New World: Aeternum ist mittlerweile seit einigen Wochen erhältlich. Wir haben uns das großangelegte Update zu Amazons Action-RPG genauer angesehen und verraten euch hier unsere Eindrücke.
Das Ping-System funktioniert per klassischen Kreismenü, das wir aus vielen anderen Spielen kennen. Bei den Menüs hingegen erkennt man die Herkunft vom PC sofort. Denn das Springen von Punkt zu Punkt funktioniert nur in einigen der Menüs. Meistens navigieren wir über die Analog-Sticks den "Mauszeiger", um die Menüs genau wie am PC zu benutzen.
Damit haben sich die Amazon-Entwickler einiges an Arbeit erspart, leider wirkt es eben auch genauso - wie eine Portierung mit wenig Liebe. Das ist schade, denn die restliche Portierung ist wirklich außerordentlich gut gelungen. Ein weiterer Wermutstropfen: Um New World Aeternum auf der Playstation zu spielen, braucht ihr ein laufendes PS-Plus-Abo. Aber das kennen Konsoleros auch von anderen Multiplayer-Spielen.
Mehr Schein als Sein?
Neben der Portierung auf Konsole drehte sich das Aeternum-Update hauptsächlich um Verbesserungen und neue Inhalte für PvE- und PvP-Spieler, doch ob es sich allein dafür lohnt, dem Spiel eine zweite, dritte oder gar vierte Chance zu geben, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Quelle: buffed
Leider sehen die NPCs im Spiel nicht gut genug aus, um die neue Kameraperspektive rechtzufertigen.
Wir haben in unserer Zeit mit New World Aeternum zumindest kein völlig neues Spiel vorgefunden, sondern einfach eine etwas überarbeitete, vergrößerte Version des Spiels, an dem wir bereits vor mehreren Jahren die Lust verloren haben.
Daran konnten leider auch der neue Raid für zehn Spieler, die neue PvP-Zone oder die wiederholbaren End-Game-Trials nichts ändern. Die machen zwar allesamt Spaß, doch durch das recht rudimentäre Kampfsystem geben Dinge wie der Raid uns einfach nicht dasselbe Gefühl, wie etwa ein Endboss in World of Warcraft. Denn, New Worlds Stärke liegt gar nicht unbedingt im Combat beziehungsweise den PvE-Inhalten, sondern den ganzen sozialen Elementen.
Die Stärken von New World
Wie viele von euch sicherlich wissen, startete New World als ein "Full-Loot-PvP-MMO", bis Amazon dann auffiel, dass das eigentlich niemand spielen will. Der Titel wurde anschließend zu dem modelliert, was wir heute als New World kennen. Einige Dinge aus der Zeit des puren PvP-Chaos sind dem Spiel jedoch erhalten geblieben, wie das großartige Sound-Design.
Quelle: buffed
Beim Intro zeigt Amazon, wie hübsch New World eigentlich sein kann.
Zu hören, wie das Klirren der Spitzhacke auf einem Erzvorkommen durch die Wälder raunt, ist heutzutage immer noch genauso imposant wie zum Launch. Das ist einer der Gründe, wieso sich die Welt von New World irgendwie einfach lebendiger anfühlt als bei anderen MMOs.
Während wir einsam durch den Wald streifen auf der Suche nach Schätzen, Beute oder etwa drei Millionen Bäumen, hören wir von überall Spitzhacken auf Steine schmettern, Pfeile durch die Luft sausen oder Bäume, die mit einem Krächzen wuchtig auf den Boden prallen. Man hat das Gefühl, als wäre man nur so von Spielern umringt, auch, wenn man die gar nicht unbedingt sehen kann.
