Minecraft Legends im Test: Diese Schweinerei muss gestoppt werden!
Test
Mit Legends erobert das beliebte Spiel Minecraft von Mojang nun auch das Strategie-Genre. In unserem Test verraten wir euch, wie gut das Spiel abschneidet.
Noch mehr Schweinkram
Neben der Kampagne stehen uns weitere Spielmodi zur Verfügung. In einem Herausforderungsbereich versuchen wir unter anderem unsere Basis vor Gegnerwellen zu verteidigen. Dabei bekommen wir angezeigt, wie viele Piglins bis zum Rundenende noch übrig sind. Sukzessiv soll dieser Modus mit weiteren Challenges erweitert werden. Aus dem Marketplace, also dem Ingame-Shop, lassen sich diese nach Release herunterladen. Bisher konnten wir allerdings nur den Wellenangriff ausprobieren.
Sehr spaßig ist definitiv auch der Versus-Modus. Hier treten bis zu acht menschliche Spieler in einem 4-gegen-4-Match gegeneinander an. Auch ein 1-gegen-1 gegen einen Freund oder eine Freundin kann eingerichtet werden. Um an bestimmte Ressourcen zu kommen, befinden sich auf der Karte verteilt einige Piglin-Außenposten, die uns ebenfalls das Leben schwer machen. Zwischendurch greifen die Schweinemenschen unsere Basis an und sorgen so für wilde, unvorhersehbare Runden. Ziel ist es, das Portal unseres Gegenspielers zu zerstören. Wie in der Kampagne stehen uns dafür Spawner, Verteidigungsanlagen und Helferlein zur Verfügung. Auch Upgrades unserer Truppen und Gebäude sind möglich.
Durch die zufällig generierte Spielwelt und den Zufallsfaktor Piglins entwickeln sich abwechslungsreiche und spaßige Runden. Wie bei klassischen Strategiespielen üblich, führen dabei unterschiedliche Taktiken zum Sieg.
Ein wunderschöner Saustall
Auch der Look kann sich absolut sehen lassen. Sofort erkennen wir die Optik des klassischen Aufbauspiels, dennoch hat Minecraft Legends einen eigenen, wunderschönen Stil. Die Mischung ist den Entwicklern ausgesprochen gut gelungen.
Vor allem die fantastische Beleuchtung und die Spiegelungen in Seen und Flüssen möchten wir dabei hervorheben. Die kunterbunte Spielwelt von Minecraft hatte schon immer etwas Besonderes an sich, Legends steht dem in nichts nach.
Auch die Musik ist stimmig und passt sich dem Treiben auf dem Bildschirm hervorragend an. Während die im Verlauf der Kampagne immer hektischer agierenden Piglins in den Zwischensequenzen sprachlos bleiben- es sind schließlich Schweine - haben die drei Hüter Wissen, Eifer und Voraussicht sogar eine Sprachausgabe spendiert bekommen.
Die Stimmen sind auch in der deutschen Version sehr angenehm, doch viel sagen die Drei nach abgeschlossenem Tutorial nicht mehr. Nur zwischendurch melden sie sich mit wenigen Sätzen zur aktuellen Situation auf dem Schlachtfeld.
Quelle: Mojang/Microsoft
Abschließend lässt sich festhalten, dass Minecraft Legends eher ein Spiel für Neulinge des Strategie-Genres ist. Die Befehle und Einheiten sind überschaubar und meistens steht die Action anstatt das taktische Planen im Mittelpunkt.
Insgesamt macht der Titel aber großen Spaß. Der größte Kritikpunkt ist die Wegfindung unserer KI-Begleiter. Es gibt etliche Festungen unserer Feinde, die auf Plattformen errichtet wurden und nur über von uns gebaute Brücken erreichbar sind. Und da schmiert unsere Armee oft ab und fällt in die Tiefe. Die Einheiten, die dabei nicht gestorben sind, hängen so lange am Boden fest, bis wir sie wieder abholen. Das kann bei einem Angriff auf eine feindliche Basis ordentlich frustrieren.
Ab dem 18. April ist Minecraft Legends für PC, PS5, PS4, Nintendo Switch, Xbox Series und Xbox One verfügbar. Der Preis des Strategietitels liegt bei ca. 40 Euro. Mit Erweiterungen möchten die Entwickler das Spiel regelmäßig ausbauen. Das Minecraft-Franchise wird durch Legends in jedem Fall bereichert.
