New Pokémon Snap: Taschenmonster-Fotosafari für die Nintendo Switch - Vorschau
Special
Pokémon Snap geht über 20 Jahre nach dem ersten Teil endlich in die zweite Runde! Die Ankündigung von New Pokémon Snap erfreute letztes Jahr alteingesessene genauso wie junge Taschenmonster-Fans. Nun konnten wir uns endlich einen genauen Eindruck vom Gameplay verschaffen und The Pokémon Company viele Fragen stellen. Mit Video!
Ihr wollt der allerbeste sein, wie keiner vor euch war? Ganz allein fangt ihr sie euch, ihr kennt die Gefahr? Streift ihr vielleicht sogar durch das ganze Land und sucht weit und breit das Pokémon - um zu verstehen - was ihm diese Macht verleiht? Dann seid ihr hier genau richtig! Nein, wie schon selbstverständlich die Überschrift verrät, geht es nicht um das nächste große Pokémon-Hauptspiel. Ein solches ist aktuell auch gar nicht angekündigt (sehr wohl hingegen aber Remakes der vierten Generation für die Switch sowie Pokémon-Legenden: Arceues, ebenfalls für die Hybridkonsole).
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Nein, stattdessen hatten wir die Gelegenheit, bei einem Preview-Onlineevent einen genaueren Blick auf ein anderes Taschenmonster-Spiel zu werfen, das bereits vor einiger Zeit angekündigt wurde, nämlich New Pokémon Snap. Selbst spielen konnten wir zwar noch nicht, dafür bekamen wir rund 25 Minuten Gameplay aus dem Adventure-Game zu sehen.
Außerdem hatten wir Gelegenheit, unsere Fragen einem Repräsentanten von The Pokémon Company zu stellen. Der war sichtlich bemüht, auch Detailfragen sehr genau zu beantworten - gleiches gilt für das vorproduzierte Video, in dem die verschiedenen Gameplay-Elemente ausführlich erklärt wurden.
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Was ist das?
Doch zunächst einmal gilt es, zu erklären, was New Pokémon Snap (jetzt kaufen 58,99 € )üüberhaupt ist. Es mag für langjährige Pokémon-Fans (im Alter von 25+) vielleicht überraschend klingen, aber nicht jeder Taschenmonster-Spieler kennt das Original respektive den ersten Teil für das altehrwürdige Nintendo 64. Seinerzeit von HAL Laboratory entwickelt und im Frühjahr 1999 für Nintendos 64-Bit-Kiste erschienen, hatte Pokémon Snap vor allem ein bestimmtes schlagkräftiges Verkaufsargument: Pokémon in 3D und auf dem "großen" Bildschirm darzustellen.
Quelle: Nintendo
Fan-Liebling Pikachu darf in New Pokémon Snap natürlich nicht fehlen! Insgesamt sind über 200 verschiedene Pokémon aus allen Generationen vertreten.
Groß deswegen in Anführungszeichen, weil Ende der 90er-Jahre noch Röhrenfernseher im Vier-zu-Drei-Format üblich waren, die nur selten eine größere Bildschirmdiagonale als um die 60 Zentimeter vorzuweisen hatten. Ja, damals gab man die Größe eines Fernsehers normalerweise noch nicht in Zoll an. Heutzutage natürlich ganz anders, sind doch LCD- und OLED-Geräte jenseits der 55 Zoll (das sind übrigens knapp 140 Zentimeter!) in den meisten Haushalten vorzufinden, 4K-Auflösung, dynamisches HDR-Bild, smarte Features und Co. mal gedanklich ganz beiseitegelassen. Und günstiger als so mancher Röhrenfernseher seinerzeit sind sie auch, aber darum soll es hier nicht gehen.
