Muscle Heat

Test

Der Filmtitel, der im Zusammenhang mit dem Cover-Motiv der DVD dezent an einen Gay-Porno erinnert, ist eine Synthese aus den beiden Begriffen "Muscle Dome" und "Blood Heat". Erstes ist eine illegale Kampfarena, letzteres eine enorm kraftsteigernde Droge mit gewaltigem Suchtpotenzial.

Beides bestimmt im heruntergekommenen Tokio des Jahres 2009 das Leben der zumeist verarmten Menschen. Joe Jinno (Kane Kosugi), Ex-Navy Seal und japanischer Detective, soll die Verbreitung der Wunderpillen eindämmen und Drogenboss Kenji (Masaya Kato) aus dem Verkehr ziehen.

Im Gegensatz zum gegenwärtigen Hollywood-Trend, die Kampfszenen mit ultra-naher, verwackelter Kamera und zu schnellen Schnitten zu versauen, hat man hier fast alles richtig gemacht. Die von Jackie Chans Stuntteam choreografierten Fights wurden in dieser Endzeit-Vision à la "Die Klapperschlange" meist aus übersichtlichen Perspektiven ohne Schnitt-Schluckauf eingefangen.

Als Zusatz bietet die DVD immerhin ein fünfminütiges Making of, welches Kane Kosugi, Sohn des legendären Ninja-Darstellers Sho Kosugi, beim Einstudieren einiger Kampfchoreografien sowie Statements der Filmemacher zeigt.

Der Original-Trailer und eine DVD-Programmvorschau mit acht Titeln (u.a. "Arahan", "Extreme Crisis", "The Final Cut", "Darkness" und "Adam & Evil") runden das schmale Bonuspaket ab. TO n

Fazit

Film-Check: Cooler Japan-Actioner mit tollen Fights, blutigen Shoot-outs und sogar recht akzeptabler Story.
DVD-Fazit: Ein kleiner DVD-Geheimtipp für Eastern-Fans. Lobenswert: Ungeschnitten und mit Originalton.

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