Ab sofort wieder regelmäßig: Der Cynamite-Musiktipp. Diese Woche mit den Prog-Metal-Urgesteinen Dream Theater.
Im Musik-Tipp der Woche verrät jede Woche ein anderes Mitglied des Cynamite-Teams sein derzeitiges Lieblingsalbum. Den Anfang macht Simon Fistrich mit dem neuen Dream Theater-Album Black Clouds & Silver Linings.
Quelle: http://www.roadrunnerrecords.com
Dream Theater: Black Clouds & Silver Linings
"Bereits zum zehnten Mal beglücken uns die Progmetal-Kings von Dream Theater mit einem neuen Studioalbum, und bereits zum zehnten Mal schaffen sie es, dass sich die neue Scheibe erstmal völlig anders anhört als die davor. Vorweg: Black Clouds & Silver Linings kann es nicht mit meinen DT-Lieblingsepen A Change of Seasons und Scenes from a Memory aufnehmen, nach dem 20. Durchlauf (was ziemlich wenig ist, um ein Dream-Theater-Album vernünftig einschätzen zu können), bin ich mir aber sicher, dass es ein verdammt gutes und vor allem angenehm ausgewogenes Album für alle Freunde des anspruchsvollen Musikgenuss' geworden ist.
Quelle: http://www.roadrunnerrecords.com
v.l.: Jordan Rudess (Keyboards), John Myung (Bass), Mike Portnoy (Drums), John Petrucci (Gitarre), James la Brie (Gesang)
Vorbei die Zeiten, dass sich die fünf virtuosen Musiker entweder durch extrem harte (vgl. Train of Thought), extrem abgespacte (vgl. Six Degrees of Inner Turbulence, Disc 1) oder extrem kommerzielle (vgl. Falling Into Infinity) Klänge beweisen mussten. Man hört Black Clouds & Silver Linings eine kompositorische Entspanntheit an, die man so lange nicht mehr aus dem Hause Dream Theater wahrgenommen hat.
Tatsächlich kommen alle Facetten von Dream Theater zur Geltung. Die Metal-Fraktion hört sich an The Shattered Fortress satt, Fans eingängiger Rockstücke werden mit A Rite of Passage bedient. Die nur ein ganz kleines bisschen schmalzige Halbballade Wither öffnet Frauenherzen (nicht nur!), das luftig-proggige The Best of Times sowie die epischen A Nightmare to Remember und Count of Tuscany stellen alle Altfans zufrieden.
Ewiger Streitfaktor, und das ändert sich auch mit diesem Album nicht, bleibt die relativ helle Stimme von James LaBrie, die so gar nicht ins Jahr 2009 passen will. Trotzdem: Black Clouds & Silver Linings ist das beste Dream-Theater-Album seit dem derben 2003er-Metal-Output Train of Thought. Was so viel bedeutet, dass das hier die Scheibe des Jahres ist. Übrigens: Die Special Edition enthält eine Disc mit Coversongs und eine Disc mit der Instrumental-Version des kompletten Albums.
Band: Dream Theater
Album: Black Clouds & Silver Linings
Tracks: A Nightmare To Remember (16:12), A Rite of Passage (8:36), Wither (5:26), The Shattered Fortress (12:49), The Best of Times (13:07), The Count of Tuscany (19:17)
Label: Roadrunner Records
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Wertung: 9/10
