Mission Impossible: Dieses Retro-Special wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören

Special Michael Grünwald
Mission Impossible: Dieses Retro-Special wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören
Quelle: PC Games

Passend zum Start von Dead Reckoning Teil 1 haben wir uns noch einmal in den Klassiker Mission: Impossible gestürzt. Wie gut ist der Stealth-Hit gealtert?

Die wohl bekannteste Szene des Films hat es ebenfalls ins Spiel geschafft. An einem Seil befestigt, lassen wir uns zum Großrechner der CIA herunter, um die NOC-Liste downzuloaden. Anders als Tom Cruise müssen wir auf dem Weg nach unten zusätzlich Laserstrahlen ausweichen, die uns entweder Schaden zufügen oder Alarm auslösen. Den Boden dürfen wir natürlich auch nicht berühren, sobald wir auf Höhe des PCs hängen. Am Ende heißt es noch schnell die Flucht ergreifen, bevor der Operator zurück in den Raum kommt - so ein Geheimagent hat's auch einfach nicht leicht.

Sogar eine Zugmission bekommen wir geboten und das viele Jahre vor Uncharted 2. Zunächst müssen wir uns in den Waggons einen Weg vorbei an den Schergen eines Spions bahnen. Dabei dürfen wir auf gar keinen Fall panisch umherlaufende Zivilisten erschießen, denn dann ist der Auftrag sofort gescheitert. Langsames Vorgehen ist ziemlich wichtig, schließlich kann hinter jeder Ecke einer unserer Widersacher lauern. Noch spektakulärer wird es sogar direkt im Anschluss. Wie auch im Film leisten wir uns nämlich eine Verfolgungsjagd auf dem Dach des fahrenden Hochgeschwindigkeitszuges.

Ethan Hunt zielt auf einem fahrenden Zug auf einen Helikopter Quelle: PC Games Unsere Figur kommt dabei deutlich agiler voran als der Film-Ethan. Das ist zwar unrealistischer, aber sorgt für mehr Action, denn unsere Gegner ballern von allen Seiten auf uns. Manche Feinde klettern durch die Dachluken heraus, einige schießen aus fahrenden Autos auf uns und sogar mit Helikoptern werden wir angegriffen.

Glücklicherweise finden wir anfangs in der Mission einen Miniraketenwerfer, mit dem wir uns auch gegen die Gefahr von oben erwehren können. Für die damalige Zeit waren die Aufträge wirklich spektakulär und äußerst abwechslungsreich.

Vorreiter für Hitman und Co.

Dafür sorgen auch verschiedene Spielmechaniken. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Stealth-Gameplay. In den größeren Arealen schleichen wir uns an Wachen, Suchscheinwerfern und Überwachungskameras vorbei, in den kleineren Bereichen ist es meistens unser Ziel, eine bestimmte Verkleidung zu finden.

Was sich nach Spielen aus der Hitman-Reihe anhört, funktioniert im Grunde auch so. Sobald wir mit Hilfe des Gesichtsimitators eine Gestalt angenommen haben, können wir nur noch durch das Ausrüsten einer Waffe entlarvt werden.

Da Hitman: Codename 47, der erste Teil der populären Marke, erst über zwei Jahre später auf den Markt kam, kann Mission: Impossible in manchen Punkten durchaus als Vorbild bezeichnet werden.

Spieler wird beim Schleichen erwischt Quelle: PC Games

Allerdings bietet es deutlich weniger Freiheiten als die Abenteuer von Agent 47. Wir kommen in den meisten Missionen nicht drumherum, eine bestimmte Identität anzunehmen. Ansonsten lassen sich manche Abschnitte schlichtweg nicht abschließen. Stattdessen führt das Spiel eher linear durch viele Aufträge.

Sollte unsere Tarnung einmal auffliegen oder uns das Spiel zwingen, müssen wir auch hin und wieder Schusswaffen einsetzen. Meistens haben wir eine Pistole, einen Elektro-Betäuber und eine Pfeilpistole, die Gegner nur ausknockt, zur Auswahl.

Ob wir Feinde töten oder betäuben, hat in den meisten Fällen keine Konsequenzen. Es gibt allerdings Missionen, da ist es uns nicht erlaubt, mit scharfer Munition zu schießen. Zivilisten sind, wie bereits erwähnt, ebenfalls Tabu. Die heimliche Variante funktioniert ohnehin deutlich besser, denn das Zielen und Ballern geht nicht gerade leicht von der Hand. Wenn wir es mit vielen Widersachern gleichzeitig zu tun bekommen, sollten wir uns zwischendurch immer wieder Deckung suchen.

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