Unsere Redakture Viktor, Annika und Daniel listen ihre persönlichen Highlights für die Nintendo Switch auf.
Annikas Highlights und ein Flop
2023 hatte zwar einige wertungstechnische Ausreißer zu bieten, war insgesamt aber sehr stark und hat viele spannende Spiele hervorgebracht. Ganz abgesehen von Zahlen, Kritikpunkten und Objektivität sind das meine persönlichen Highlights des Jahres - und eine bereits befürchtete Enttäuschung.
Fire Emblem Engage
Anime, mehr Anime, Fire Emblem Engage! Mit der Reihe war ich nie besonders vertraut, bis ich vor ein paar Jahren erst Three Houses und einige Zeit später Three Hopes gespielt habe. Obwohl ich wenig Berührungspunkte mit Strategiespielen und taktischen Kämpfe habe, gefiel mir Engage richtig gut.
Nicht zuletzt deshalb, weil der Stil so bunt, schräg und schön ist. Grafik ist abseits der technischen Qualität immer Geschmackssache und ich kann nachvollziehen, wieso manchen der Stil zu schrill ist und zu sehr an die japanischen Serien erinnert. Aber genau damit konnte Engage bei mir punkten und hat sich seinen Platz in meiner Topliste redlich verdient.
An manchen Stellen wirkt das Spiel im direkten Vergleich zu Three Houses etwas abgespeckt, aber dessen riesigen Umfang würde ich auch nicht als Maßstab für alle kommenden Teile ansetzen.
Super Mario Bros. Wonder
Wie viele andere und wahrscheinlich auch ihr habe ich als Kind gerne die Mario-Plattformer gespielt. Vor allem gemeinsam mit meinem großen Bruder, obwohl der Spielspaß von der einen oder anderen Kabbelei unterbrochen wurde - immerhin konnte einer den Bildschirm weiterziehen, wodurch der andere in der Rettungsblase landete, und anderen Schabernack treiben.
Super Mario Bros. Wonder ist daher nicht nur nostalgisch, sondern macht auch noch jede Menge Spaß. Eigentlich ziehe ich andere Genres vor und greife normalerweise eher zu JRPGs und Soulslikes. Aber der charmante, farbenfrohe Ausflug ins Blumenkönigreich hat es mir dann natürlich doch angetan.
Yoshis und Mopsi sind selbstverständlich tabu, schließlich möchte ich die Konsequenzen meiner eigenen Tollpatschigkeit selbst tragen müssen! Mein absoluter Favorit für Koop-Abende ist und bleibt aber Mario Kart, da setze ich dann auf einen neuen Teil in 2024.
Bramble: The Mountain King
Bei Märchen denke ich als erstes an Disneyfilme wie Schneewittchen oder einen meiner liebsten Weihnachtsfilme: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.
Danach fällt mir meine Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ein, gefolgt von modernen, losen Adaptionen wie Maleficent. Skandinavische Märchen waren nie meine erste Assoziation, doch das hat sich dank Bramble: The Mountain King nun geändert! Das Spiel ist atmosphärisch, düster und überraschend brutal.
Märchen sind das zwar meistens, zumindest die originalen Versionen, aber hier geht es doch sehr hart zu. Das Gameplay erinnert an Little Nightmares, dementsprechend erwarten euch viel Platforming, simple Rätsel und schick designte Monster, vor denen ihr weglaufen müsst. Es ist vor allem dann eine tolle Abwechslung auf der Switch, wenn ihr doch mal genug von Anime-Charakteren und Mario-Elefanten habt.
WarioWare: Move It!
Bei Mario Party bringe ich die langsamen, drögen Runden nur mit viel Geduld hinter mich. Eigentlich warte ich die ganze Zeit nur darauf, dass das nächste Minispiel beginnt! Die liegen mir nicht nur sehr viel mehr, sondern machen richtig Spaß.
Da ist es kein Wunder, dass ich mich auch für WarioWare begeistern kann. Die vielen, absolut albernen Mikrospiele laden zusammen mit Freunden zum herrlichen Rumblödeln ein und bieten kurzweilige Unterhaltung.
Klar, im Vergleich zu Reihen wie Zelda oder Mario ist WarioWare: Move It! ein kleiner Spielehappen für zwischendurch und vermutlich nichts, was noch in einigen Jahren seinen Platz in meiner allgemeinen Topliste findet.
Dafür ist nicht nur die Konkurrenz zu stark, sondern auch das Konzept zu unspektakulär. Das Lob hat es sich jedoch allemal verdient und bekommt es deshalb hier!
Flop: Hogwarts Legacy
Eigentlich soll das ja eine persönliche Bestenliste sein und zum Großteil halte ich mich auch daran. Aber damit ihr nicht mehrfach Lobeshymnen über Tears of the Kingdom lesen müsst, dehne ich die Regeln ein wenig und nehme einen Flop mit auf! Allerdings nicht, weil ich Hogwarts Legacy als Spiel nicht mochte, sondern wegen der äußerst gewöhnungsbedürftigen Switch-Version.
Gerade im direkten Vergleich zu den anderen Plattformen fühlt sich die Umsetzung geradezu nach einem Verbrechen an, das einem ein Expressticket nach Askaban beschert. Ich bin zwar beeindruckt, dass die Entwickler das Spiel auf Nintendos Konsole portiert haben, aber die Abstriche sind immens.
Die nicht mehr offene Welt, Performanceprobleme und die schlechte Grafik sind ein, wenn auch notwendiger und damit verständlicher, Kompromiss. Ich weiß, schlafende Drachen soll man nicht kitzeln, aber manche Spiele gehören bei solchen Hardware-Unterschieden einfach nicht auf jede Plattform.
