Unsere Redakture Viktor, Annika und Daniel listen ihre persönlichen Highlights für die Nintendo Switch auf.
Daniels Highlights des Jahres
Wie die meisten habe auch ich mich gefreut, als Nintendo dieses Jahr den langsamsten Plattformer veröffentlicht hat, wenn auch einen sehr schönen. Für mich gehörten dieses Jahr aber diese fünf Titel zu meinen absoluten Favoriten.
Last Command
Habt ihr schon mal Snake gespielt? Jetzt stellt euch mal vor, Snake wäre eine brutale Bullet-Hell mit herausfordernden Bosskämpfen, einer recht interessanten Handlung und einem äußerst charmanten Artstyle. Klingt gut? Dann solltet ihr definitiv Last Command ausprobieren.
Hier navigiert ihr eure Snake-Figur traditionsgemäß ohne anhalten zu können durch zahlreiche Projektile, sammelt Datenpunkte ein und entschlüsselt so nach und nach die Geschichte hinter dieser seltsamen Welt, in der ihr euch wiedergefunden habt. Einige der Bosskämpfe sind zusätzlich so anspruchsvoll, dass sich selbst einige Soulslike-Bosse eine Scheibe davon abschneiden könnten, was zumindest mich direkt begeisterte.
Damit ihr diesen überhaupt gewachsen seid, wurde das Snake-Gameplay an einigen Stellen noch erweitert. So könnt ihr etwa dashen oder kurz die Zeit verlangsamen, um zwischen den fünf Millionen Projektilen auf eurem Bildschirm zu navigieren.
Rain World: Downpour
Rain World hat mich bereits zur ursprünglichen Veröffentlichung im Jahr 2017 komplett abgeholt. Die grandiose Pixelgrafik, die unfassbar niedlichen Slugcats und eine Gegner-KI, die einige Triple-A-Spiele in den Schatten stellt, katapultierten den Survival-Plattformer in meine Favoritenliste.
Dieses Jahr wurde der Titel mit der Veröffentlichung des DLCs Downpour sogar noch besser. Einige der beliebtesten Mods, wie ein Multiplayer-Modus und mehr spielbare Slugcats, wurden neu aufgelegt und in den Rest des Spiels integriert. Auch die bisher rudimentären Tutorials und das User-Interface wurden um einiges verbessert.
Dann kamen zusätzlich noch neue Karten und Spielmodi (darunter ein Randomizer) hinzu und ehe ich es realisiert hatte, verbrachte ich wieder dutzende Stunden in Rain World. Zu behaupten, Downpour wäre die beste Version, um das ohnehin fantastische Rain World zu erleben, wäre fast schon eine Untertreibung.
World of Horror
Die schaurig schöne Welt von Junji Ito zog mich bereits vor langer Zeit in ihren Bann. Als dann ein Spiel basierend auf genau diesen Horror-Geschichten direkt aus dem wunderschön schrägen Hirn von Junji Ito, gepaart mit einer gesunden Prise H.P. Lovecraft, erschienen ist, war ich direkt hin und weg.
Dass es sich dabei noch um ein Roguelite-Adventure mit einem charmanten 1-Bit-Artstyle handelt, war das Sahnehäubchen. 14 spielbare Charaktere, 20 Missionen und multiple Enden haben mich direkt von World of Horror begeistert, ganz zu schweigen von den grandiosen Illustrationen gepaart mit dem packenden Soundtrack, die jeder Szene im Spiel Leben einhauchen.
Wer auch nur im entferntesten Spaß an Horror oder Roguelites hat, sollte sich World of Horror auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Astral Ascent
Wenn ich die Welt der Videospiele nach Roguelites durchforste, fällt mir meistens auf, dass ich jedes davon schon gespielt habe. Erspähen meine Müden Augen also eine brandneue Veröffentlichung, hält sich meine Vorfreude kaum in Grenzen.
Vor allem, wenn es sich um ein so hübsches und spaßiges Spiel wie Astral Ascent handelt, das sich für mich sogar mit Giganten wie Dead Cells oder sogar Hades messen kann. Vier spielbare Charaktere, tonnenweise Zaubersprüche und zwölf spannende Bosskämpfe, die sich auf vier Welten erstrecken.
Auch haben es die Entwickler geschafft, jeden Fehlschlag in die Geschichte des Spiels zu integrieren, wenn auch nicht ganz so elegant wie es in Hades der Fall war. Mich überzeugte vor allem das rasante Gameplay des Spiels, während ich über die hübschen Pixel-Karten düste und meine Feinde mit einer Kombination aus Zaubersprüchen in Kleinholz verwandelte.
Cassette Beasts
Gamefreak hat schon lange aufgegeben, ein gutes Pokémon-Spiel zu kreieren. Glücklicherweise gibt es in der Welt der Videospiele aber genug talentierte Entwickler, die das gerne für sie übernehmen. Hier kommt Cassette Beasts ins Spiel. New Wirral beherbergt die gefährlichen Kassetten-Monster und die Bewohner hatten irgendwann keine Lust mehr, ständig unter ihren Angriffen zu leiden.
Sie entschieden sich also, sich über Retro-Kassetten selbst in Monster zu verwandeln und Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Es bleibt aber nicht bei einem normalen Monster-Collector, in Cassette Beast könnt ihr sämtliche Monsterformen noch miteinander kombinieren, um im Kampf die Oberhand zu gewinnen.
Auch als Mensch könnt ihr einige Fähigkeiten gewinnen, um in der offenen Welt Puzzle zu lösen oder Dungeons zu finden. Zudem müsst ihr dieses Abenteuer nicht allein meistern, sondern freundet euch im Verlauf des Spiels mit zahlreichen Personen an, die euch auf eurer Reise begleiten.
Das recht komplexe Kampfsystem, in dem ihr "elementare Chemie" nutzen müsst, um von zusätzlichen Buffs zu profitieren, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.
Honorable Mentions
Dieses Jahr erschienen mehr großartige Spiele, als auf diesen Seiten Platz finden, daher erhaltet ihr meine restlichen Favoriten jetzt im Schnelldurchlauf. Cocoon ist das Spiel, von dem Leute reden, wenn sie "Gamedesign" erwähnen.
Gravity Circuit ist ein Nahkampf Mega-Man, in KarmaZoo wird euer kooperativer Geist gefördert und wer richtig Lust auf Castlevania hat, sollte sich den DLC "Dead Cells: Return to Castlevania" nicht entgehen lassen. Ansonsten konnten mich im Jahr 2023 auch noch Stray Gods: The Roleplaying Musical, Ash of Gods: The Way und Blasphemous 2 begeistern.
Wir sind mit unseren Spielehighlights zwar recht breit gefächert aufgestellt, von großen Blockbustern bis hin zu kleineren Indie-Spielen, aber auch wir haben sicherlich das ein oder andere grandiose Spiel schlichtweg übersehen. Schreibt uns daher gerne in die Kommentare, welche Spiele euch das Jahr 2023 so richtig versüßt haben!