Soll heißen: Die Grundvoraussetzungen sind im Jahr 2021 völlig andere, nicht nur wegen moderner Fernsehgeräte, auch wegen der Pokémon selbst. Monsterchen in 3D, was soll daran besonders sein? Berechtigte Frage angesichts aktueller Pokémon-Titel wie Schwert & Schild, wo die Taschenmonster selbstverständlich in drei Dimensionen dargestellt werden. Das war 1999 allerdings noch anders, damals war viel Fantasie notwendig. Spielerinnen und Spieler waren auf der ganzen Welt hauptsächlich einfarbige Game-Boy-Grafik gewöhnt, und zwar in 8-Bit-Optik. Was heutzutage Nostalgie-Freuden auslöst, war damals knallharte Realität technischer Limitationen. Und so war das Erlebnis, die geliebten Monsterchen (abseits von Anime-Serie und Filmen) auf dem "großen" Fernseher in ihren natürlichen Habitaten zu erleben, gefühlt lebensecht (natürlich nicht wirklich), ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Und damit zurück zu New Pokémon Snap: Das funktioniert heute natürlich nicht mehr so wie damals. Das Spiel muss also mit anderen Vorzügen punkten, um zu überzeugen.
Das Gameplay
Die Prämisse ist auch beim Switch-Snap aber immer noch die gleiche: Als Neuankömmling auf einer Insel macht ihr euch im Auftrag eines Professors, der in diesem Fall auf den Namen Mirror hört, auf eine Fotosafari durch die unterschiedlichen Areale. Dort leben wilde Pokémon, die ihr bestmöglich ablichten müsst. Euer Fahrzeug, der Neo-One, gibt die Wege vor, ihr bewegt euch also nicht wirklich frei in der Spielwelt. Das hat einen Vorteil, denn ihr könnt euch voll und ganz auf die Pokémon-Fotografie konzentrieren. Per klassischer Steuerung mit dem linken Analogstick oder wahlweise mit Bewegungssteuerung kontrolliert ihr die Kamera, zoomen ist per Schulterknopf ebenfalls möglich.
Mehr als 200 verschiedene Pokémon könnt ihr insgesamt antreffen und ablichten, darunter auch besondere Formen wie zum Beispiel Alola-Raichu. Bei der Feldarbeit müsst ihr euch nicht nur allein auf die Kamera und den Neo-One verlassen, ihr könnt auch Items wie den Apfel oder eine Melodiefunktion nutzen, um die wilden Taschenmonster dazu zu bringen, etwas Besonderes zu tun, beispielsweise zu tanzen. Das wiederum macht eure Schnappschüsse hübscher. Nach einer Runde stellt ihr euch Professor Mirror und seiner Bewertung eurer Fotos, ein bis vier Sterne gibt's je nach Leistung für jedes Bild. Dabei kommen insgesamt acht Kriterien zum Einsatz, darunter zum Beispiel die Position, Größe und Blickrichtung des Pokémon.
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Je mehr Fotos verschiedener Monsterchen ihr schießt und bewerten lasst, desto höher steigt euer Forscherlevel. Das wiederum schaltet komplett neue Levels frei, außerdem auch alternative Routen bereits zugänglicher Areale. Die Levels könnt ihr zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten erkunden, die nicht immer die gleichen sind. Das heißt, während ihr ein Level zum Beispiel bei Tag oder Nacht entdeckt, stehen bei einem anderen Mittagszeit und Sonnenuntergang zur Auswahl, bei einem weiteren Nacht und Sonnenaufgang. Nach jeder Safari habt ihr die Möglichkeit, eure Fotos zu bearbeiten, und so Helligkeit, Fokus, Unschärfe, Filter und mehr anzupassen. Außerdem stehen euch Sticker und Rahmen zur Verfügung, um die Bilder weiter zu verschönern, auch einen Titel könnt ihr vergeben.
Quelle: Nintendo
Ein neues Item sind die Lumina-Kugeln. Mit deren Hilfe bringt ihr wilde Pokémon dazu, wunderschön zu leichten, was besonders nachts einfach toll aussieht.
Fotos könnt ihr wahlweise, nicht zwingend, online teilen. Dabei könnt ihr Likes vergeben und erhalten, besonders beliebte Schnappschüsse werden auf einer extra Startseite allen Spielerinnen und Spielern vorgestellt. Um die Online-Features nutzen zu können, ist ein kostenpflichtiges Nintendo-Switch-Online-Abonnement vonnöten. Davon unabhängig könnt ihr auf Systemebene der Switch natürlich Screenshots aus dem Spiel direkt auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter veröffentlichen, um eure liebsten Momente aus New Pokémon Snap mit der Welt zu teilen.
