Mortal Kombat 11: Knochenbrecher, Hirnfresser, Brustkorb-Zermatscher: So spielt sich das Splatter-Spektakel!

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Mortal Kombat 11: Knochenbrecher, Hirnfresser, Brustkorb-Zermatscher: So spielt sich das Splatter-Spektakel!
Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios

Bei einem Hands-on-Event Mitte Januar in London konnten wir eine Schnupperverison von Mortal Kombat 11 mehr als 2,5 Stunden lang spielen. In unserer Vorschau verraten wir euch, wie sich das Splatter-Spektakel spielt.

Die Game Awards in Los Angeles am 6. Dezember 2018: Pünktlich zum Nikolaustag kündigten Warner Bros. und Beat'em-Up-Spezialist Netherrealm Studios Mortal Kombat 11 (jetzt kaufen / 42,49 € ) an.

Mittel zum Zweck: Ein zweieinhalbminütiger Render-Trailer, der die Serienveteranen Raiden und Scorpion in einem unfassbar blutigen Zweikampf gegeneinander antreten ließ. Der Trailer wurde mehr als 5,7 Millionen Mal aufgerufen, kassierte mehr als 190.700 "Daumen hoch"-Bewertungen, generierte mehr als 46.100 Kommentare - und sorgte für jede Menge Diskussionsstoff.

Nicht nur, was Netherrealms Musikauswahl angeht - vielen Fans passte der Hip-Hop-Titelsong "Immortal" von 21 Savage ganz und gar nicht in den Kram. Sondern auch aus erzählerischer Sicht. Denn schon nach 58 Sekunden gelingt es Donnergott Raiden, Scorpions Gesichtsmaske zu Helden-Baukasten: Bereits in <em>Injustice 2</em> vom selben Entwickler durften wir mit einem Charakter-Anpassungssystem experimentieren. Jetzt findet das Konzept auch in <em>Mortal Kombat</em> Verwendung. Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Helden-Baukasten: Bereits in Injustice 2 vom selben Entwickler durften wir mit einem Charakter-Anpassungssystem experimentieren. Jetzt findet das Konzept auch in Mortal Kombat Verwendung. zerschmettern und ihn mit voller Wucht gegen eine Steinsäule zu schleudern. Serientypisch ist die Tortur damit jedoch noch nicht vorbei. Im Gegenteil: Raiden bricht Scorpion zunächst den Brustkorb und befeuert dessen Schäden dann solange mit Lichtblitzen, bis dieser - wie ein rohes Ei in der Mikrowelle - von innen heraus zerplatzt.

Das Merkwürdige: Kaum ist Scorpion Geschichte, stolziert bereits ein neuer, optisch leicht veränderter Scorpion in die Arena. Der Ninja verwandelt sich in eine lebende Fackel, brennt Raiden den gesamten Bauchbereich weg und erlöst sein Opfer dann mit zwei gezielten Katana-Hieben von seinen Höllenqualen. Doch wie kann all das eigentlich sein? Wieso stirbt Scorpion und ist dann wenig später wieder quicklebendig? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu liefern und den Medien erstmals Hands-on-Eindrücke zu gestatten, lud Warner Bros. am 17. Januar 2019 auf einen weltweiten Gameplay-Reveal-Event in London. Wir waren war vor Ort - und ziemlich begeistert.

Kronika ist an allem schuld

Narrativ macht Mortal Kombat 11 genau dort weiter, wo Mortal Kombat X aufhörte. Raiden hat Shinnok vernichtend geschlagen und sich seit diesem Kampf in den Kopf gesetzt, die Erde noch besser vor den Mächten des Bösen zu schützen. Mit anderen Worten: Wer sich fortan dem Shang Tsungs Inselruine: Beim Detailgrad der Arenen legen die Entwickler nochmals eine Schippe drauf. Mit dem passenden Bildschirm und einer PS4 Pro erstrahlt die Action natürlich in 4K-Auflösung (1) Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Shang Tsungs Inselruine: Beim Detailgrad der Arenen legen die Entwickler nochmals eine Schippe drauf. Mit dem passenden Bildschirm und einer PS4 Pro erstrahlt die Action natürlich in 4K-Auflösung (1) Erdenreich in den Weg stellt, muss sterben! Genau diese Einstellung aber bringt die Balance im Universum grundlegend durcheinander und ruft eine gänzlich neue Figur namens Kronika auf den Plan. Kronika ist die "Hüterin der Zeit" und setzt nun alles daran, Raidens Säuberungsfeldzug zu vereiteln. Erin Piepergerdes, ausführender Produzent bei Netherrealm, erklärt im Gespräch: "Kronika verfügt über mächtige Zeitmanipulationskräfte und will das Gleichgewicht im Universum wiederherstellen. Zu Beginn der Geschichte erlebt der Spieler, wie sie die Zeit zurücksetzt. Nun ja, und von dort an wird's richtig verrückt."

