Das letztjährige "Most Wanted" hat manche Fans der Need-for-Speed-Serie enttäuscht. Kann's der Nachfolger besser? Unser Test verrät's!
Das Gesetz der Straße
Durch das Erfüllen von Aufgaben schaltet ihr Extrakarren wie diesen Burnout-Wagen frei.
Am Grundprinzip haben die Electronic-Arts-Mechaniker nicht geschraubt: Nach wie vor tuckern Sofapiloten durch eine frei befahrbare Polygongroßstadt und nehmen dort an unzähligen Rennen teil. Die Metropole besteht aus vier einzelnen Gebieten, die von vier konkurrierenden Bleifußbanden kontrolliert werden. Um ein Revier zu annektieren, müsst ihr zuerst diverse Standardwettbewerbe absolvieren und schließlich ein Duell gegen den jeweiligen Teamboss gewinnen.
Diese Kotflügel-an-Kotflügel-Rasereien gehören zu den offensichtlichsten Neuerungen: Statt bloß über einen lahmen Rundkurs zu rollen, fahrt ihr nämlich enge Bergserpentinen entlang - und das gleich zwei Mal! Zuerst gibt euer Widersacher das Tempo vor, beim folgenden Durchgang werdet dann ihr zum Gejagten. Der Clou: Je nach Abstand zum knallharten KI-Konkurrenten wandern Punkte auf oder von eurem Konto (je enger, desto besser) - wer bereits vor dem Zielstrich keine Zähler mehr hat, muss wieder von vorne anfangen.
Gemeinsam geben wir Gas
Der bewährte Verwischeffekt beim Turboeinsatz sorgt für mächtig Tempogefühl.
Siegreich abgefrühstückte Duelle stärken hingegen den Ruf in der Raserszene, schon bald bieten potenzielle Teamkollegen ihre Dienste an. Moment mal, Team? Kollegen? Richtig gelesen, mit "Carbon" bringt EA erstmals so etwas wie Gemeinschaftsgefühl ins "Need for Speed"-Universum. So wählt ihr vor jedem Geheize einen KI-Kumpel aus, der euch sodann unter die Außenspiegel greift. Je nach Gesinnung leistet das Mannschaftsmitglied unterschiedliche Dienste: Während die so genannten Blocker auf Knopfdruck störende Konkurrenz von der Piste rammen, weisen Scouts auf Abkürzungen im Streckenprofil hin.
Unter dem Namen Schlepper firmieren indes Piloten, die euch für kurze Zeit Windschatten spenden und damit indirekt euer Tempo steigern. Trotz allem Feature-Schnickschnack dreht sich natürlich auch bei "Carbon" wieder alles um eine Sache: aufgemotzte Superschlitten. Die knapp 50 lizenzierten Karren sind neuerdings in drei Klassen unterteilt: Bullige Muscle-Cars wie beispielsweise der Ford Mustang, Tuning-Schleudern von diversen Nippon-Herstellern und als Exoten titulierte Sportwagen, unter anderem von Lamborghini.
