Motorstorm: Apocalypse im Test! Wir haben den dritten PS3-Teil der Motorstorm-Reihe getestet und freuen uns über die bisher spektakulärste Motorstorm-Folge. Auch den 3D-Modus haben wir getestet!
Vorhang auf für unseren Test von Motorstorm: Apocalypse! Motorstorm von den Evolution Studios (WRC-Reihe) gehört zu den ältesten PS3-Serien, erschien Teil 1 doch zeitgleich mit der PS3 am 23. März 2007. Damals seid ihr über staubige Wüstenstrecken gerast, bei Motorstorm: Pacific Rift war eine Pazifikinsel Schauplatz und beim PSP-exklusiven Motorstorm: Arctic Edge habt ihr eure Fahrzeuge über Schnee uns Eis bugsiert. Mit Apocalypse wird Motorstorm jetzt zum Straßenrenner. Was auf den ersten Blick nach einem Rückschritt aussieht, entpuppt sich schnell als die bisher spektakulärste Folge der Rennspiel-Serie.
Das hat uns an Motorstorm: Apocalpyse gefallen:
Story-Modus
Die Entwickler haben Motorstorm erstmals eine fortlaufende Handlung spendiert, die in ca. einminütigen Filmsequenzen im Comic-Look erzählt wird. Im Mittelpunkt steht der ungewöhnliche Schauplatz des Motorstorm-Festivals: Eine erdbebenerschütterte, in sich zusammenfallende Großstadt. Um dieses nicht alltägliche Ereignis herum wurden kleine Geschichten gestrickt, in der die einzelnen Fahrer wahlweise auf cool, verliebt, abweisend, wagemutig oder nachdenklich machen. Die Filmszenen sind sicher nicht oscarpreisverdächtig, aber trotzdem eine nette Neuerung. Schön: In jedem der drei Schwieriegkeitsgrade erlebt ihr eine andere Handlung.
Strecken
Sie sind der Star von Motorstorm: Apocalypse, die 10 Kurse. Ihr rast über Hochhäuser, durch (!) Hochhäuser und unter Hochhäuser während sie gerade zusammenstürzen. Außerdem gibt es eine Strecke am Hafen, auf dem Highway, im Umland und einiges mehr. Die Pisten halten genügend unterschiedliche Untergründe bereit, so dass Motorstorm: Apocalypse weit von einem klassischen Street-Racer entfernt ist. Weil die Stadt am Einstürzen ist und parallel zu den Rennen Kämpfe zwischen Plünderern und der Miliz stattfinden, wirken die Kurse sehr "lebendig". Wie gehabt gibt es oft Parallel-Passagen, so dass die Strecken nicht so schnell langweilig werden.
Grafik
Die Optik in Motorstorm: Apocalypse ist ausgezeichnet. Obwohl während der Rennen unheimlich viel passiert und 16 Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke sind, läuft der Sony-Racer ruckelfrei und konstant mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Texturen sind vielfältig, die Lichteffekte schön anzuschauen und die Fahrzeuge detailreich. Da viel mit Spezialeffekten und Unschärfefiltern gearbeitet wird, werden unsere Screenshots der tatsächlichen Grafik-Qualität nicht vollends gerecht.
3D-Modus
Wir haben Motorstorm: Apocalypse auch in 3D getestet auf einem 50-Zoll-Plasma von Panasonic. Während in der Außenperspektive die Fahrzeuge ungewöhnlich langgezogen wirken, entfaltet die 3D-Option in der Ego-Perspektive ihre volle Pracht. Neben der tollen Räumlichkeit begeistern die zahlreichen Objekte, die scheinbar aus dem Bildschirm treten, zum Beispiel Geröll, Glassplitter, Papierfetzen oder Regentropfen. Man geht regelmäßig instinktiv in Deckung wenn einem wieder ein Gegenstand entgegenschleudert. Für uns gehört Motorstorm: Apocalypse zu den bisher beeindruckendsten 3D-Spielen.
Fahrverhalten
Das im Gegensatz zum Vorgänger vereinfachte, sehr arcadige Fahrverhalten dürfte nicht jedem Motorstorm-Fan gefallen, wir finden die Veränderung aber goldrichtig. Denn auch ohne Trägheit werdet ihr oft genug in einer Mauer oder im Abgrund landen. Immerhin sind Unterschiede zwischen den 13 Fahrzeugklassen spürbar - ein Monster Truck fährt sich natürlich anders als ein Motorrad. Da Motorstorm: Apocalypse im Story-Modus aber pro Rennen ein bestimmtes Fahrzeug vorgibt, seid ihr immer mit dem "richtigen" Vehikel unterwegs.
"Vorteile"
Neuerung! Ihr dürft sogenannten Vorteile freispielen, mit denen ihr eure Fahrzeuge verbessern dürft. Die sind dann beispielsweise robuster, haben einen verlängerten Boost oder einen höheren Grip. Dabei könnt ihr immer nur bestimmte freigespielte Vorteile einsetzen, was dem Spiel eine gewisse taktische Komponente verleiht.
Mehrspieler-Modus
Hier hat sich im Vergleich zum Vorgänger wenig getan, doch Vierspieler-Splitscreen ist auch diesmal eine positive Erwähnung wert. Online gibt es wie gehabt ein Ranglisten-System und auch hier könnt ihr die "Vorteile" einsetzen.