Zwar war der Story-Modus auf dem Event noch nicht spielbar, schenkt man jedoch den Aussagen von Serienschöpfer Ed Boon Glauben, sind Zeitreisen das bestimmende Thema der Kampagne. So soll es unter anderem vorkommen, dass zentrale Charaktere immer wieder auf jüngere als auch ältere Versionen der bekannten Heldenriege treffen - und daher streckenweise sogar ihrem eigenen Ich begegnen. Was im Übrigen auch erklären würde, warum Scorpion im Ankündigungstrailer gleich zweimal auftaucht.
Fußmassage: Knochenbrecher aller Art werden erneut mit Naheinstellungen ins rechte Licht gerückt. Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Fußmassage: Knochenbrecher aller Art werden erneut mit Naheinstellungen ins rechte Licht gerückt. Doch damit nicht genug: Im Rahmen des Events ließ Ed Boon zudem durchsickern, dass Kronika bereits seit dem allerersten Serienteil im Hintergrund die Fäden zieht, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen. Es würde uns also nicht wundern, wenn der Story-Modus immer wieder gezielt Ereignisse und Schauplätze aus vorherigen Spielen aufgreift.

Ergänzend zum Story-Modus dürfen sich Fans außerdem auf eine Vielzahl anderer Spielvariante freuen, darunter klassische Off- und Online-1vs1-Duelle, einen umfangreichen Trainingsmodus sowie zwei Varianten des beliebten Towers-Modus. Letztere konfrontieren den Spieler mit einer vorgegebenen Abfolge an Gegnern und verändern die Matchbedingungen durch diverse Modifikatoren.

Frischzellenkur fürs Kampfsystem

Spielmechanisch betrachtet bietet Mortal Kombat 11 einige interessante Veränderungen, allen voran beim Kampfsystem. Zur Erinnerung: In Mortal Kombat X schlummerte unten links im Bild ein dreigeteilter Balken. Wollte man einen verbesserten Special Move durchführen, kostete dies eine Ab 33 Prozent Lebensenergie verfügbar: Fatal Blows ersetzen die X-Ray-Moves aus <em>Mortal Kombat X</em>. Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Ab 33 Prozent Lebensenergie verfügbar: Fatal Blows ersetzen die X-Ray-Moves aus Mortal Kombat X. Balken-Ladung. Kombo-Breaker benötigten zwei Balken, und für knochenbrechende X-Ray-Moves mussten alle drei Balken geopfert werden. In Mortal Kombat 11 krempeln die Entwickler dieses System nun in Teilen um. "Jetzt haben wir zwei verschiedene Energiebalken", verrät Erin Piepergerdes. "Einen für offensiv ausgerichtete Manöver und einen für defensiv ausgerichtete Attacken. Wenn man beispielsweise eine verbesserte Version von Scorpions legendärem Ketten-Angriff durchführen möchte, welches die Kette in Brand setzt und mehr Schaden verursacht, dann benötigt man dafür die Energie des Offensiv-Balkens. Verfügt man dagegen über einen gut gefüllten Schildbalken, kann man seine Energie für besonders wirksam Verteidigungsmanöver einsetzen - den brandneuen Perfect Block zum Beispiel."

Wichtig in diesem Zusammenhang: Die beiden neuen Balken sind mit einem Schwert (Offensiv-Energie) und einem Schild (Defensiv-Energie) gekennzeichnet und regenerieren sich im Matchverlauf von selbst. Die durchschlagenden X-Ray-Moves hingegen heißen nun "Fatal Blows" und stehen einer Spielfigur immer erst dann zur Verfügung, wenn sie nur noch über ein Drittel ihrer Lebensenergie verfügt. Ist diese Voraussetzung erfüllt, genügt ein gleichzeitiges Hineindrücken der unteren beiden Schultertasten, und der verheerende Fatal Blow wird ausgeführt. Streng genommen handelt es sich hierbei also um eine Art Rettungsanker, welcher am Ende einer verloren geglaubten Partie mit etwas Glück doch noch die Wende bringt.

Abgerundet wird die vielversprechende Gameplay-Evolution von einem komplexen Charakter-Individualisierungssystem à la Injustice 2. Ob Ausrüstungsteile oder Waffen-Verstärkungen, Intro- oder Sieg-Animationen, Fähigkeiten oder KI-Parameter - erstmals dürfen wir jedes Detail haarklein anpassen und uns so uns ganz individuellen Lieblingshelden maßschneidern.