Eine Story?
Eine Story gibt es auch, man könnte es auch Hauptaufgabe nennen, wie wir im Anschluss an die Videopräsentation in einer Frage-Antwort-Runde erfahren haben. Allzu viel wurde dazu aber noch nicht verraten, allerdings müssen wir in New Pokémon Snap den sogenannten Fotodex vervollständigen, also quasi einen Pokédex, nur mit Fotos statt gefangenen Monstern. Da wir es auch mit einem Rivalen zu tun bekommen, der auf den Namen Phil hört, dürfte es noch weitere Storyelemente geben. Außerdem wäre da auch noch Rita, die Forschungsassistentin von Professor Mirror. Auf jeden Fall handelt es sich bei New Pokémon Snap um ein reines Singleplayer-Abenteuer, weder lokal noch online gibt es einen Multiplayer. Wer also gehofft hat, zu zweit auf Fotosafari zu gehen, der guckt in die Röhre.
Preview-Eindrücke
Apropos in die Röhre gucken: In den Kamerasucher zu gucken und die wilden Pokémon zu fotografieren, dürfte auch in New Pokémon Snap ähnlich viel Spaß machen wie seinerzeit auf dem Nintendo 64 vor über 20 Jahren. So stellte sich bei uns während der rund 25 Minuten Gameplay-Video immer wieder ein gewohntes Gefühl ein, nämlich die Freude an der Darstellung und Inszenierung bekannter Taschenmonster in einer natürlich wirkenden Umgebung. Ein schöner Fortschritt sind auf den ersten Blick die verschiedenen Tages- und Nacht-Zeiten. Nicht nur trifft man somit in den gleichen Levels unterschiedliche Monsterchen an, die Atmosphäre ist auch immer wieder anders. Das bekamen wir beim (vermutlich ersten) Level "Blushing Beach" zu spüren, auf das sich die Videopräsentation beschränkte. Besonders bei Nacht ist die Atmosphäre toll und entsprechend sind hübsche Schnappschüsse möglich, auch, weil mit den neuen Lumina-Kugeln Pokémon herrlich zum Leuchten gebracht werden können. Wer einen Fernseher oder Bildschirm mit angepasster RBGW-Beleuchtung sein Eigen nennt, wird damit besonders viel Freude haben.
Quelle: Nintendo
Abseits der Erkundungstouren könnt ihre eure Fotografien mit verschiedenen Tools verschönern, zum Beispiel mit Filtern.
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Wie viele unterschiedliche Levels es im Spiel gibt, wurde auf Nachfrage beim Preview-Event leider nicht verraten, vermutlich sind es ähnlich viele wie beim N64-Original, damals standen sieben Areale zur Verfügung. Jedes Level ist auf verschiedenen Routen zu erkunden, die man teilweise erst freischalten muss. Jede Route, so vermittelte es das Gameplay-Video, dürfte in unter zehn Minuten durchgespielt sein. Auf Nachfrage wurden uns gesagt, dass alle Levels eine ähnliche Größe haben wie "Blushing Beach". Heißt also: New Pokémon Snap wird sicherlich nicht das umfangreichste Spiel aller Zeiten, muss es aber auch gar nicht, denn Quantität ist nicht gleichbedeutend mit Qualität. Und gerade ältere Spielerinnen und Spieler mit beruflichen, familiären und weiteren Verpflichtungen werden möglicherweise sogar eher froh darüber sein. Außerdem dürfte das Spiel nicht sonderlich anspruchsvoll oder gar schwierig werden, auch diesen Eindruck bekamen wir beim Onlineevent schnell. Neben den nostalgischen älteren Pokémon-Fans wollen die Entwicklerinnen und Entwickler bestimmt auch die Jüngeren mitnehmen. Das dürfte mit New Pokémon Snap problemlos gelingen.
