Notebooks: Kostenvergleich mit Desktop-PCs

Special Antonio Funes
Notebooks: Kostenvergleich mit Desktop-PCs
Quelle: Lenovo

Wir blicken auf Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks, die Leistung von mobilen Grafikkarten und Kostenunterschiede zu PCs. Und: Übersicht mit 25 Laptops.

Kostenvergleich PC und Laptop

Da wir nun wissen, wie teuer der Einstieg für bestimmte mobile Grafikkarten ist und mit welchen Desktop-Grafikkarten sie in etwa zu vergleichen sind, können wir anhand von Beispielen betrachten, wie teuer ein vergleichbar starker PC wäre. Beim PC kommt allerdings noch der Preis des Monitors dazu - diesen einzurechnen, gestaltet sich schwierig, denn es gibt 24-Zoll-Monitore schon für 100 Euro, man kann sich aber auch einen ordentlichen Monitor ab 27 Zoll für 250 Euro oder mehr anschaffen, den man dann über 2-3 PC-Generationen hinweg behält. Der Einfachheit halber rechnen wir bei unseren PC-Beispielen einfach 100 Euro dazu.

Ein weiteres Thema ist Windows: Bei vielen Notebooks ist es mit inklusive. Vor allem bei den jeweils für ihre gebotene Grafikkarte relativ günstigsten Notebooks ist Windows allerdings oftmals nicht mit dabei. Wir rechnen, da wir günstige Notebook-Modelle als Basis nehmen, Windows daher nicht ein. Den Start unseres Vergleichs macht die Einsteigerklasse mit Notebooks, die mindestens eine Nvidia GeForce RTX 3060 bieten - ab etwa 800 Euro geht es hierbei preislich los. Im Desktopbereich ist die AMD Radeon RX 6600 als Vergleich heranzuziehen, die es ab etwa 200 Euro im Handel zu kaufen gibt.

Wir stellen nun einen Einsteiger-PC mit der RX 6600 zusammen, berechnen für Gehäuse und Netzteil zusammen 80 Euro, nehmen als CPU einen Core i3-12100F für 95 Euro und dazu noch 16GB RAM für 35 Euro.

Dies kombinieren wir mit einem Mainboard für 80 Euro und nutzen eine M.2-SSD mit 1000GB für Windows und Spiele, die man unter 50 Euro bekommen kann. Inklusive der Grafikkarte sind das aufgerundet 550 Euro.

Der PC kostet also mindestens 250 Euro weniger als ein Laptop mit einer GeForce RTX 3060 und ist zudem noch in Spielen etwas schneller. Selbst wenn man noch 100 Euro für einen Monitor einrechnet, ist der PC also die günstigere Variante.

Acer Nitro 5 Laptop-Serie Quelle: Acer Acer Nitro 5-Serie Unser nächstes Beispiel ist ein PC mit einer AMD Radeon RX 6650 XT, die es ab 250 Euro gibt. Als CPU nehmen wir einen Intel Core i5-12400F für 150 Euro.

Der Rest des PCs bleibt identisch zum Einsteiger-PC. Denn bei Laptops haben die pro GPU-Reihe jeweils günstigsten Modelle so gut wie immer auch nur eine eher günstige Basis und unterscheiden sich nur bei der Grafikkarte. Wir rechnen für den PC lediglich 20 Euro mehr für die Gehäuse-Netzteil-Kombination ein.

Der PC kostet somit etwa 670 Euro. Von der Grafikleistung her übertrifft er aber zumindest beim Time Spy GPU-Test Notebooks mit mobilen Nvidia-GPUs von der RTX 3070, RTX 4060 und 3070 Ti. Auch die AMD RX 6700M, RX 7600S und 6800M sind schwächer.

Mit Notebooks, die eine mobile RTX 3080 haben, zieht unser PC gleich (exakte Vergleiche sind, wie schon zuvor beschrieben, sehr schwierig). Die RTX 3080 ist hierbei die stärkste GPU in den Notebooks, die wir mit unserem 650-Euro-PC vergleichen wollen.

Die Notebooks mit den genannten mobilen Nvidia-GPUs kosten allerdings mindestens 1000 bis 1300 Euro, mit den genannten AMD-GPUs sind es sogar 1300 bis 2250 Euro zum Einstieg.

Wir sparen also mit unserem PC über 300 Euro zum insgesamt günstigsten Notebook (ausgestattet mit einer mobilen RTX 4060) und mehr als 600 Euro zum günstigsten RTX 3080-Notebook. In diesem Sektor gewinnt der PC also noch eindeutiger.

Selbst wenn wir ihm eine 600 Euro teure GeForce RTX 4070 spendieren, die sogar die mobile RTX 4080 einholt und über 75 Prozent schneller als die AMD RX 6650 XT aus unserem Beispiel-PC ist, liegt der Preis des PCs bei nur etwas über 1000 Euro, also kaum mehr als das günstigste Notebook mit einer mobilen Nvidia GeForce RTX 4060.

Notebooks mit einer mobilen RTX 4080 wiederum kosten ab 2300 Euro aufwärts. Insgesamt wird also sehr klar, dass man mit einem PC ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen kann, und obendrauf gibt es noch die Tatsache, dass man selbst einen Einsteiger-PC nach 2 bis 3 Jahren mit einer 300 Euro-Grafikkarte wieder fit für neueste Spiele machen kann.

  1. Seite 1 Notebooks: Mobile Grafikkarten
  2. Seite 2 Notebooks: Kostenvergleich mit Desktop-PCs
  3. Seite 3 Notebooks: Vor- und Nachteile von Gaming-Laptops
  4. Seite 4 Notebooks: Strombedarf und 25 Gaming-Notebooks
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