GTX 1660 Ti: Unsere Leistungsanalyse

Special Antonio Funes
GTX 1660 Ti: Unsere Leistungsanalyse
Quelle: Zotac

Nvidias neue Grafikkarte, die GeForce GTX 1660 Ti, ist seit einigen Tagen zu einem Preis ab etwa 270 Euro im Handel zu haben. Wir haben auf Basis mehrerer veröffentlichter Tests die Leistung der neuen Grafikkarte eingeordnet und bewerten, ob sie angesichts ihres Preises eine Kaufempfehlung ist - und ob das fehlende Raytracing ein Nachteil ist.

Leistungsanalyse

Zur Nvidia GeForce GTX 1660 Ti sind bereits mehrere Tests von Hardware- und Spielemagazinen veröffentlicht worden. Wir haben die Ergebnisse zusammengefasst und dabei auch gewichtet - ein Test, in dem mehr Spiele als in einem anderen Test zu Rate gezogen wurden, fällt also bei unserer Durchschnittsberechnung der Leistung mehr ins Gewicht.

Wie schon erwähnt, war auch der Test unserer Kollegen der PC Games Hardware mit in der Analyse dabei, auf deutscher Seite zudem auch beispielsweise der Test von Computerbase.

Allein diese beiden Tests haben in der Summe 26 Spiele für Benchmarks in Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) und WQHD (2560 mal 1440 Pixel) genutzt, das Ganze mit 18 respektive 14 Grafikkartenserien, so dass allein hier schon mehrere Hundert einzelne Benchmarkwerte zustande kamen. Unsere Zusammenfassung hat eine simple Aussage ergeben: die GTX 1660 Ti ist die neue GTX 1070. Denn die Leistung der neuen Turing-Grafikkarte ist im Durchschnitt beinahe identisch zur Pascal-Grafikkarte, und zwar sowohl unter Full-HD als auch bei WQHD. Die Ergebnisse im Detail:

  • Nvidias GTX 1070 liegt etwa ein bis zwei Prozent vor der neuen GTX 1660 Ti
  • Im Vergleich zu einer GTX 1060 (6GB) oder AMD RX 580 (8GB) ist die GTX 1660 Ti bei Full HD ziemlich genau 40 Prozent schneller. Unter WQHD schrumpft das Leistungsplus im Vergleich zur AMD RX 580 auf 36 Prozent.
  • AMDs RX 590 gibt sich in beiden Auflösungen um 24 Prozent geschlagen.
  • Nvidias RTX 2060 ist in beiden Auflösungen etwa 16 Prozent schneller als die Nvidia GTX 1660 Ti, die Nvidia RTX 2070 bringt es auf circa 32 Prozent Mehrleistung.
  • Die AMD RX Vega 56 ist bei Full HD etwa acht, bei WQHD nur noch sieben Prozent schneller als die Nvidia GTX 1660 Ti
  • Für Besitzer von älteren Grafikkarten oder Einsteiger-Grafikkarten als Anhaltspunkt: die neue Nvidia GTX 1660 Ti ist gut doppelt so schnell wie eine Nvidia GTX 1050 Ti sowie 50 bis 60 Prozent schneller als eine Nvidia GTX 970. Zu einer Nvidia GTX 980 beträgt das Leistungsplus etwa 35 Prozent. Von einer AMD RX 570 setzt sich die Nvidia GTX 1660 Ti um 75 bis 80 Prozent ab.
  • Beim Stromverbrauch benötigt die GTX 1660 Ti unter Last 20 bis 30 Watt weniger Strom als die GTX 1070, fast alle bisher gelisteten Modelle benötigen einen einzigen PCIe-8-Pin-Stecker, ein Modell kommt mit einem 6-Pin-Stecker aus.

Unsere Analyse betrifft die Durchschnittswerte, das heißt: Natürlich verändern sich die Abstände in manchen Spielen, und auch bei übertakteten Modellvarianten sehen die Leistungsunterschiede anders aus. Das hießt: Mit Übertaktung kommt eine GTX 1660 Ti beispielsweise an eine AMD RX Vega 56 mit Standardtakt heran - ist letztere übertaktet und die GTX 1660 Ti nicht, setzt sich AMDs Bolide wiederum um deutlich mehr als sieben bis acht Prozent ab. Wie unser Fazit zum Preis-Leistungs-Verhältnis aussieht, erfahrt ihr auf der nächsten Seite, wo wir auch eine Marktübersicht mit allen derzeit bekannten Nvidia GeForce GTX 1660 Ti-Modellen bieten.

  1. Seite 1 GTX 1660 Ti: Einleitung und Technik
  2. Seite 2 GTX 1660 Ti: Fehlendes Raytracing
  3. Seite 3 GTX 1660 Ti: Unsere Leistungsanalyse
  4. Seite 4 GTX 1660 Ti: Fazit und Marktübersicht
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