Wie gut ist der Microsoft Flight Simulator 2024 wirklich? Unser Test nach unzähligen Stunden in der Luft

Test Sönke Siemens Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Wie gut ist der Microsoft Flight Simulator 2024 wirklich? Unser Test nach unzähligen Stunden in der Luft
Quelle: Microsoft

Am 19. November 2024 hob der Microsoft Flight Simulator 2024 ab - oder versuchte es zumindest, denn beim Start ging verdammt viel schief. Ob die von Fans sehnsüchtig erwartete Flugsimulation mittlerweile besser läuft, verrät unser Test.

Anschließend gilt es, 14 aufeinander aufbauende Einführungsmissionen abzuhaken. Dabei macht man sich unter anderem mit den Instrumenten vertraut, inspiziert sein Flugzeug von außen, übt Start und Landung und vieles mehr. Ziel aller Tutorials ist es, sich genügend Basiswissen anzueignen, um die sogenannte Privatpilotenlizenz (kurz PPL) zu erlangen.

Mit der PPL im Gepäck wird der Karrieremodus dann zunehmend komplexer und vielseitiger. Denn nun könnt ihr auf viele weitere Flugzeug- und Hubschrauberlizenzen hinarbeiten, um später zum Beispiel ins Cockpit von schweren Transportflugzeugen oder Rettungshubschraubern mit Seilwinde zu steigen.

Doch das ist leichter gesagt als getan, denn jede Lizenz kostet Credits, die ihr euch wiederum durch den Abschluss von Missionen verdient. Neben den Credits gibt es für erfolgreich absolvierte Einsätze auch Erfahrungspunkte. Diese lassen euren Piloten im Rang aufsteigen, was wiederum anspruchsvollere Missionstypen freischaltet.

So könnt ihr ab Level fünf und mit abgeschlossener Berufspilotenlizenz beispielsweise Touristen auf Sightseeing-Flügen rund um die Welt mitnehmen, während ihr ab Level acht Fallschirmspringer in luftige Höhen befördert. Später kommen noch viele weitere Missionsarten hinzu, etwa Gütertransporte, Luftwerbung, Charterflüge, Menschenrettung, Brandbekämpfung, Agrarflüge, Charterflüge für VIPs, Passagiertransporte für Fluggesellschaften und schwere Gütertransporte.

Hubschrauber über London Quelle: Microsoft / Asobo Studio / Medienagentur plassma Sobald ihr 25.000 Credits auf der hohen Kante habt, könnt ihr eure eigene kleine Fluggesellschaft gründen und euch als Unternehmer beweisen. Klingt spannend, ist aber auch ziemlich knifflig, denn nun müsst ihr eure schnell in die Höhe sausenden Kosten noch viel genauer im Blick behalten.

Alles in allem macht die Karriere sehr viel Spaß und motiviert durch die Vielzahl der Missionstypen, am Ball zu bleiben, fühlt sich aber durch die vielen niedrigen Credit-Belohnungen und die teilweise stundenlangen Missionen aber oft auch ziemlich "grindig" an.

Schade ist auch, dass die Macher für die Inszenierung auf KI-generierte Sprachausgabe setzen. Das mag wesentlich kostengünstiger sein und Übersetzungen in möglichst viele Sprachen erlauben, lässt die Charaktere aber oft sehr künstlich und befremdlich erscheinen.

Fotosafari rund um den Globus

Neben dem Karrieremodus könnt ihr euer fliegerisches Können in weiteren Spielvarianten unter Beweis stellen. Ideal für zwischendurch ist zum Beispiel der Modus "Weltfotograf". Hier ist es eure Aufgabe, unter vorgegebenen Bedingungen sehenswerte Orte rund um den Globus unter vorgegebenen Bedingungen abzulichten.

So gilt es zum Beispiel, ein Foto von Südafrikas Küstenjuwel Kapstadt zu knipsen, während ihr über den Tafelberg fliegt. Oder der imposante Grand Canyon muss so fotografiert werden, dass das Flugzeug in der Ferne zu sehen ist. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten, die es zu fotografieren gilt, ist gigantisch und sinnvoll in derzeit 31 verschiedene Themenkategorien eingeteilt.

Wer sich lieber in Ranglisten mit anderen Online-Spielern messen möchte, sollte einen Blick in die Herausforderungsliga werfen. Woche für Woche müsst ihr hier je drei fest vorgegebene Herausforderungen meistern und dabei versuchen, eine möglichst hohe Punktzahl zu ergattern. Den Anfang macht ein Rennen durch einen kurvenreichen Parcours aus Toren.

Schloss Neuschwanstein Quelle: Microsoft / Asobo Studio / Medienagentur plassma Bei Challenge zwei steht ein Hochgeschwindigkeitsflug möglichst nah am Boden auf dem Programm - meist in einem Überschalljet. Challenge drei verlangt euch indes eine Präzisionslandung ab, zum Beispiel auf einer winzigen Buschpiste im Kruger-Nationalpark.

Häppchenweise servierten Spielspaß versprechen darüber hinaus die sogenannten Aktivitäten. Hierzu zählen die drei eben genannten Herausforderungsarten - aber mit deutlich mehr Auswahl, was die Szenarien betrifft -, sowie ganz entspannte Discovery-Flüge über die Metropolen dieser Welt.

Flüge akribisch im Browser planen

Klassischen Flu-Si-Spaß verspricht derweil der Modus "Feier Flug". Einfach Start- und Zielflughafen auswählen, Wetterbedingungen konfigurieren sowie ein beliebiges Fluggefährt auswählen und schon heißt es "Ready for Take-off". Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Webseite planner.flightsimulator.com, die online im Browser aufgerufen werden kann.

Die Vollversion des Spiels und den damit verknüpften Microsoft-Account vorausgesetzt, könnt ihr mit diesem Tool euren nächsten Flug wie ein echter Pilot in aller Ruhe planen und die ausgetüftelte Route anschließend mit dem Spiel synchronisieren.

Schade nur, dass es zu diesem Werkzeug viel zu wenige Tutorial-Elemente gibt und der Abgleich nicht immer reibungslos funktioniert. Wiederum klasse: Die Flugphysik wurde im Vergleich zum Vorgänger nochmals weiterentwickelt, was sich unter anderen in Form von Windschleppen bemerkbar macht, die vor allem für kleinere Leichtflugzeuge eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

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