Mortal Kombat 11 Aftermath im DLC-Test: Blutleere Erweiterung mit coolen Kämpfern

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Mortal Kombat 11 Aftermath im DLC-Test: Blutleere Erweiterung mit coolen Kämpfern
Quelle: NetherRealm Studios

Kurz nach der Ankündigung ist die Story- und Charaktererweiterung Aftermath für Mortal Kombat 11 bereits erhältlich. Wir klären für euch in unserem DLC-Test zum Brutalo-Prügler, ob sich die zusätzliche Geschichte auch lohnt und welche Inhalte sonst noch drinstecken, die den relativ hohen Anschaffungspreis rechtfertigen sollen.

Nach einem knappen Jahr und den ersten sechs Neuzugängen für das Kämpfer-Roster erscheint der Aftermath-DLC für Mortal Kombat 11 nicht einmal einen Monat nach seiner Ankündigung. Darüber waren wir wahrscheinlich genauso überrascht wie ihr, denn eine Erweiterung, die die Geschichte des Hauptspiels weitererzählt, gab es vorher in keinem Titel der Mortal-Kombat-Reihe. Neben der Storyerweiterung will Aftermath weiterhin durch drei neue Kämpfer bestechen - mit Sheeva und Fujin kehren zwei altbekannte Gesichter zurück, deren letzter Auftritt schon eine Weile her ist.

Mit dem dritten Neuzugang Robocop gesellt sich ein weiterer prominenter Film-Gast zu der bereits üppigen Kämpferriege. Zu guter Letzt dürfen sich auch die Besitzer aller Versionen von Mortal Kombat 11 über einige kostenlose Updates wie neue Arenen und die Rückkehr der beliebten Friendship-Finisher freuen.

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Der Haken an der Aftermath-Erweiterung ist der üppige Preis von 40 Euro. Ob dieser gerechtfertigt ist? Wir haben uns die Inhalte von Aftermath im Test genau angesehen.

Der ewige Kampf

Die Geschichte von Aftermath knüpft direkt an das Ende der Hauptstory an und kann im Menü separat ausgewählt werden. Wer die Auflösung des ursprünglichen Story-Modus also noch nicht gesehen hat und gewisse Spoiler vermeiden will, sollte zum nächsten Punkt springen. Wer dennoch weiterlesen möchte, sei somit gewarnt. Nach seinem Sieg über Kronika lag es an Liu Kang, die Zeitlinien neu zu gestalten. Dass dies der Fall war, dachten wir nach dem Ende wohl alle. Aber prompt werden die Karten durch den Auftritt eines eher ungewöhnlichen Trios neu gemischt. Oberbösewicht Shang Tsung, begleitet durch Nighthawk und Fujin sowie aus Kronikas Fängen befreit, warnt Liu Kang vor der Benutzung des Stundenglases: Ohne Kronikas Krone, die beim vorangegangenen Kampf zerstört wurde, würde die originale Zeitlinie nicht wiederhergestellt werden können. Also entscheiden sich die Helden vorerst, Shang Tsung zu vertrauen, und schließen sich seinem Vorhaben an, die Krone aus der Vergangenheit zu stehlen und sie Liu Kang in der Zukunft zu überbringen.

Finish it?

In Aftermath sind die Helden wohl oder übel auf die Hilfe des verräterischen Zauberers Shang Tsung angewiesen. Ob sie das irgendwann bereuen werden? Quelle: PC Games In Aftermath sind die Helden wohl oder übel auf die Hilfe des verräterischen Zauberers Shang Tsung angewiesen. Ob sie das irgendwann bereuen werden? Hauptaspekte der Erzählung sind laut den Netherrealm Studios Themen wie Vertrauen und Verrat. Kann die Story aber in den fünf Kapiteln auch die versprochene Tiefe vorweisen? Die Antwort lautet hier klar: nein. Mit einer Länge von nur knapp drei Stunden ist die Kampagne auch viel zu kurz, um eine tiefgründige Erzählstruktur zu beinhalten. Die Plot-Twists rund um den Verratsaspekt überraschen kaum und lassen sich bereits aus kilometerweiter Entfernung leicht ausmachen. Wie auch in der Hauptstory zuvor besteht das Gameplay nur aus stinknormalen Kämpfen, die jeweils vorher und nachher von actionreifen Cutscenes begleitet werden. Diese sind wie schon gewohnt auf höchster Qualität und wissen zu unterhalten. Schade ist hier aber, dass es keine wirklich neuen Schauplätze oder Ereignisse gibt - auf ihrer Suche nach der Krone in der Vergangenheit passiert das (Un)Helden-Trio nämlich nur die aus der Hauptgeschichte bekannten Locations. Zusammen mit der kurzen Spielzeit und der sehr vorhersehbaren Story ergibt sich hier ein eher uninteressanter Mix, der nicht nur für Langeweile sorgt, sondern auch durch den hohen Preis einen faden Beigeschmack hat.

Kämpfer haben keinen Namen, sie haben ein Programm

Im Gegensatz zum neuem Story-­Modus können sich die drei neuen Kämpfer aber sehen lassen. Die Nether­realm Studios zeigten schon mit dem Hauptspiel und dem ersten Kombat-Pack, dass sie in Sachen Beat 'em Ups immer noch zu den talentiertesten Entwicklern der Spielwelt zählen. Die drei Neuzugänge Fujin, Sheeva und Robocop spielen sich allesamt hervorragend. Altbekannte Angriffe wie Fujins Tornadowellen oder auch Sheevas Signatur-Stampfattacke lassen das Fan-Herz höherschlagen. Bei den neuen Fatalities und Fatal Blows fliegen wieder viele Innereien über den Bildschirm, sodass man sich fragen muss, ob die Macher sich als Nächstes vielleicht an einem Chirurgie-Simulator versuchen sollten. Neben den gelungenen Charakteren sollten auch noch die Neuerungen des kostenlosen Updates zum Aftermath-DLC angesprochen werden. Diese versorgen alle Spieler mit vier neuen Arenen und der Rückkehr der Stage-Fatalities und Friendship-Moves. Solche Updates sind gern gesehen und man würde sich wünschen, dass uns Netherrealm in Zukunft weiterhin damit versorgt. Wie wäre es als Nächstes mit der Rückkehr der Tower-Minigames?

Meinung & Fazit

Meinung

Fazit

Lohnt sich nicht - ein zu hoher Preis für eine kurze Kampagne, die keine wirklichen Neuerungen bringt

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