Monitore Kaufberatung: Fernseher statt Monitor und Kauf-Checkliste
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Ein guter Monitor ist eine Anschaffung für viele Jahre - daher sollte man bei einem Neukauf nicht an der falschen Stelle sparen. Wir geben Tipps zur Technik von Monitoren, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern. Dabei geht es um Gaming-Features, Display-Typen, Auflösungen und mehr. Zudem bieten wir über 70 Gaming-Monitore in einer Marktübersicht.
Fernseher statt Monitor
Natürlich kann man sich anstelle eines Monitors auch einen LCD-TV anschaffen, vor allem falls man seinen PC nicht an einem Schreibtisch nutzt, sondern das Display weiter weg stehen hat. Gut genug geeignet für Gaming sind die meisten TV-Geräte, schließlich sind Fernseher ja das Standard-Display von vielen Millionen Konsolen-Gamern. Viele LCD-TVs haben auch einen Gaming-Mode, in dem Features zur Bildverbesserung von Filmen deaktiviert sind. Dies verringert ein mögliches größeres Input-Lag. Beim Input-Lag handelt es sich um eine nicht durch das eigentliche Display verursachte Verzögerung, mit der das Bild dargestellt wird. Die Grafikkarte sendet das Bild, es kommt beim Fernseher (oder Monitor an), wird verarbeitet und dann vom Display dargestellt. Dies kann bei manchen Geräten so lange dauern, dass man beim Spielen eine spürbare Verzögerung bemerkt, beispielsweise einen Button drückt und erst eine halbe Sekunde später die entsprechende Aktion auf dem Bildschirm sieht.
In diesem Artikel
- Seite 1 Monitore Kaufberatung: Einleitung, Bildwiederholung, Freesync und G-Sync
- Seite 2 Monitore Kaufberatung: Größe und Auflösung
- Seite 3 Monitore Kaufberatung: 4K, Reaktionszeit und Display-Typen
- Seite 4 Monitore Kaufberatung: Fernseher statt Monitor und Kauf-Checkliste
- Seite 5 Monitore Kaufberatung: Marktübersicht
- Seite 6 Bildergalerie
Quelle: HP
BFGDs wie der HP Omen X Emperium 65 müssen bei 65 Zoll 4K und 144 Hz bieten, zudem ist Nvidia Shield mit eingebaut.
Obgleich viele Fernseher für Spiele gut geeignet sind, sind für anspruchsvolle Gamer Monitore aber trotzdem die bessere Wahl - wobei auch alles eine Frage des Preises ist. Die neuen von Nvidia mitpropagierten BFGDs (Big Format Gaming Displays) mit 65 Zoll und 4K-Auflösung kosten beispielsweise deutlich mehr als ein gleichgroßer Mittelklasse-Fernseher: Derzeit gibt es nur ein entsprechendes BFGD, und zwar von HP: den Omen X Emperium 65 für stolze 3800 Euro.
Größer als 32 Zoll, aber kleiner als 65 Zoll gibt es zudem so gut wie keine Monitore für Gamer, zumindest im Format 16:9. Zwar finden sich mehrere Dutzend Monitore mit 34 Zoll - dabei handelt es sich aber um Breitformat-Monitore (21:9), die nicht höher als ein 27- oder 28-Zoll-Monitor mit 16:9 als Bildformat sind, sondern lediglich breiter. Ein weiterer Vorteil von Monitoren im Vergleich zu LCD-TVs: Es gibt mit WQHD auch eine Kompromiss-Auflösung zwischen Full-HD und 4K. Wer allerdings wegen des Sitzabstands ein Display benötigt, das größer als 32 Zoll ist, auf der anderen Seite aber kleiner als 65 Zoll (oder günstiger als ein BFGD), der kann freilich zu einem LCD-TV greifen. In jedem Falle sollte man sich aber nach Erfahrungsberichten rund um Gaming umsehen und bei der Preisklasse nicht die unterste für die jeweilige Display-Größe anvisieren.
Checkliste vor dem Kauf
Bevor wir zur Marktübersicht kommen, wollen wir noch eine kurze Checkliste präsentieren, um beim Kauf die richtige Wahl zu treffen. Klar ist: Wenn euch der Preis egal ist, dann könnt ihr natürlich bei allen Features zum Besten vom Besten greifen. Ansonsten müsst ihr euch aber zwischen einigen Dingen entscheiden beziehungsweise abwägen: Größe, Bildformat, Auflösung, Hz-Wert, Sync-Technik und Panel-Typ. Wir gehen die Punkte einzeln durch:
Größe und Format: Bevorzugt ihr das Standardformat 19:6? Dann dürfte ein 27 Zoll-Monitor am besten passen.
Quelle: LG Electronics
Im Breitbildformat: LG Electronics 34ZC89G B
Nur wenigen ist ein solcher Monitor zu groß, so dass 24 Zoll das Mittel der Wahl sind. Manch einer würde auch mehr als 27 Zoll nehmen - doch dann stellt sich die Frage, ob man für den fälligen Aufpreis nicht doch lieber bei 27 Zoll bleibt und das Geld in andere Eigenschaften investiert. Wer gerne ein besonders breites Bild möchte, was bei manchen Games durchaus attraktiv sein kann, wird bei 29 und 34 Zoll fündig - wobei diese Diagonale wie schon zuvor erwähnt vor allem durch die Breite des Displays zustande kommt.
Auflösung: Games werden auf absehbare Zeit so entwickelt, dass sie in Full-HD gut auf Endgeräten laufen. Insofern reichen 1920 mal 1080 Pixel aus. Wenn ein PC aber hohe Details sogar in 4K schafft, bietet sich diese hohe Auflösung an - allerdings sind Monitore mit hohen Hz-Werten und Sync-Funktionen bei 4K sehr teuer und selten. Daher empfehlen wir WQHD, also 2560 mal 1440 Pixel - zumindest bei Displays ab 27 Zoll. Bei 24 Zoll hält sich der sichtbare Vorteil eher in Grenzen.
Hz-Wert und Sync: Höhere Hz-Werte haben die bereits zuvor beschriebenen Vorteile, hinzu kommt, dass selbst bei einem statischen Bild, zum Beispiel beim Arbeiten mit Word oder beim Surfen im Internet, die Mausbewegungen etwas runder wirken. In Verbindung mit einer Sync-Technik macht ein Hz-Wert von über 120 Hz durchaus Sinn. Extrem hohe Werte - Asus hat gerade erst einen Monitor mit 300 Hz präsentiert - nutzen hingegen bei Spielen nur wenig, wenn der PC in einem Spiel "nur" 90 bis 120 FPS schafft.
Panel-Typ: Die drei Panel-Arten TN, IPS und VA haben wir ja bereits beschrieben. Wem der Panel-Typ wichtig ist, der muss eventuell bei den anderen Features Abstriche in Kauf nehmen, wenn die eierlegende Wollmilchsau zu teuer ist. Ansonsten kann an den Panel-Typen im Grunde genommen eher als Nebenschauplatz ansehen.
Diese Faktoren solltet ihr bei eueren Überlegungen also im Hinterkopf haben. Im Einzelfall kann es freilich schwer sein, welche Wahl man trifft. Nehmen wir an, 144 Hz, G-Sync und 27 Zoll stehen als Soll-Features fest, da man schnelle Games spielen will. Dann steht man bei einem begrenzten Budget meist vor der Entscheidung, ob man bei Full-HD bleibt und zu einem guten IPS-Panel greift oder sich mit einem TN-Panel begnügt, das aber WQHD bietet. Was man am Ende wählt, hängt freilich von individuellen Faktoren ab.
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