Monitore: Panel-Typen, Bildwiederholfrequenz

Special Antonio Funes
Monitore: Panel-Typen, Bildwiederholfrequenz
Quelle: Samsung

Wir erklären euch zwecks einer Kaufberatung viele Features rund um Monitore und bieten eine Marktübersicht mit 65 Modellen, davon 25 extrabreite Monitore.

Panel-Typen

Bei einem modernen LCD-, LED- oder OLED-Display stellen einzelne Pixel, die wiederum aus drei Subpixeln mit Kristallen bestehen, das Bild dar. Die Subpixel leuchten in Rot, Grün und Blau - die Kristalle werden durch Stromspannungen so ausgerichtet, dass sie eine bestimmte Menge Licht durchlassen. Je nachdem, welches der drei Subpixel wie hell leuchtet, resultiert daraus eine bestimmte Farbe für das Pixel. Bei LCD- und LED-Displays kommt das Licht durch eine Beleuchtung, die hinter der Schicht mit den Pixeln sitzt. Dies kann allerdings dazu führen, dass sich bei sehr dunklen Inhalten hellere Wolken auf dem Display bilden, da die Ausleuchtung nur selten komplett gleichmäßig ist. Ein perfektes Schwarz ist praktisch nicht möglich.

Bei vielen Monitoren und Fernsehern ist dieser Effekt, der auch als Clouding bekannt ist, zwar so gering, sodass er nicht auffällt. Bei OLED-Displays fällt das Problem komplett weg, da bei der OLED-Technik jedes Pixel eine eigene Beleuchtung hat. Soll das Pixel Schwarz zeigen, schaltet es sich einfach ab. Allerdings sind OLED-Displays im Monitorbereich bisher noch selten und meist recht teuer. Von sechs Monitoren zwischen 27 und 32 Zoll mit 16:9-Format kosten drei über 1000 Euro, die anderen drei liegen bei 780 bis 1000 Euro.

Im 21:9-Format gibt es drei 34-Zoll-Modelle für 850 bis 1050 Euro. Wir empfehlen daher eher Monitore mit VA- oder IPS-Panel.

Die früher dominierenden TN-Panels sind zwar bei der Reaktionszeit schneller und günstiger, dafür bei der Farbtreue und den Kontrasten schwächer als VA und IPS.

Letztere zwei Panel-Arten bieten aber schon längst Reaktionszeiten, die auch für Gaming bestens geeignet sind, sodass man keine Schlierenbildung mehr fürchten muss. Die Preise sind zudem nur noch unwesentlich höher als bei TN.

Samsung Odyssey OLED G9 G95C Quelle: Samsung Samsung Odyssey OLED G9 G95C mit 5120x1440 Pixeln und 49 Zoll Diagonale für 1800 Euro.

Bildwiederholfrequenz

Für Spiele, aber auch für den Büroalltag ist eine hohe Bildwiederholfrequenz, kurz Bildfrequenz, ein gutes Feature. Die Bildfrequenz gibt an, wie viele Bilder der Monitor pro Sekunde anzeigt. Dabei sind die Abstände zwischen jedem Bild identisch - bei 60 Hertz kann also alle 1/60-Sekunden oder umgerechnet alle etwa 16,7 Millisekunden ein neues Bild angezeigt werden.

Flachbild-Monitore bauen aber dabei im Gegensatz zu alten Röhrenmonitoren nicht 60 Mal pro Sekunde ein neues Bild auf. Vielmehr geht es eher um die Frage, wie oft pro Sekunde der Monitor sozusagen bei der Grafikkarte nachfragt, ob es neue Bildinhalte gibt, um dann bei Bedarf den für das neue Bild relevanten Pixeln den Befehl für einen Farbwechsel zu geben.

Sofern auf dem Bildschirm gerade nichts passiert, zum Beispiel wenn ihr eine Word-Datei offen habt, leuchten alle Pixel einfach weiterhin in derselben Farbe wie vorher.

Asus ROG Strix Quelle: Asus Ob 300 Hertz wie beim Asus ROG Strix XG27AQMR wirklich nötig sind, ist fraglich. Die Bildfrequenz gibt also an, wie oft pro Sekunde der Monitor ein neues Bild anzeigen könnte, falls es neue Bildinformationen gibt. Mit einer höheren Frequenz als dem Standardwert von 60 Hz können im Alltag Mausbewegungen und manche andere Tätigkeiten ein wenig weicher und somit angenehmer wirken.

Für Spieler sind höhere Frequenzen aber ein direkter ein Vorteil. Dies kann man sich leicht herleiten: Stellt euch vor, dass die Grafikkarte das Bild berechnet, bei dem die Waffenspitze eines hinter einer Ecke hervorkommenden Gegners erstmals zu sehen ist.

Der Monitor hat dieses Bild gerade so verpasst - also seht ihr die Waffenspitze erst beim nächsten Bild etwa 16,7 Millisekunden später (bezogen auf 60 Hertz).

Bei 144 Hertz hingegen kommt schon nach 6,9 Millisekunden das Bildupdate - ihr habt also einen Vorteil von fast 10 Millisekunden. Das ist zwar nicht viel, aber der Unterschied ist so, als hättet ihr in einem Onlinespiel einen Ping von nur 50 statt 60. Wir empfehlen 120 bis 180 Hertz - noch höhere Werte sind eher ein psychologischer Vorteil.

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