Monitore: Adaptive Sync, Ergonomie

Special Antonio Funes
Monitore: Adaptive Sync, Ergonomie
Quelle: Samsung

Wir erklären euch zwecks einer Kaufberatung viele Features rund um Monitore und bieten eine Marktübersicht mit 65 Modellen, davon 25 extrabreite Monitore.

Sync gegen Tearing

Im direkten Zusammenhang mit der Bildfrequenz steht das sogenannte Tearing. Wir hatten oben das Beispiel, dass die Grafikkarte ein Bild noch nicht fertig berechnet hat. Ein Monitor zeigt dann aber nicht das letzte, komplett berechnete Bild an, sondern die bereits fertigen Teile des neuen Bildes. Bildberechnung und Bildanzeige sind also nicht synchron zueinander. Da das Bild von oben nach unten berechnet wird, kann also das Bild im oberen Bereich schon den neuen Inhalt zeigen. Dies ist zunächst einmal kein großes Problem - wenn man aber nun in einem Spiel eine schnelle, horizontale Kamerabewegung vollzieht, seht ihr oben bereits das Ergebnis der geschwenkten Kamera, unten aber noch nicht.

Das Bild wirkt in dem Fall so, als sei es horizontal zerrissen. Dieser Effekt nennt sich Tearing. Jahrelang gab es als Mittel dagegen das softwarebasierte V-Sync. Dabei werden die FPS der Grafikkarte so beschränkt, dass ein FPS-Wert entsteht, der zur Bildfrequenz synchron sein kann. Bei 60 Hertz sind dies zum Beispiel Werte wie 20 oder 30, da ein Vielfaches dieser Werte 60 ergibt. Schafft die Grafikkarte zum Beispiel 44 FPS, wir auf 30 FPS begrenzt, damit man jedes Bild zweimal nacheinander zeigen kann und daher auf 60 Bilder kommt, die zu den 60 Hertz des Monitors passen.

Inzwischen gibt es aber adaptive Sync-Techniken, die dafür sorgen, dass vom Monitor aus eine Synchronisierung stattfindet. Um beim Beispiel zu bleiben: Bei 44 FPS schaltet der Monitor auf 44 Hertz um, damit Bild und Bildanzeige synchron sind.

G-Sync ist dabei eine Hardwaretechnik, die nur für Nvidia-Grafikkarten gedacht ist. AMD hatte als Konkurrenz Freesync ins Leben gerufen - und das Rennen am Ende auch gewonnen. Denn G-Sync macht Monitore spürbar teurer, Freesync hingegen ist günstig umsetzbar.

Mittlerweile hat Nvidia in den Treibern für Grafikkarten schon längst eine Freigabe für Freesync eingebaut. Bei vielen offiziell von Nvidia geprüften Monitoren findet man dazu als Info den Begriff G-Sync-kompatibel oder G-Sync zertifiziert - aber bis auf wenige Ausnahmen sind auch andere Freesync-Monitore in der Lage, sich mit Nvidia-Grafikkarten zu synchronisieren. Monitore mit G-Sync sind wegen der Aufpreise mittlerweile selten geworden.

Tearing Quelle: PC Games Hardware Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt Tearing während der Präsentation von G-Sync. Die Bezeichnung Adaptive Sync ist ein abermals allgemeinerer Ausdruck dafür, dass ein Monitor sich mit der Grafikkarte synchronisieren kann. Für Spieler sind die Sync-Techniken der Ausweg, um Tearing zu vermeiden. Man muss aber natürlich wissen, dass Monitore mit besonders hohen Bildfrequenzen eventuell ihren Sinn verlieren.

Wenn ihr mit maximal 70 bis 90 FPS spielt und immer eine Adaptive Sync-Technik aktiviert habt, dann bringt ein Monitor mit 144, 165 oder 185 Hertz keine Vorteile im Vergleich zu einem 120 Hertz-Modell.

Ergonomie

Nicht zu unterschätzen ist die Ergonomie eines Monitors, vor allem wenn ihr länger am PC arbeitet oder spielt. Gemeint sind Features, um den Monitor auf eure Sitzposition anzupassen. Eine Höhenverstellbarkeit sollte ein Monitor in jedem Falle bieten, eine Neigbarkeit ist ebenfalls hilfreich.

Seitlich schwenkbar muss der Monitor aber nicht unbedingt sein, außer ihr habt häufig Besuch, dem ihr das Display zuwenden wollt. Wer häufig mit Dokumenten unter Office arbeitet oder sich gerne Videos anschaut, die aus welchen Gründen auch immer von Smartphone-Besitzen im Längs- statt im Querformat aufgenommen wurden, wird die sogenannte Pivot-Funktion gut gebrauchen können, durch die ihr das Display um 90 Grad drehen könnt.

Viele Monitore bieten zudem eine VESA-Halterung, sodass ihr den Monitor an der Wand befestigen könnt. Auch alternative Standfüße sind damit möglich und können dafür sorgen, dass ein nicht höhenverstellbarer Monitor am Ende doch höhenverstellbar oder ein nicht neigbares Modell neigbar wird. Dabei solltet ihr aber darauf achten, für welches Gewicht der neue Standfuß geeignet ist.

  1. Seite 1 Monitore: Displaygröße, Auflösung, Bildformate und Leistung
  2. Seite 2 Monitore: Panel-Typen, Bildwiederholfrequenz
  3. Seite 3 Monitore: Adaptive Sync, Ergonomie
  4. Seite 4 Monitore: TV-Geräte, Kauftipps und Marktübersicht mit 65 Monitoren
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