Mission Impossible: Dieses Retro-Special wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören
Special
Passend zum Start von Dead Reckoning Teil 1 haben wir uns noch einmal in den Klassiker Mission: Impossible gestürzt. Wie gut ist der Stealth-Hit gealtert?
Großartige Abwechslung
Ein paar Missionen unterscheiden sich zudem komplett von allen anderen. Neben dem Abseilen zum CIA-Großrechner haben wir zum Beispiel auch noch einen Auftrag in der Londoner Waterloo Station. Wir schlüpfen dort in die Rolle von zwei Snipern und müssen Ethan am Bahnsteig vor Angreifern beschützen. Besonders schwierig dabei: Wir dürfen erneut keine unschuldigen Leute erwischen. Klingt einfacher als es ist, denn die Entwickler lassen die Personen gerne in die Jackentasche greifen, um ein Getränk oder ihr Handy herauszuholen. Ein Schuss aus Panik wird also ziemlich schnell bestraft.
Für Abwechslung sorgen auch viele unterschiedliche Gadgets der IMF. Mit einem Blasrohr knipsen wir diskret eine Zielperson aus, Sprengstoffkaugummis benutzen wir zur Ablenkung und mit einem Video-Freezer blockieren wir die Übertragung der Überwachungskameras. Nachdem uns das Spiel selbst auf dem leichteren der zwei Schwierigkeitsstufen nur wenig an die Hand nimmt, gehören kurze Knobelabschnitte ebenfalls zum Gameplay. Die Rätsel sind allerdings nicht außergewöhnlich anspruchsvoll, sodass wir während der Missionen kaum Leerlauf haben.
Eine Frage der Perspektive
In einigen Aufträgen im Freien stehen uns für eine bessere Übersicht zwei Kameraperspektiven zur Verfügung. Eine an bestimmten Stellen festverankerte Kamera, die wir nicht frei bewegen können, und eine Third-Person-Ansicht.
Sobald wir zielen, haben wir außerdem die Möglichkeit uns umzusehen. Das ist nicht wirklich elegant gelöst und auch ein Grund, warum die Schusswechsel ordentlich Probleme bereiten. Die Steuerung ist nicht gerade das, was wir heutzutage unter direkt verstehen. Schon zur damaligen Zeit gab es Spiele, die das deutlich besser lösten.
Die Lebensanzeige als Zündschnur am unteren Bildschirmrand und auch das Auswählen von Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen sind dagegen ziemlich praktisch eingebunden. Wir müssen beispielsweise nicht den Weg über ein Menü gehen, sondern können Knarren sowie Gadgets direkt per Tastendruck wechseln - für ein Spiel aus dem Jahr 1998 schon sehr fortschrittlich.
Der Gänsehautfaktor
Zu guter Letzt kommen wir noch zur Technik. Und da fangen wir einmal mit einem Punkt an, der schon aus dem Film von Brian de Palma einen absoluten Klassiker für die Ewigkeit gemacht hat: dem Soundtrack.
Spätestens jetzt dürften alle die Melodie des berühmten Theme von Mission: Impossible im Ohr haben. Das Original ist direkt im Spiel enthalten und schallert uns während einiger Missionen entgegen. Da macht das Zocken doch gleich noch mehr Spaß.
Die Grafik kann sich insgesamt ebenfalls sehen lassen. Die Charaktermodelle sehen zwar alle sehr steif aus, das fällt vor allem in Gesprächen auf, aber es gibt auch deutlich schwächere Produktionen in diesem Bereich. Die Umgebungen sind dagegen ziemlich detailliert und in Spiegeln sehen wir unser und sogar das Ebenbild anderer Figuren. Das bekommen manche Spiele bis heute nicht hin.
Auf der Playstation 2, der Xbox, dem Gamecube und dem Game Boy Advance erschien mit Operation Surma im Jahr 2003 sogar noch ein zweiter Teil, der ebenfalls nicht allzu schlecht bei Spielern und Medien ankam. Danach wurde es allerdings ruhig um Videospieladaptionen der Marke. Wir finden, das ist eigentlich sehr schade!
