Need for Speed Unbound im Test

Test David Benke
Need for Speed Unbound im Test
Quelle: EA

Grafik, Gameplay, Fuhrpark und Tuning: Was kann der neue Arcade-Racer von Electronic Arts? Wir schauen im Test von Need for Speed Unbound unter die Haube.

Need for Speed Unbound hat 143 unterschiedliche Boliden auf Lager. Das ist ein knappes Dutzend mehr als im Vorgänger. Serien-Ikonen wie der BMW M3 oder der Nissan 350Z sind natürlich wieder mit von der Partie. Und sie können wieder mit jeder Menge Kram ausgestattet werden. Im Grunde läuft das Tuning wie im Vorgänger, sogar das Menü ist exakt gleich. Ihr könnt euren Wagen optisch anpassen, pappt Spoiler und Unterbodenbeleuchtung dran, lackiert ihn Giftgrün-Metallic oder rüstet einen der eingangs erwähnten Special Effects aus.

Dazu kommen diverse Leistungsverbesserungen: Turbo-Lader und Sportauspuff für mehr Speed, neue Reifen und Aufhängung für besseres Handling. Es ist sogar präzises Feintuning möglich: Über ein Menü lässt sich einstellen, ob ihr bei eurer Fahrweise mehr auf Grip oder auf Drift setzen wollt. Selbst die Übersetzung ist anpassbar, entsprechend verändern sich Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung. Ihr könnt sogar den kompletten Motor austauschen, wenn ihr die entsprechenden Upgrades freigeschaltet habt. Das geht jetzt aber nicht mehr über nächtlich verdiente Rufpunkte. Wir erinnern uns: Das Fortschrittsystem aus Heat ist Geschichte. Stattdessen wertet ihr eure Garage in drei Stufen auf - gegen Geld, versteht sich.

Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (2) Quelle: Electronic Arts Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (2)

Pimp my Ride

Zu guter Letzt stehen euch ein paar Hilfs-Items zur Auswahl. Das sind Reparaturkits oder Radarstörer, die euch in Duellen mit der Polizei einen Vorteil bringen. Denn auch Verfolgungsjagden stehen in NFS: Unbound auf dem Programm, und zwar jederzeit und überall. Je höher euer Fahndungslevel, desto größer ist die Polizeipräsenz. So entdecken euch Cops schneller und greifen härter durch.

Um zu entkommen, ist Cleverness gefragt: Motor ausschalten, unter einer Brücke verstecken oder querfeldein brausen. Bei einer direkten Konfrontation zieht ihr meist den Kürzeren. Dann wird all euer Bargeld, das ihr nicht rechtzeitig in einem Unterschlupf deponiert habt, von den Behörden einkassiert.

Auf Stufe 1 sind die Gesetzeshüter mit Standard-Streifenwagen unterwegs, später sitzen sie in hochgezüchteten Supercars und riesigen SUVS, die eure Karre zu Klump crashen. Jedenfalls mehr oder weniger, denn ein realistisches Schadensmodell sucht man nach wie vor vergebens. Kratzer, gesprungene Scheiben und flatternde Heckschürzen sind das höchste der Gefühle.

Große, weite Welt

Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (7) Quelle: Electronic Arts Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (7)

Habt ihr keinen Bock auf Rennen und Verfolgungsjagden, steht euch die Spielwelt zum entspannten Entdecken offen. Die Stadt Lakeshore und ihr Umland wurden von der "Windy City" Chicago inspiriert.

Entsprechend ist es düsterer und regnerischer als im tropischen Palm City. Statt Meer und Sumpfgebieten dominieren dichte Wälder und steile Canyons, die ein wenig an NFS: Carbon erinnern. Erstmals sind übrigens Passanten unterwegs. Die könnt ihr zwar nicht plattfahren, im Gegenzug gibt's aber wieder großzügige Möglichkeiten zur Umweltzerstörung.

Criterion tischt euch wieder eine Reihe von Weitsprüngen, Driftzonen und Radarfallen auf. Gelegentlich müsst ihr kleine Hol- und Bringdienste erledigen. Da gilt's, ein Auto möglichst flott oder unbeschädigt an einem Zielort abzuliefern.

Und dann sind da noch die Sammelgegenstände: Über 200 Bärchen, Street Arts und Plakatwände wollen gefunden werden. Wunderschöne Beschäftigungstherapie! Zwar belohnen euch diese Herausforderungen mit Kohle und manchmal sogar einem neuen Wagen. Ein großer Anreiz zum Erkunden der Spielwelt sind sie aber nicht.

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