Gaming-Monitore: Auflösung und Bildformat

Special Antonio Funes
Gaming-Monitore: Auflösung und Bildformat
Quelle: Acer

Wir beantworten viele Fragen rund ium Monitore zu Panel-Arten, Hertz und Sync-Techniken. Zudem bieten wir 60 Gaming-Monitore in einer Marktübersicht.

Auflösung und Bildformat

Wichtig bei der Wahl eines Monitors ist vor allem die Auflösung, die gleichzeitig auch das Bildformat (Verhältnis Breite zu Höhe) vorgibt. Prinzipiell gilt: Je höher die Auflösung ist, die der PC für das gleiche 3D-Spiel berechnen muss, desto weniger FPS kommen am Ende dabei heraus. Die Auflösung wiederum besteht aus der Anzahl der Pixel in der Breite und in der Höhe, die der Monitor darstellen kann. Multipliziert man die beiden Werte, ergibt sich die Summe an Pixeln.

Je mehr Pixel zu berechnen sind, desto weniger FPS kann derselbe PC bei einem Spiel im Durchschnitt berechnen. Daher spielt es natürlich eine nicht unwesentliche Rolle, welche Auflösung der Monitor eurer Wahl haben soll. Bei dem als Standard geltenden 16:9-Format sind die drei wichtigen Auflösungen Full-HD (1920 x 1080 Pixel), WQHD (2560 x 1440 Pixel) und 4K beziehungsweise UHD (3840 x 2160 Pixel). Ein Vergleich mit extrabreiten Monitoren nur auf Basis der beiden Pixelwerte für die Breite und Höhe ist wegen der abweichenden Formate etwas schwieriger. Beim Format 24:9 gibt es zum Beispiel Monitore, die bei der Höhe, genau wie bei Full-HD, 1080 Pixel bieten, bei der Breite aber 2560 Pixel wie bei WQHD.

Um abzuschätzen, welche Auflösung mehr Leistung vom PC verlangt als die andere, ist daher eine Tabelle hilfreich, die wir ein Stück weiter unten für euch vorbereitet haben. Dort findet ihr auch den ungefähr zu erwartenden Leistungsverlust bei den FPS-Werten im Vergleich zu Full-HD. Der Clou dabei ist, dass sich der Leistungsverlust nicht linear verhält.

Doppelt so viele Pixel bedeuten also nicht, dass man nur noch halb so viele FPS zur Verfügung hat. Dies liegt daran, dass zwar die Pixelanzahl sehr wichtig bei der 3D-Berechnung, aber nicht das einzig Entscheidende ist. Es gibt auch Dinge, die völlig unabhängig von der Auflösung berechnet werden und daher die FPS beeinflussen.

Dieser Einfluss kann aber je nach Spiel unterschiedlich groß sein - daher sind unsere Werte in der Tabelle nur eine durchschnittliche Einordnung, die euch ein wenig die Verhältnisse aufzeigen soll. Manche Games verlieren zum Beispiel beim Spielen bei 4K im Vergleich zu Full-HD fast 70 Prozent ihrer FPS, andere nur 50 Prozent. Doch genug der Worte, hier kommt unsere Übersichtstabelle:

Bezeichnung Seitenverhältnis Pixel Breite Pixel Höhe Pixelsumme etwa Pixel-Plus Leistung (%)
Full-HD 16 zu 9 1920 1080 2,07 Mio entfällt 100
UW-UXGA 21 zu 9 2560 1080 2,77 Mio 33 Prozent 85
WQHD 16 zu 9 2560 1440 3,69 Mio 78 Prozent 75
UW-WQHD 21 zu 9 3440 1440 4,95 Mio 139 Prozent 60
QHD+ 24 zu 10 3840 1600 6,14 Mio 196 Prozent 50
Dual QHD 32 zu 9 5120 1440 7,37 Mio 256 Prozent 45
UHD / 4K 16 zu 9 3840 2160 8,29 Mio 300 Prozent 40

Doch was sind unsere Empfehlungen? Beim 16:9-Format habt ihr eine enorm große Auswahl mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, da es als Standard auch für Fernseher dient.

Besonders breit ist der Philips Brilliance 498P9Z Quelle: Philips Besonders breit ist der Philips Brilliance 498P9Z Games sind zudem auf 16:9 ausgelegt, unter anderem auch deswegen, da sie in aller Regel als Konsolenversion erscheinen. Konsolen wiederum betreibt man traditionell an einem Fernseher, die ja eltichen Jahren 16:9 als Format nutzen.

Solltet ihr euch für 16:9 entscheiden, so empfehlen wir für einen typischen Gamer-Schreibtisch 27 Zoll als Größe und bei der Auflösung WQHD. Bei Full-HD könnte es sein, dass das Bild sichtbar pixelig wirkt. 4K wiederum frisst zu viel Leistung - hier gilt, dass man lieber in WQHD bei sehr hohen Details als bei 4K mit nur niedrigen Details spielen sollte.

Wer aber einen starken PC oder eine auf 4K ausgelegte Konsole hat, kann auch auf 4K setzen. Allerdings wird es bei 4K schwieriger mit Gaming-Features wie einer hohen Bildwiederholrate, wobei es dank HDMI 2.1 inzwischen auch einige 4K-Modelle mit 120 Hertz und mehr gibt. Falls ihr wiederum wisst, dass ihr bestimmte Games spielen werdet, bei denen ein besonders breites Bildformat unterstützt wird und auch Sinn macht, steht euch auch der Griff zu einem Breitbild-Monitor offen.

Ein Beispiel wäre der Flugsimulator von Microsoft sowie auch einige Strategie- und Renn-Spiele. Auch manch ein Shooter gewährt durch das Breitbildformat ein weiteres Blickfeld zu den Seiten. Man sollte aber, wenn man sich für einen Breitbild-Monitor erwärmt, nicht vergessen, dass ein sehr breites Gerät unter Umständen den Platz für die eventuell vorhandenen Lautsprecher blockiert.

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