My Time at Sandrock Early Access Check: Trockenes Wüstenabenteuer oder Spielspaß-Oase?
Special 31,49 €
Drei Jahre nach dem Release von My Time at Portia melden sich die Entwickler von Pathea Games mit einem offiziellen Nachfolger der Lebens- und Farming-Simulation zurück. Die hat natürlich einige Neuerungen parat: frisches Setting, hübschere Grafik, flüssigeres Gameplay. Wie sich My Time at Sandrock spielt, haben wir uns im Early Access näher angeschaut.
Über zwei Millionen verkaufte Einheiten, 20 Millionen US-Dollar an Einnahmen, 34.000 positive Spieler-Bewertungen auf Steam sowie zahlreiche Ports auf Konsolen und Mobile-Geräte: My Time at Portia war zum Release im Januar 2019 ein absoluter Erfolg. Der Mix aus Farming- und Lebenssimulation, abgerundet mit ein paar Rollenspiel-Elementen, traf einfach genau den Nerv der Zeit. Da war es eigentlich nur logisch, dass uns die chinesischen Entwickler von Pathea Games irgendwann mal einen offiziellen Nachfolger vorsetzen würden.
Tatsächlich hat es aber fast drei Jahre gedauert, bis wir den mit My Time at Sandrock (jetzt kaufen / 31,49 € ) endlich bekommen haben. Drei Jahre, in denen eine Kickstarter-Kampagne gestartet, eine halbe Million Dollar gesammelt und aus einem ursprünglich nur als DLC geplanten Projekt doch noch ein vollumfängliches Sequel wurde. Am 26. Mai 2022 stand jetzt offiziell der Early-Access-Release des Open-World-Abenteuers an. Und wir haben uns auf dem PC mal angeschaut, ob es den Machern tatsächlich gelungen ist, ein spielerisch und technisch noch runderes Gesamtpaket abzuliefern.
In diesem Artikel
Willkommen in der Wüste
Quelle: PC Games
Zu Beginn benutzt ihr auch gerne mal gar keine Werkzeuge, sondern wühlt einfach im Dreck nach Materialien.
An der Ausgangslage hat sich natürlich nichts geändert, da bleiben die Entwickler ihrem bewährten Konzept treu. Ihr spielt also wieder einen kleinen Baumeister, den ihr euch zu Beginn mit einem umfangreichen Charaktereditor selbst zusammenbasteln dürft, leider ohne ordentliche Optionen für Bärte. Dann geht's ab in eine etwas heruntergekommene Kleinstadt, der ihr mit eurem handwerklichen Geschick zu neuem Glanz verhelfen sollt. So weit, so bekannt.
Neu ist das ganze Drumherum: das Setting, die Charaktere, die Story. Schauplatz ist dieses Mal nämlich die namensgebende Wüstenstadt Sandrock, die sich mit fiesen Banditen, angriffslustigen Echsenmenschen und einer verschwundenen Bürgermeisterin herumschlagen muss.
Außerdem bringt der Tapetenwechsel auch spielerisch einiges Neues mit sich: Zwischen Stein und Sand sind Ressourcen nochmal um einiges schwerer zu finden als noch im satt grünen Portia. Wasser ist zum Beispiel Mangelware. Bäume gibt es auch so gut wie gar keine. Und von den wenigen, die in der Umgebung herumstehen, solltet ihr besser die Finger lassen - sonst gibt es Ärger vom örtlichen Umweltbeauftragten, der euch auch gerne mal eine Strafe aufbrummt.
Mülltrennung mal anders
Wenn es ums Ressourcensammeln geht, müsst ihr also ein klein wenig erfinderisch werden: Statt Holz zu hacken und Steine zu klopfen, sammelt ihr lieber Schrott, um den dann in euren neuen Recycler zu schmeißen. Der macht aus Metall- und Gummi-Schnipseln verwertbare Crafting-Materialien, die ihr dann an eurer Werkbank weiterverarbeiten könnt.
Quelle: PC Games
Der Verwertungsprozess eures Schrotts läuft in Echzeit. Ihr müsst also oft wartend in der Gegend rumstehen.
So entsteht zu Beginn schnell der genreübliche Gameplay-Loop: Ihr rennt durch die Gegend und kloppt auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Ihr werft den Kram in den Verwerter, um euch bessere Werkzeuge zu basteln. Mit denen farmt ihr dann höherwertige Rohstoffe, um neue Maschinen zu bauen, die noch bessere Werkzeuge herstellen. Und so weiter und so fort.
Das weckt zunächst den Ehrgeiz, gestaltet sich aber bald als ziemlich nervenaufreibend. Zum einen ist das ständige Gesammel ein wenig monoton, zum anderen ist andauernd euer Inventar voll. Und dann wäre da ja auch noch eure Ausdauer, die euch gefühlt schon gegen Mittag ausgeht, sodass ihr nur noch durch die Gegend laufen und mit Leuten quatschen könnt.
