Kritisch getestet: Carbon schaltet im Vergleich zum Vorgänger Most Wanted auffallend oft in den Leerlauf.
Es zieht sich
Die Polizei ist zwar wieder mit von der Partie, aber seltener und kürzer als in Most Wanted. Die Verfolgungsjagden sind nur noch ein kleiner Nebenaspekt.
Dass Sie jedes Rennen höchstpersönlich bestreiten müssen, ist deswegen oft nervig, weil sich der Ablauf in Carbon vom ersten bis zum letzten Rennen gleicht: Sie wählen eine Variante in einem der Bezirke eines der vier Stadtteile, gewinnen und übernehmen dann diesen Bezirk für Ihre eigene Gang, wenn alle Wettbewerbe gewonnen sind. Haben Sie schließlich alle Bezirke erobert, treten Sie gegen den jeweiligen Boss in einem Canyon-Rennen an. Sobald Sie ihn besiegt haben, greift seine Gang aus Rache einen Ihrer Bezirke an. Wenn Sie den nicht verteidigen, verlieren Sie ihn. Verteidigen heißt, dass Sie das Rennen gegen die Aggressoren gewinnen müssen.
So zieht sich Need for Speed Carbon in die Länge. Zwar unterscheiden sich die Stadtteile optisch etwas voneinander, doch spielerisch kommt bis auf immer stärkere Autos nichts hinzu. Einzige – sehr dezente und nervige – Änderung dieses eintönigen Ablaufs: Vor dem letzten Bossrennen müssen Sie drei andere Unterbosse besiegen. Diese vier Rennen müssen Sie am Stück absolvieren, dürfen nicht speichern auch nicht den Wagen wechseln.
Unsere Testversion produzierte übrigens mehrfach Bugs bei den Bossrennen: Manchmal hatten unsere Gegner schon eine Minute Vorsprung oder kamen erst gar nicht zum Rennen. Hier half nur das Laden des Spielstands – gut, dass Carbon auf Wunsch automatisch speichert.
Den noch ausführlicheren Test mit vielen Zusatzinfos und weiteren Meinungen lesen Sie in PC PowerPlay 12/2006, ab 22. November am Kiosk.
