Kritisch getestet: Carbon schaltet im Vergleich zum Vorgänger Most Wanted auffallend oft in den Leerlauf.
Beflügelnde Begleiter
Unser Flügelmann Neville kann nicht nur schwungvoll einparken. Mit seiner Spezialfähigkeiten Blocken hält er uns auf Wunsch die Gegner vom Hals. Zumindest für eine begrenzte Zeit.
Zurück zum Beginn des Spiels: Mit einem Exoten (wie die Amis europäische Autos gern nennen), Muscle Car (viel Hubraum, wenig Straßenlage) oder Tuning-Flitzer (bevorzugt aus Japan) gehen wir ins Rennen. Und lernen, dass Need for Speed Carbon noch etwas Neues bietet: eine Crew. Im Spiel tummeln sich eine Reihe anderer Fahrer, die Ihnen ihre Dienste anbieten und eine von drei Fähigkeiten haben. Da gibt es die Blocker, die Ihnen Gegner vom Hals halten. Oder Scouts, die Abkürzungen finden. Und die Zieher, die Sie in ihrem Windschatten nach vorn katapultieren.
Die Flügelleute sind anfangs eine wirklich nette Neuheit: Sie plappern munter drauf los, sind sogar hilfreich – wenn man sie geschickt einsetzt. Denn erst muss sich ein entsprechender Balken aufladen, bevor man die Jungs und Mädels eine begrenzte Zeit lang einsetzen darf. Allerdings offenbart sich spätestens nach der Hälfte das Spiels, dass die Crew eigentlich überflüssig wird. Entweder ist Ihr Wagen allein stark genug, oder der Begleiter kann auch nichts ausrichten. Schade. Das konnte Juiced, von dem diese Idee offensichtlich inspiriert ist, deutlich besser. Dort können Sie nämlich die Crew alleine Rennen bestreiten lassen und so langweilige Pflichtübungen quasi überspringen. Das geht bei Need for Speed Carbon nicht.