Handverlesenes Helden-Aufgebot

Die Mortal-Kombat-Reihe lebte schon immer von ihrer illustren Heldenriege und umfasst heute mehr als 75 verschiedene Figuren. Mindestens 25 davon werden zum Start in Mortal Kombat 11 vertreten sein, darunter Serien-Urgesteine wie Donnergott Raiden, Spezialagentin Sonya Blade Der Tod kommt in Zeitlupe: Ob die USK solchen Szenen grünes Licht geben wird, war im Rahmen des Events noch nicht sicher. Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Der Tod kommt in Zeitlupe: Ob die USK solchen Szenen grünes Licht geben wird, war im Rahmen des Events noch nicht sicher. sowie die beiden legendären Ninjas Scorpion und Sub-Zero. Mit Klingenkrieger Baraka und Blutmagierin Skarlet bringen die Macher zudem zwei absolute Fan-Favoriten zurück, die in Mortal Kombat X nicht spielbar waren. Gänzlich neu ist hingegen Geras. Der kahlköpfige Handlanger von Kronika misst über zwei Meter, ist stark wie ein Bär und kann - genau wie seine Herrin - die Zeit zu seinem Vorteil manipulieren. Mit "Lost Time" respektive "Spare Time" zum Beispiel verkürzt beziehungsweise verlängert er die Matchdauer um 30 Sekunden. Nicht minder praktisch ist "Reverse Time". Denn hierdurch wird Geras an den Ort teleportiert, an welchem er sich vor vier Sekunden befand - inklusive der Lebensenergie, die ihm noch vor vier Sekunden zur Verfügung stand.

Direkt nach einem Gegentreffer eingesetzt, kann sich der Held damit also zum gewissen Grad heilen. Ergänzend dazu macht sich Geras den Sand der Zeit zunutze, um Gegner auf vielfältige Art und Weise aus dem Konzept zu bringen. Mittels "Quick Sand" etwa verschwindet der Haudrauf-Hüne kurzzeitig im Boden und taucht hinter seinem Gegner wieder auf. Ziemlich praktisch, um beispielsweise einem bevorstehenden Spezialangriff zu entkommen. Die entsprechende Tastenkombination vorausgesetzt, nutzt Geras Treibsand außerdem dazu, eine rasiermesserscharfe Stachelfall zu erzeugen, sich selbst an vorher festgelegte Orte zu teleportieren, Gegner für einige Sekunden im Boden festzuhalten oder Feinde in der Luft mit zwei Vorschlaghämmern aus Sand ordentlich weichzuklopfen.

Fatalities neu definiert

Klingt alles noch ziemlich harmlos? Keine Sorge: Wenn Geras seinen Fatal Blow oder seinen Fatality auspacken, wird's richtig blutig! Im Falle des Fatalities etwa taucht er abwechselnd vor und hinter seinem Gegner auf und malträtiert zunächst dessen Brustkorb, sodass faustdicke Fleischfetzen herausfliegen. Sekunden später dann der vernichtende Finalschlag auf den Hinterkopf, wodurch sich das Gehirn des Opfers aus dem Schädelknochen löst und mit Hochgeschwindigkeit nach vorne fliegt. Autsch! Und garantiert ein Grund, warum die USK schon jetzt Abgespeckt: Auf dem Event zeigte der Figurenauswahl-Bildschirm lediglich diese sieben Recken. Später sollen es mindestens 25 sein, darunter vermutlich auch Reptile und Kabal. Shao Kahn gibt’s als Vorbesteller-Bonus. Quelle: Warner Bros. / Netherrealm Studios Abgespeckt: Auf dem Event zeigte der Figurenauswahl-Bildschirm lediglich diese sieben Recken. Später sollen es mindestens 25 sein, darunter vermutlich auch Reptile und Kabal. Shao Kahn gibt’s als Vorbesteller-Bonus. Bauchschmerzen hat.

Doch auch die Fatalities der anderen sechs bisher spielbaren Charaktere sind morbider als je zuvor. Sub-Zero zum Bespiel beschwört eine Eisstatue, die einen Speer gen Himmel richtet. Kurz darauf wuchtet er das Opfer genau so in die Luft, dass es - Kopf nach unten - am Speer hängen bleibt. Sub-Zero macht einen Schritt nach vorn, rammt seine Faust in den Bauch den Gepeinigten, reißt die Wirbelsäule samt Schädel heraus und zerfetzt den Kopf auf der Speerspitze. I-Tüpfelchen des morbiden Spektakels? Ein in Zeitlupe durchs Bild fliegende Auge. Heftig? Heftig!

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