Team Ninja hat die lange Entwicklungszeit bis jetzt offenbar genutzt, um sich ausführlich mit der Konkurrenz zu beschäftigen und Nioh zu polieren. Das Ergebnis ist aber noch nicht perfekt.
Das nennen wir mal eine faustdicke Überraschung! Nachdem Nioh bereits 2004 für die Playstation 3 angekündigt wurde, herrschte bis auf einige ziemlich dürftige Wasserstandsmeldungen seitens Koei Tecmo jahrelang Funkstille. Und wenn wir ganz ehrlich zu euch sind, hatte auch von uns niemand mehr das Action-RPG so richtig auf dem Schirm.
Das änderte sich urplötzlich, als Sony auf der letzten Tokyo Game Show neues Gameplay-Material zeigte und mit 2016 zumindest einen groben Veröffentlichungszeitraum für den mittlerweile zur PS4 übergelaufenen Exklusivtitel angab. Um uns die Wartezeit bis dahin etwas zu versüßen, stand Ende April bis Anfang Mai eine kostenlose Demo der Alpha-Version im Playstation Store zum Herunterladen bereit. Diese Gelegenheit haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und uns für euch ins Land der aufgehenden Sonne begeben.
Der letzte Samurai
Als einsamer Krieger, der ganz offensichtlich denselben Friseur wie Geralt von Riva hat, werden wir in einer kleinen Nussschale an das Ufer eines beschaulichen Fischerdörfchens gespült. Blöd nur, dass der Ort kürzlich von Plünderern und Dämonen heimgesucht wurde, die ja im Allgemeinen dafür bekannt sind, vorzugsweise unschuldige Mitmenschen zu massakrieren und anschließend ihre Häuser in Brand zu stecken.
Quelle: Games Aktuell
Expecto Patronum: Im Todesfall bunkert unser Schutzgeist die bis zu diesem Zeitpunkt angehäuften Erfahrungspunkte an der Stelle unseres frühzeitigen Ablebens. Sterben wir auf dem Weg dorthin ein weiteres Mal, sind sie endgültig futsch. (PS4)
Was wir mit diesem ganzen Schlamassel zu tun haben, bleibt zunächst jedoch unklar. Die Gemeinsamkeiten mit dem Hexer sind allerdings nicht nur optischer Natur, sondern spiegeln sich auch in der Begabung wider, den Schurken, die töricht genug sind, sich uns in den Weg zu stellen, präzise alle möglichen Gliedmaßen zu entfernen.
Wie es von einem Spiel der Ninja Gaiden-Macher nicht anders zu erwarten war, fliegen auch in Nioh regelmäßig abgetrennte Körperteile durch die Gegend. Nicht zu leugnen sind ebenfalls die zahlreichen Einflüsse der Genre-Referenz aus dem Hause From Software, was sich am deutlichsten beim Kampfsystem herauskristallisiert.
Prinzipiell ist es nämlich keine sehr schlaue Idee, mehreren Strauchdieben gleichzeitig gegenüberzutreten. Sie durch gezielte Ablenkungsmanöver von ihrer Gruppe zu trennen oder im äußersten Notfall sogar die Flucht zu ergreifen, ist zwar nicht gerade ruhmreich, erhöht unsere Überlebenschancen dafür aber ungemein.
Nicht nur beim Davonlaufen ist es übrigens ratsam, seine Ausdauer genau im Auge zu behalten, denn jeder Schwerthieb kostet enorm viel Kraft. Sinkt die Leiste auf null, sind wir den Attacken der Bösewichter für einen kurzen Augenblick hilflos ausgeliefert. Da in der Regel schon zwei bis drei gegnerische Treffer reichen, um uns ins Jenseits zu befördern, kann das also ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.
Klingt alles nach ordentlichem Nachschub, sollte unser Nervenkostüm nach Dark Souls 3 noch einer weiteren Belastungsprobe standhalten...
Entwickler: Team Ninja | Hersteller: Koei Tecmo
