New World: Aeternum ist mittlerweile seit einigen Wochen erhältlich. Wir haben uns das großangelegte Update zu Amazons Action-RPG genauer angesehen und verraten euch hier unsere Eindrücke.
Ach, New World. Der einstige Stern am MMO-Himmel, der uns zum Launch alle stundenlang begeisterte, dann jedoch genauso schnell wieder erlisch, wie er erschienen war. Was hatten wir Spaß dabei, Bäume zu fällen, Erze abzubauen, Dungeons zu erkunden und die ein oder andere PvP-Schlacht zu bestreiten. Bis zu dem Zeitpunkt, als das alles irgendwie keinen Spaß mehr gemacht hat.
Dass New World Probleme hatte, ist fast schon eine Untertreibung. Zahlreiche Exploits plagten das Spiel, die Wirtschaft ist jede Woche zweimal zusammengebrochen und sobald man im End-Game angekommen ist, gab es plötzlich gar nicht mehr so viel zu tun. Vor allem, wenn man nicht zu den glücklichen Personen gehörte, die für PvP-Matches ausgewählt wurden.
Eine holprige Reise
Die ganzen Probleme sind natürlich nicht einfach an Amazon Games vorbeigegangen, weswegen sich das Studio in den folgenden Monaten um Fehlerbehebungen und neue Inhalte kümmerte. Exploits wurden entfernt, Server aufgrund der schwindenden Spielerschaft zusammengelegt und völlig neuer Content fürs Spiel kreiert. Darunter neue Waffen, neue PvE- und PvP-Inhalte, Events und Dinge wie ein neuer Beruf fürs Musizieren.
Nach den ganzen gratis Updates, die übrigens ebenfalls eine neue Zone brachten, veröffentlichte Amazon Games mit Rise of the Angry Earth sogar eine richtige Erweiterung, die unter anderem endlich Reittiere nach Aeternum brachte und vor allem den Anfang des Spiels ordentlich umkrempelte. Amazon Games war scheinbar der Meinung, dass zu viele Spieler direkt zu Beginn von New World wieder abspringen und wollte dem entgegenwirken.
Quelle: buffed
Neu in Aeternum: wir können jetzt schwimmen!
Doch bis auf eine kleine Community konnte New World die Spieler immer noch nicht bei der Stange halten, weswegen sich die Entwickler anschließend an eine größere Überarbeitung setzten, genannt New World Aeternum.
Das Spiel soll aufgrund der Änderungen fortan kein MMORPG mehr sein, sondern ein Action-RPG, obwohl wir immer noch in einer massiven Welt mit anderen Spielern herumrennen und sogar ein richtiger Raid eingeführt wurde. Doch durch Dinge wie eine Funktion fürs Anvisieren fühlt es sich für Amazon Games wohl einfach nicht mehr richtig an, ihr Spiel als MMO zu betiteln.
New World Aeternum ist also der neueste Versuch von Amazon, ihre sinkenden Spielerzahlen anzukurbeln und dem Spiel wieder ein wenig Relevanz zu verpassen. Wir konnten es uns natürlich nicht verkneifen, mal einen Blick auf die ganzen Neuerungen von New World Aeternum zu werfen und unsere Eindrücke mit euch zu teilen.
Ein neuer, echt hübscher Start
Das Erste, was einem beim Start von New World mittlerweile auffällt, ist eine neue Auswahl für Klassen. Mittlerweile werden wir nicht mehr einfach so ins Spiel geworfen, sondern dürfen uns eine Art Archetypen auswählen, der mit Punkten in bestimmten Waffen und Berufen startet. Direkt danach beginnt die neue Intro-Sequenz, in der wir am Strand von Aeternum durch wunderschöne Höhlen und Tempelanlagen wandern, um unseren Kapitän zu suchen.
Beim Intro hat Amazon Games wirklich alle Register gezogen, von der Inszenierung, der malerischen Umgebung und den stimmigen Lichteffekten bis hin zu den Zwischensequenzen, die uns die Geschichte des Spiels näherbringen: wir waren wirklich verblüfft, wie hübsch New World sein kann.
Direkt danach geht es mit dem "richtigen" Spiel weiter. Wir wachen also am Strand auf, finden ein paar hilfreiche NPCs und werden in die Systeme des Spiels eingeführt, genau, wie es vor dem großen Aeternum-Update der Fall war.
Bildergalerie
Neu ist jedoch, dass alle Quests mittlerweile vertont sind und die Kamera in Dialogen auf den jeweiligen NPC zoomt. Die Inszenierung ist zwar gut gelungen, doch die NPC-Modelle aus New World sind eindeutig nicht hübsch genug, um sie für längere Zeit aus nächster Nähe anzustarren. Direkt nach dem Intro merkt man nämlich einen deutlichen Abfall der In-Game-Grafik, der durch die neuee Kamerafahrt nur noch verstärkt wird.
