Kleidung, sie besitzen auch nur wenige Animationen. So laufen wir durch das Meer, gleiten die Leitern hoch und sitzen auf unseren Stühlen, als hätten wir einen Stock im Hintern.

Das alles stört uns im Singleplayer nicht, da wir ausschließlich in der First-Person-Ansicht spielen, doch im Koop-Modus fehlt uns an dieser Stelle jegliche Umsetzung. Es passiert auch oft, dass die Mitspieler einfach unsichtbar sind oder im Bus hin und her teleportiert werden.

Unser Hund schwebt außerdem gerne neben oder vor dem Camper und verschwindet auch hin und wieder komplett. Die liebevolle Gestaltung der Spielwelt gerät im Multiplayer ins Stocken, da die steifen Charaktere das Gesamtbild leider um einiges verschlechtern.

Der Koopmodus lässt noch etwas zu wünschen übrig, da vor allem die Animationen bei den meisten Bewegungen fehlen. Quelle: PC Games Der Koopmodus lässt noch etwas zu wünschen übrig, da vor allem die Animationen bei den meisten Bewegungen fehlen. Fairerweise müssen wir aber doch zugeben, dass uns die willkürlichen Bewegungen teilweise zum Lachen gebracht haben und das Gameplay nicht einschränken. Die starren Bewegungen sorgen meist eher für ein Schmunzeln als für einen großen Negativpunkt.

Wenn wir über die fehlenden Animationen hinwegsehen, ist Bauen, Crafting und Sammeln mit Freunden um einiges unterhaltsamer. Zudem gibt es das Feature, dass nur eine Person im Van schlafen muss und alle anderen an ihren Standorten ihr Nachtlager aufschlagen können. Wir haben Spaß daran, zusammen mit unserem Van durch die Landschaft zu fahren, weshalb die Bugs uns das Spielerlebnis nicht zerstören konnten.

Outbound ist ein Cozy-Survival-Spiel, das mit einer schönen Gestaltung der Landschaft sowie der Erkundung und dem Basisbau überzeugt. Auch das Gameplay passt perfekt zu einem entspannten Abend, um in eine andere Welt zu entfliehen. Es hält, was es verspricht, und sollte bei jedem Fan von Cozy Games auf der Wunschliste stehen.

Wertung zu Outbound (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Outbound (PS5)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Outbound ist genau das, was es verspricht. Eine gute Mischung aus Entdecken, Herstellen sowie Bauen und es sorgt für jede Menge Entspannung.

Meinung

Nach einer kurzfristigen Verschiebung erscheint Outbound nun für PC und Xbox am 11. Mai und am 14. Mai für PS5 und Nintendo Switch 2. Für alle, die das Spiel vorher noch testen möchten, stellen euch die Entwickler aktuell eine Demo bereit. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung vom Publisher gestellt.

  1. Seite 1 Outbound im Test: Wunderschöner Cozy-Roadtrip mit seichtem Survival und Koop-Schwächen
  2. Seite 2 Sammeln und Basisbau
  3. Seite 3 Koopmodus, Technik, Wertung und Fazit
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